Sportchef Frank Baumann (l.) im Gespräch mit dem neuen Aufsichtsratsmitglied Dirk Wintermann (re.) beim Training des SV Werder Bremen.
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Sportchef Frank Baumann (l.) im Gespräch mit dem neuen Aufsichtsratsmitglied Dirk Wintermann (re.) beim Training des SV Werder Bremen.

Aufsichtsrat lobt Werders transparente Trainersuche

Erste echte Probe für Werder-Aufsichtsrat: Dirk Wintermann lobt Geschäftsführung

Bremen – Dirk Wintermann wird fast schon zum Dauergast beim Training des SV Werder Bremen. Das neue Aufsichtsratsmitglied hatte schon vor gut einer Woche nach dem spektakulären Rücktritt von Markus Anfang vorbeigeschaut und damit Geschäftsführer Frank Baumann in schwierigen Zeiten den Rücken gestärkt. Am Mittwochnachmittag war Wintermann wieder da. „Ich bin natürlich auch neugierig auf den neuen Trainer Ole Werner“, berichtete der 54-Jährige auf Nachfrage der DeichStube.

Mit Ole Werner selbst habe er aber noch nicht gesprochen, schließlich wollte Dirk Wintermann den Trainingsablauf nicht stören. In der nicht-öffentlichen Einheit hatte der neue Coach des SV Werder Bremen genügend andere Dinge zu tun, um das Team auf das Heimspiel am Freitagabend gegen Erzgebirge Aue vorzubereiten. 

Werder Bremen-Aufsichtsrat Dirk Wintermann lobt Sportchef Frank Baumann und die Geschäftsführung

„Ich habe mich mit Frank Baumann ausgetauscht“, so Dirk Wintermann. Und für den Sportchef und die Geschäftsführung im allgemeinen fand der Unternehmer aus Großenkneten anschließend lobende Worte: „Die Trainersuche ist sehr offen kommuniziert worden. Die beiden ernsthaften Kandidaten wurden uns als Aufsichtsrat sehr ausführlich vorgestellt. Ich bin mit der Entscheidung für Ole Werner sehr zufrieden.“

Der neue Aufsichtsrat des SV Werder Bremen ist erst seit Mitte Oktober im Amt. Neben Wintermann sind auch Harm Ohlmeyer, Ulrike Hiller und Florian Weiß neu in dem Kontrollgremium, dem Marco Fuchs und Axel Plaat schon länger angehören. Den mutmaßlichen Impfpass-Betrug von Ex-Coach Anfang empfand Wintermann auch als „erste ernsthafte Probe der Zusammenarbeit zwischen dem neuen Aufsichtsrat und der Geschäftsführung. Und ich muss sagen: Die Geschäftsführung hat sehr professionell reagiert. Wir sind sofort umfangreich in Kenntnis gesetzt worden. Alle im Aufsichtsrat haben sich sofort eingebracht, und die Geschäftsführung hat das dann gut umgesetzt.“

Werder Bremen-Aufsichtsrat Dirk Wintermann: „Wir müssen uns auch mit dem Super-GAU beschäftigen“

Gemeint ist vor allem der Rücktritt von Anfang, dem zuvor auch andere Möglichkeiten einer Trennung aufgezeigt worden waren. Wintermann gefiel zudem im Fall Anfang das Verhalten von Klaus Filbry: „Ich fand es sehr wichtig, dass er sich als Vorsitzender der Geschäftsführung sehr zeitnah für Werder Bremen positioniert hat.“ Der Werder-Boss, der sich gerne auch mal im Hintergrund hält, hatte wenige Stunden nach dem Anfang-Aus öffentlich erläutert, warum es mit diesem Trainer keine Zukunft mehr in Bremen geben konnte.

„Wir müssen jetzt Ruhe in den Verein bringen, um dann im Winter weitere wichtige Themen anzugehen“, forderte Dirk Wintermann. Natürlich gehe es dabei vor allem auch um die Zukunft von Baumann, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Eine Tendenz sei da noch nicht zu erkennen. „Wir müssen uns aber auch damit beschäftigen, was ein weiteres Jahr 2. Liga bedeuten würde. Und das gilt auch für den Super-GAU, also einen weiteren Abstieg. Wir müssen auf alles vorbereitet sein“, so Wintermann, der am Ende aber unbedingt noch festhalten wollte: „Ich bin optimistisch, dass es jetzt aufwärts geht.“ (kni) Lest auch: Werder Bremen-Aufstellung gegen Erzgebirge Aue: Kehrt Milos Veljkovic zurück in die Startelf?

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