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Die Mannschaft von Atlas Delmenhorst hat sich vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen Werder Bremen schon einmal im Weserstadion umgeschaut - und für ein Erinnerungsfoto aufgestellt.

Was machen die Spieler im echten Leben?

So arbeitet Atlas Delmenhorst: Vom Schweißer bis zum „Tutti Frutti“

Delmenhorst – Es ist die wohl beliebteste Frage vor Pokalspielen von Bundesligisten gegen Amateurclubs: Wo arbeiten die Außenseiter? Doch immer seltener gab es zuletzt Antworten, weil selbst bei Regionalligisten viele Spieler gar keinen normalen Job mehr haben. Beim Oberligisten SV Atlas Delmenhorst ist das anders. Der Gegner des SV Werder Bremen beim Jahrhundertspiel in der ersten Runde des DFB-Pokals am Samstag im Weserstadion (20.45 Uhr) ist noch ein echter Amateurverein – mit nur einem Festangestellten: Mittelfeldspieler Thade Hein.

„Thade ist auch unser erster Festangestellter überhaupt, wir hatten noch nie einen“, betont Sportvorstand Bastian Fuhrken und klärt dann schmunzelnd auf: „Thade absolviert gerade bei uns sein Freiwilliges Soziales Jahr.“ Dieser Hinweis wird in der TV-Übertragung gewiss nicht fehlen. Bei ZDF-Kultreporter Rolf Töpperwien gehörte es zu einem Pokalbericht aus der ersten Runde einfach dazu, die Berufe der Außenseiter zu verraten und damit wortreich zu spielen. Und er hätte bei den Delmenhorstern seine wahre Freude gehabt.

Atlas Delmenhorst: Trainer Key Riebau ist Lehrer

Denn es gibt einen Automechaniker, einen Bankkaufmann, einen Steuerberater, einen Lageristen, einen Schlosser, einen Schweißer, einen Versicherungskaufmann, einen Auszubildenden in der IT-Branche und diverse Studenten. In Standard-Experte Florian Stütz arbeitet einer, wie es in Bremen und umzu einfach üblich ist, natürlich bei Autobauer Mercedes. Trainer Key Riebau ist Lehrer an der Hauptschule in Wildeshausen – und Mittelfeldspieler Thomas Mutlu betreibt das Cafe „Tutti Frutti“ in Delmenhorst. Also die komplette Palette gespickt mit einigen Kuriositäten.

„Wir sind eine ganz normale Mannschaft“, sagt Fuhrken, der allerdings noch ein ganz großes Problem vor der Brust hat: Der Kader umfasst 27 Spieler, aber nur 20 Delmenhorster dürfen am Samstag im DFB-Pokal gegen Werder Bremen dabei sein. „Das wird die schwierigste Aufgabe für das Trainerteam und mich, den Jungs das mitzuteilen.“ (kni)

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