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Teamarzt Dr. Benjamin Schnee (li., hier mit Ömer Toprak) verlässt aus privaten Gründen den SV Werder Bremen und kehrt in seine Heimat Berlin zurück. 

Teamarzt nach Berlin zurück

Mannschaftsarzt verlässt Werder Bremen - Baumann: „Hat mit Verletztensituation nichts zu tun“

Bremen - Erst vor der Saison hatte er seinen Dienst aufgenommen, nun kehrt Dr. Benjamin Schnee Werder Bremen schon wieder den Rücken: Der Mannschaftsarzt verlässt den Verein aus privaten Gründen, wie Werder am Dienstagvormittag bekannt gab.

„Ben hat unseren medizinischen Partner, die Paracelsus-Klinik, die sein Arbeitgeber ist, gebeten, seinen Vertrag aufzulösen, da er aus privaten Gründen nach Berlin zurückkehren möchte“, wird Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen, in einer Mitteilung zitiert. Dr. Benjamin Schnee selbst erklärt: „Mir ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, da ich mich sowohl bei der Paracelsus-Klinik als Arbeitgeber aber vor allem auch bei Werder sehr wohl gefühlt habe.“

In Schnees kurze Amtszeit fiel die beispiellose Bremer Verletztenmisere, als bis zu elf Spieler zeitgleich nicht zur Verfügung standen. Der Abschied des Arztes steht damit aber nicht in Zusammenhang, versicherte Baumann: „Nein, dieser Verdacht ist falsch. Dass Ben geht, hat mit der Verletztensituation nichts zu tun.“

Dr. Benjamin Schnee war erst im Sommer zu Werder Bremen gekommen

Dr. Benjamin Schnee war erst im Sommer nach Bremen gekommen, hatte in der Paracelsus-Klinik als „Leiter Sportmedizin“ in der orthopädischen Abteilung gearbeitet - und war die zentrale Figur bei Werders Umstrukturierung der medizinischen Betreuung der Profimannschaft.

Mit einer neuen Praxis im Weserstadion, die permanent besetzt sein sollte, wollte Werder Bremen für ein noch lückenloseres medizinisches Angebot sorgen. Da der bisherige Mannschaftsarzt Dr. Philip Heitmann das aus zeitlichen Gründen nicht leisten konnte, kam Schnee.

Werder Bremen: Gemeinsame Suche nach neuem Teamarzt mit der Paracelsus-Klinik 

Nach dessen schnellem Abgang wird nun zunächst Dr. Daniel Hellermann die Aufgaben als Mannschaftsarzt übernehmen. „Daniel gehört ja bereits – genau wie Dr. Christoph Engelke – schon länger zum Ärzteteam, das rund um die Mannschaft arbeitet, so dass wir einen direkten Übergang gewährleisten können", so Frank Baumann, der sich nun gemeinsam mit der Paracelsus-Klinik auf die Suche nach einem neuen Teamarzt machen wird. „Wir hatten ja damals schon einen Rekrutierungsprozess gestartet, auf den wir jetzt aufbauen können“, erklärte der Sportchef. Bis zur Winterpause soll eine Entscheidung getroffen sein.

zur letzten Meldung vom 19. Juni 2019: 

Mit neuem Teamarzt: Werder Bremen strukturiert medizinische Abteilung um

Bremen - Der SV Werder Bremen strukturiert seine medizinische Abteilung um. Mit neuem Konzept und neuem Teamarzt sollen die Bundesliga-Profis künftig noch intensiver betreut werden.

„Ziel ist es, eine Praxis im Kabinenbereich zu öffnen, die unseren Spielern des gesamten Leistungsbereichs durchgehend offen steht“, erklärt Werder-Sportchef Frank Baumann in einer Vereinsmitteilung. „Damit verbunden sind deutlich gestiegene Anforderungen an zeitliche Ressourcen des Teamarztes.“

Werder Bremen: Philip Heitmann hört auf - Benjamin Schnee neuer Teamarzt

Der bisherige Teamarzt Dr. Philip Heitmann kann und will das in Zukunft nicht mehr leisten. Die Doppelbelastung mit der Arbeit im Verein und seiner eigenen Praxis seien bereits enorm gewesen, sagt Heitmann: „Ich wollte diese Belastung gern auch im Sinne meiner Familie verringern und mich auch zugunsten meiner Patienten voll auf meine Praxis konzentrieren.“ Heitmann war seit 2005 für Werder aktiv.

Sein Nachfolger wird Dr. Benjamin Schnee. Der Leiter Sportmedizin in der Abteilung Orthopädie an der Bremer Paracelsus-Klinik soll zum Start der Werder-Profis in die Sommervorbereitung seine Arbeit aufnehmen. „Der Profisport ist eine besondere Aufgabe auch für Mediziner“, sagt Schnee. Dr. Daniel Hellermann und Dr. Christoph Engelke ergänzen wie bisher das Ärzteteam. (han)

Nicht die einzige Veränderung in der Sommerpause: Werder Bremen baut auch räumlich im Weserstadion um

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