Silas Wamangituka vom VfB Stuttgart wird von Philipp Förster umarmt, während er die Gelbe Karte von Schiedsrichter Frank Willenborg sieht. Davie Selke von Werder Bremen schaut verärgert.
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Schiedsrichter Frank Willenborg zeigt Silas Wamangituka (Nummer 14) vom VfB Stuttgart Gelb. Nach seinem Trödel-Tor gegen Werder Bremen war er mit Werder-Stürmer Davie Selke (Nummer 9) aneinandergeraten.

Davie Selke: „Respektlos“

Aufreger-Tor gegen Werder Bremen: Stuttgarts Silas Wamangituka rechtfertigt Aktion, Schiedsrichter erklärt Gelbe Karte

Osnabrück – Silas Wamangituka leistete Abbitte. Sein Trödel-Tor gegen Werder Bremen sollte keinesfalls eine Provokation des Gegners gewesen sein, er wollte „in diesem wichtigen Spiel nur Zeit gewinnen“, erklärte der Torschütze des VfB Stuttgart am Tag nach dem 2:1-Sieg. Zum Thema äußerte sich auch Schiedsrichter Frank Willenborg.

Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte er, warum das Tor gegen Werder Bremen zählen musste, obwohl sich Silas Wamangituka nahe an der Grenze zur Unsportlichkeit befand: „Das Tor war aus meiner Sicht regelkonform“, sagte Willenborg. „Der Spieler lässt sich zwar viel Zeit, allerdings reicht die Situation nicht aus, um daraus eine Unsportlichkeit abzuleiten. Wenn er sich jetzt hingekniet und den Ball mit dem Kopf über die Linie bugsiert hätte, wäre das ein Regelverstoß gewesen. Dann hätte der Treffer nicht zählen dürfen.“

Werder Bremen: Schiedsrichter Frank Willenborg erklärt, warum Silas Wamangituka vom VfB Stuttgart Gelb sah

Dass er Wamangituka anschließend noch Gelb zeigte, sei keine Sanktion wegen des Verhaltens beim Tor gewesen, sondern wegen des anschließenden Disputs mit Werders Davie Selke. Schiedsrichter Frank Willenborg: „Beide Spieler gerieten aneinander, standen Kopf an Kopf und aufgrund dieser Aktion habe ich dann beide Spieler verwarnt. Nach Aussprache der Karten war schnell wieder Ruhe.“

Silas Wamangituka hatte beim 2:1-Erfolg des VfB Stuttgart am vergangenen Sonntag sein zweites Tor in der Nachspielzeit erzielt, nachdem er zwei Bremern den Ball weggespitzelt hatte. Danach war der 21-Jährige aufreizend langsam auf das Tor zugegangen und hatte den Ball erst eingeschossen, als Jiri Pavlenka, Torhüter des SV Werder Bremen, angerannt kam. Davie Selke hatte das Tor nach dem Spiel als „respektlos“ bezeichnet. (csa/dpa) Auch interessant: Saisonaus für Werder-Schreck: VfB-Stuttgart-Star Silas Wamangituka schwer verletzt!

Zur letzten Meldung vom 7. Dezember 2020:

„Respektlose“ Stuttgarter Trödelei: Silas Wamangituka erklärt sein Aufreger-Tor gegen Werder Bremen

Bremen – Es war ein großer Aufreger bei der Bundesliga-Partie zwischen Werder Bremen und dem VfB Stuttgart (1:2): Silas Wamangituka war nach einem Missverständnis zwischen Ömer Toprak und Jiri Pavlenka aufreizend lässig Richtung Bremer Tor getrabt und hatte sich den Ball auf die Linie gelegt. Erst als sich Pavlenka von hinten näherte, schoss der VfB-Profi den Ball zum 2:0 ins Netz. „Respektlos“ meinte Werder - jetzt hat sich der „Täter“ erklärt.

„Ich habe in jeder Phase des Spiels Respekt vor dem Gegner. Bei meinem zweiten Tor wollte ich für meine Mannschaft in diesem wichtigen Spiel Zeit gewinnen. Auf keinen Fall wollte ich den Bremer Torhüter und meinen Gegenspieler provozieren“, erklärte Stuttgarts Doppel-Torschütze Silas Wamangituka am Montag nach dem 2:1-Sieg gegen Werder Bremen via Instagram.

