Anthony Jung will seinen Vertrag beim SV Werder Bremen gerne verlängern.
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Anthony Jung will seinen Vertrag beim SV Werder Bremen gerne verlängern.

Werder-Profi will Vertrag verlängern

Oben angekommen: Anthony Jung bezeichnet die Bundesliga als „Traum“ – und möchte bei Werder Bremen bleiben

Bremen – Der Plan ist aufgegangen. Und zwar komplett – sowohl für den Verein als auch für den Spieler. Ein gutes Jahr, nachdem Anthony Jung zum damaligen Bundesliga-Absteiger Werder Bremen gewechselt ist, lässt sich Ende August 2022 kaum ein anderes Fazit ziehen.

„Man kann schon sagen, dass der Optimalfall eingetroffen ist“, betont Anthony Jung, der während der Bremer Zweitligasaison zur festen Säule des Teams avancierte, auf diese Weise großen Anteil am Wiederaufstieg trug – und sich damit auch persönlich den Traum von der Bundesliga zum zweiten Mal in seiner Karriere erfüllte. Dass beide Seiten in diesen Tagen öffentlich über die Bereitschaft sprechen, die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen, überrascht also nicht. Nachdem Werder Bremen bereits hatte durchblicken lassen, Jungs im Sommer 2023 auslaufenden Vertrag verlängern zu wollen, legte der 30-Jährige am Donnerstag nach – und bekannte sich klar zu Stadt und Verein.

„Ich kann mir vorstellen, hier zu bleiben“, sagte Anthony Jung, der vom dänischen Meister Bröndby Kopenhagen ablösefrei zu Werder Bremen gewechselt war und sich an der Weser mit seiner Familie längst heimisch fühlt: „Meine Frau, der Kleine und ich, wir fühlen uns sehr wohl in Bremen. Und ich mich persönlich auch bei Werder.“ Zudem sei er inzwischen in einem Alter, „in dem ich mich nicht mehr so sehr“ mit Vereinswechseln beschäftige. Andere Prioritäten eben, „und im Ausland war ich ja auch schon“.

Werder Bremens Anthony Jung über mögliche Vertragsverlängerung: „Ich kann mir vorstellen, hier zu bleiben“

Schon während Werders Sommer-Trainingslager im Zillertal hatte es in Sachen Vertragsverlängerung einen ersten, lockeren Austausch zwischen Club-Verantwortlichen und Spielerseite gegeben, „eine Wasserstandsmeldung“, wie Jung es nennt. Der nächste Schritt ist nun für die nähere Zukunft geplant. „Es wäre schön, wenn wir uns zeitnah zusammensetzen. Aber ob es jetzt in vier Wochen ist, in acht oder zehn, das schauen wir dann“, schmunzelte Jung, der das Thema im Gespräch mit den Journalisten auch nicht zu breit treten wollte. Gab ja schließlich auch noch Sportliches zu besprechen, denn beim Blick auf Werder Bremens kommenden Gegner Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) steht Anthony Jung ebenfalls ganz unwillkürlich im Mittelpunkt.

Sieben Jahre lang, von 2005 bis 2012, war der heutige Abwehrspieler des SV Werder Bremen für die Hessen aktiv, durchlief zunächst die gesamte Jugendabteilung und absolvierte später 57 Partien für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Süd. „Frankfurt ist mein Ausbildungsverein, deswegen ist es natürlich ein besonderes Spiel für mich“, erklärte Anthony Jung, dem der große Durchbruch bei der Eintracht allerdings verwehrt geblieben war. Deswegen im Sommer 2012 auch der Wechsel zum kleineren Stadtrivalen FSV Frankfurt, von wo aus es ein Jahr später zum damaligen Zweitligisten RB Leipzig weiterging. Drei Jahre stand Jung in der Folge bei den Sachsen unter Vertrag, ehe ihm 2016 zum ersten Mal in seiner Laufbahn der Sprung in die Bundesliga glückte – durch einen Wechsel zum FC Ingolstadt. 16 Partien bestritt Jung für den späteren Absteiger, ehe er 2017 zu Bröndby nach Dänemark ging.

Werder-Bremen-Profi Anthony Jung: „Es ist ein Traum, nochmal die Gelegenheit zu bekommen, in der Bundesliga zu spielen“

„Es ist ein Traum, dass ich jetzt nochmal die Gelegenheit dazu bekomme, in der Bundesliga zu spielen“, betonte Werders Mann mit der Rückennummer drei. „Dafür bin ich sehr dankbar, aber ich weiß auch, dass ich in den vergangenen Jahren sehr viel dafür getan habe. Insofern ist es der Ertrag für das, was ich investiert habe.“ An den ersten drei Spieltagen zählte Anthony Jung jeweils zur Startelf von Werder Bremen - auch gegen Eintracht Frankfurt dürfte er in der Aufstellung zu finden sein - bereitete beim 2:2 gegen Stuttgart einen Treffer vor und zeigte auch darüber hinaus ordentliche bis gute Auftritte. Im Vergleich zum Vorjahr hat er auf seiner Position auf der linken Außenbahn allerdings neue Konkurrenz bekommen: Neuzugang Lee Buchanan, der mit seinem Tor in Dortmund gerade erst hat aufhorchen lassen.

„Ich habe mich gefreut für Lee, als er das Tor erzielt hat. Es hat uns als gesamtes Team weitergebracht“, sagte Anthony Jung – und räumte offen ein: „Natürlich merke ich, dass jetzt jemand da ist, der diese Position auch bekleiden kann. Das war in der letzten Saison nicht immer der Fall.“ Die neue Konkurrenzsituation komme ihm dabei aber entgegen: „Ich finde es gut, denn ich möchte ja nicht die Füße hochlegen und mich auf irgendetwas ausruhen. Es gibt mir einen Push im Training, weil ich meine Position verteidigen möchte.“ Am liebsten sogar über die Saison hinaus, denn geht es nach Anthony Jung, dann hat seine Zeit bei Werder Bremen gerade erst begonnen. (dco)

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