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Philipp Bargfrede wurde im Spiel gegen Hannover 96 eingewechselt.

Werder mit Luxusproblem auf der Sechser-Position

Bargfredes Ansprüche

Bremen – Sein Comeback verlief so, wie man es von Philipp Bargfrede gewohnt ist: Stell‘ ihn auf den Platz, und er funktioniert. So war es früher schon nach deutlich längeren Pausen wegen deutlich schwererer Verletzungen.

So war es auch am Samstag in Hannover, als Bargfrede das erste Mal seit dem elften Spieltag wieder zum Einsatz kam. Nicht von Anfang an zwar, sondern erst ab Minute 63, dafür aber gleich mit einem Sonderauftrag. Coach Florian Kohfeldt beorderte den 29-Jährigen als Ausputzer ins Zentrum einer Dreierabwehrkette, sicherte so die 1:0-Führung ab.

Dass er einmal mehr diese Rolle spielen sollte und nicht auf seiner angestammten Position als defensiver Mittelfeldspieler zum Einsatz kam, quittierte Bargfrede mit der ihm eigenen stoischen Gelassenheit: „Das ist egal. Der Trainer hat sich dabei ’was gedacht. Und wichtig ist, dass ich der Mannschaft helfen kann.“ Das konnte er. Mit Bargfrede hielt Werder die „Null“, ließ – gegen allerdings wenig einfallsreiche Hannoveraner – nur eine Chance durch Iver Fossum (75.) zu. Also: Comeback geglückt, Rückrundenauftakt geglückt.

Wer darf auf der Werder-Sechs gegen Frankfurt ran?

Frage: Wie geht es jetzt weiter? In Hannover spielte Nuri Sahin auf der „Sechs“, bekam den Vorzug vor Bargfrede. Was Kohfeldt unter anderem damit begründete, den 29-Jährigen nicht gleich der Vollbelastung von 90 Minuten aussetzen zu wollen: „Das Risiko wollten wir nicht eingehen.“ Doch gegen Eintracht Frankfurt könnte es am kommenden Spieltag schon wieder ganz anders aussehen. Mit Blick auf Bargfredes speziellen Vorteil gegenüber Sahin sagt der Trainer: „Im nächsten Spiel kommt viel Körperlichkeit rein, dann kann es auch wieder gute Argumente für Bargi geben.“ 

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Auch Möhwald spielt in den Planungen des Werder-Trainers eine Rolle

Ausdrücklich schließt der Coach aber auch eine Konstellation mit Bargfrede und Sahin in der Startelf nicht aus. In zwei von neun möglichen Spielen hat Kohfeldt die beiden auch tatsächlich gemeinsam auflaufen lassen – beim 1:2 in Stuttgart und beim 1:3 gegen Mönchengladbach. Die Ergebnisse schreien zwar nicht unbedingt nach einer Wiederholung, doch eine Doppelsechs oder die Variante mit Bargfrede als Libero sind weiter ernstzunehmende Optionen. „Es gibt nicht nur ein Entweder-Oder“, wiederholt Kohfeldt – und erweitert das Ganze noch um den Namen Kevin Möhwald. „Ihn gegen Hannover 85 Minuten lang auf der Bank lassen zu müssen, war eine harte Entscheidung, denn Kevin hat vor der Winterpause überragende Spiele gemacht.“ 

Bargfrede will mehr Einsätze

Durch Bargfredes Rückkehr könnte Möhwald jedoch wieder dauerhaft ins zweite Glied versetzt werden. Denn die Stammkraft formuliert nach dem persönlichen Re-Start klare Ansprüche: „In Hannover war es nach der langen Ausfallzeit vollkommen okay, dass ich von der Bank gekommen bin. In Zukunft erhoffe ich mir aber mehr Einsatzzeiten.“

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