Anthony Jung schreit seine Freude heraus: Der Profi des SV Werder Bremen trumpfte gegen Hannover 96 mit einem Tor und einem Assist groß auf.
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Anthony Jung schreit seine Freude heraus: Der Profi des SV Werder Bremen trumpfte gegen Hannover 96 mit einem Tor und einem Assist groß auf.

Tor und Vorlage bei Werder-Sieg in Hannover

Anthony Jung feiert doppelte Werder-Premiere gegen Hannover 96

Bremen – Der Ball hatte in der 72. Minute kaum die Linie überquert, da musste es einfach raus. Die Augen weit aufgerissen, die Arme vom Körper weggestreckt setzte Anthony Jung zum Jubellauf an, der von einem lautstarken Freudenschrei begleitet wurde. Nicht nur, dass der 30-Jährige soeben das vorentscheidende 3:1 während des 4:1-Auswärtssieges bei Hannover 96 erzielt hatte, nein, es war darüber hinaus auch sein erstes Tor überhaupt im Werder-Trikot gewesen. „Ich bin sehr happy“, sagte Jung nach der Partie, mit der er seine insgesamt gute erste Saisonhälfte in Bremen gekrönt hatte.

Als erster Neuzugang nach dem Bundesliga-Abstieg war der Verteidiger im Sommer vom dänischen Meister Bröndby Kopenhagen zu Werder Bremen gewechselt, um dort schnell zur Stammkraft zu werden. In 13 von bisher 18 Saisonspielen zählte Anthony Jung zur Startelf, absolvierte insgesamt 1.168 von möglichen 1.620 Minuten. Seit Ende Oktober hat er keine einzige mehr verpasst. „Er hat schon einige gute Spiele für uns gemacht“, lobte Sportchef Frank Baumann nach dem Sieg in Hannover – und hob hervor: „Es ist schön, dass er heute mal besonders im Fokus stand. Das hat er sich verdient.“

Werder Bremen: Tor- und Vorlagenpremiere für Verteidiger Anthony Jung gegen Hannover 96

Anthony Jung glänzte in der HDI-Arena nämlich nicht nur als Torschütze, sondern hatte kurz vor seinem Premieren-Treffer auch seine erste Vorlage für Werder Bremen verbucht. In der 51. Minute war seine Flanke bis auf den Kopf von Marvin Ducksch durchgerutscht, der per Bogenlampe ins lange Eck traf. Auch sonst konnte sich die Statistik des Abwehrspielers sehen lassen: 83 Prozent Pass- und Zweikampfquote, 74 Ballkontakte, 10,65 Kilometer Laufleistung. Oder wie Baumann diese Zahlen zusammenfasste: „Er hatte ein sehr gutes Stellungsspiel und große Ruhe am Ball. Insgesamt bringt er eine gewisse Souveränität auf den Platz. Das ist genau das, was wir uns von ihm versprochen haben.“

Jung selbst schien so viel Aufmerksamkeit beinahe etwas unangenehm zu sein. Womöglich auch deshalb hob er lieber die Leistung des gesamten Teams („Wir haben eine gute Performance gezeigt“) und noch einmal gesondert die von Marco Friedl hervor, der seinen Treffer vorbereitet hatte: „Das hat er super gemacht. Es war dann nicht mehr schwer, den Ball über die Linie zu drücken.“ Macht ja nichts. Dass auch einfache Treffer zu wahren Freuden-Explosionen führen können, hatte Anthony Jung in Hannover ja eindrucksvoll bewiesen. (dco)

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