Jörg Wontorra ist nicht als Kandidat für die Aufsichtsrats-Wahl des SV Werder Bremen zugelassen worden.
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Jörg Wontorra ist nicht als Kandidat für die Aufsichtsrats-Wahl des SV Werder Bremen zugelassen worden.

Keine Zulassung als Kandidat für Aufsichtsrat

Wontorra blitzt ab: „Ich hätte Werder gerne geholfen“

Bremen – Mit einigem Getöse hatte er seine Kandidatur gestartet, mit einem Paukenschlag endet sie nun: Jörg Wontorra ist vom Wahlausschuss des SV Werder Bremen nicht für die Aufsichtsrats-Wahl nominiert worden.

Damit ist dem bekannten TV-Journalist der Weg in das oberste Kontrollgremium des Vereins, dem er von 1999 bis 2003 schon einmal angehört hatte, definitiv versperrt. Mit der Kampagne „Kein-weiter-so“ hat der 72-Jährige zwar einige enttäuschte und kritische Fans für sich gewinnen können, beim Wahlausschuss ist er dagegen durchgefallen. Auch Jörg Wontorras Mitstreiterin Maria Yaiza Stüven Sanchez ist für die Wahl im Zuge der Mitgliederversammlung des SV Werder Bremen am 5. September nicht zugelassen worden.

„Ich finde es sehr schade, weil ich gern geholfen hätte, und es mir eine Herzensangelegenheit gewesen wäre, den von Markus Anfang propagierten Wiederaufbau mitzugestalten“, teilte Jörg Wontorra in einem schriftlichen Statement mit und kündigte dabei noch an: „Ich werde aber natürlich den Weg von Werder weiter beobachten.“

Werder Bremen: Jörg Wontorra übt scharfe Kritik und scheitert mit Kandidatur für Aufsichtsrats-Wahl

Gemeinsam waren Stüven Sanchez und Wontorra im Frühjahr an die Öffentlichkeit gegangen und hatten die Verkündung ihrer Kandidaturen mit markanten Sätzen garniert. Mit Botschaften wie „Jetzt reicht’s“, „Kein-Weiter-so“ und „Werder braucht endlich wieder Macher“ erregte das Gespann viel Aufmerksamkeit. Tatsächlich hatte es eine dermaßen laute und offensive Option bei Werder Bremen wohl noch nie gegeben. Deutlich kritisierten Wontorra und Stüven Sanchez die sportliche Leitung des Clubs sowie den Aufsichtsrat, und obwohl der Bremer Abstieg so manchen Vorwurf bestätigte, scheiterte die Kandidatur. Ob das tatsächlich Fan-Wille ist, bleibt dahingestellt.

Der Wahlausschuss, bestehend aus sieben langjährigen und verdienten Vereinsmitgliedern, hat von seinem per Satzung festgelegtem Recht Gebrauch gemacht, nur Bewerber für die Wahl zuzulassen, die ihm für das Amt geeignet und der Aufgabe gewachsen erscheinen. Für Jörg Wontorra ist es bereits die zweite Niederlage vor dem Wahlausschuss. 2003 war er nach vier Jahren im Aufsichtsrat nur noch als Ersatzkandidat nominiert worden. Daraufhin zog er seine Kandidatur verärgert zurück. (csa/kni) Schon gelesen? Die Werder-Wahlliste - die sieben Kandidaten für den Aufsichtsrat im Profil!

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