Werder Bremen: Respektlos? Stuttgarts Silas Wamangituka erklärt Aufreger-Tor

Insbesondere Werder-Stürmer Davie Selke hatte sich von Wamangitukas Tor-Trödelei provoziert gefühlt und das seinem Gegenspieler auch schon auf dem Platz deutlich mitgeteilt. Für Florian Kohfeldt war das Thema aber ohnehin schnell wieder erledigt. „Die Situation war nicht glücklich, aber wir müssen es auch nicht überdramatisieren“, hatte der Cheftrainer des SV Werder Bremen schon direkt nach Abpfiff erklärt.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat hat Silas Wamangituka derweil in Schutz genommen. „Ich finde es maximal grenzwertig, was dem Jungen da vorgeworfen wird“, sagte der 48-Jährige am Montag. „Ich kann komplett nachvollziehen, dass die Bremer das nicht super fanden“, sagte Mislintat. Er betonte aber auch: „Wir können mal die Kirche im Dorf lassen. Er hat das Ding nicht viermal hoch gehalten, keinen Fallrückzieher auf der Linie gemacht, keinen Moonwalk gemacht oder sonst was. Aus der Nummer wird viel zu viel gemacht.“ Zur Kritik von Werders Selke sagte der VfB-Sportdirektor: „Ich finde Davies Reaktion auf dem Spielfeld in Ordnung. Nach dem Spiel, mit etwas Abstand und wenn der Puls runtergekühlt ist, kann er meiner Meinung nach etwas andere Aussagen treffen.“ (tst/dpa)

Letzte Meldung vom 6. Dezember 2020:

Werder Bremen sauer über Tor-Trödelei vom VfB Stuttgart: „Respektlos“

Wie sehr darf man ein Tor auskosten, noch bevor es gefallen ist? Antwort: Nicht so sehr wie Silas Wamangituka! Der Stürmer des VfB Stuttgart zog sich mit der Art und Weise, wie er beim 2:1-Sieg über den SV Werder Bremen das 2:0 erzielte den Zorn des Gegners zu. „Hochgradig unsportlich“ nannte Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, die Aktion, die sich hart an der Grenze zur Verhöhnung bewegte. Später reagierte er schon sanfter: „Die Situation war nicht glücklich, aber wir müssen es auch nicht überdramatisieren.“

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart: Davie Selke und Co. fühlen sich bei Tor von Silas Wamangituka provoziert

Und das war passiert: Nach einem Missverständnis zwischen Ömer Toprak und Jiri Pavlenka konnte Silas Wamangituka den Ball ins leere Tor schießen. Machte er auch. Aber erst, nachdem er aufreizend lässig Richtung Tor getrabt war und sich den Ball auf die Linie gelegt hatte. Erst als sich Pavlenka von hinten näherte, kickte Wamangituka die Kugel auch ins Netz. Kann man so machen, sollte man aber nicht.

Werder Bremen fühlte sich provoziert, und Davie Selke teilte dies dem Stuttgarter auch direkt mit. Anpfiff auf dem Platz, „aber was ich zu ihm gesagt habe, bleibt geheim. Dass er respektlos war, da brauchen wir nicht drumherumzureden. Der Junge macht ein gutes Spiel, dann soll er einfach den Ball reinschieben nach so einem individuellen Fehler von uns und sich über sein zweites Tor freuen. Er soll hier nicht herumlaufen wie sonst einer.“

Werder Bremen: Gelbe Karte für Silas Wamangituka nicht für Unsportlichkeit bei Tor-Trödelei

Silas Wamangituka, der auch den Elfmeter zum 1:0 für den VfB Stuttgart versenkt hatte, kassierte Gelb. Laut Regelwerk darf es die Verwarnung aber nicht für die Tor-Trödelei gegeben haben. Hätte Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) darin eine Unsportlichkeit gesehen, hätte das Tor nicht zählen dürfen. Demnach dürfte die Karte für den anschließenden Disput mit Selke gezückt worden sein.

Aber egal – das Tor zählte, selbst Stuttgart-Coach Pellegrino Matarazzo wusste jedoch, dass das Ganze nicht gut ausgesehen hatte: „Ich verstehe den Unmut der Bremer. Was Silas gemacht hat, wirkt blöd und unsportlich. Aber so ist er nicht. Er ist ein schüchterner Junge, aber nicht arrogant. Ich habe es so empfunden, dass er auf Zeit spielen wollte – so als ob man mit dem Ball zur Eckfahne läuft.“ (csa)

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