Axel Plaat (l.) und Marco Fuchs (hier im Trainingslager im Zillertal) bleiben im Aufsichtsrat des SV Werder Bremen.
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Axel Plaat (l.) und Marco Fuchs (hier im Trainingslager im Zillertal) bleiben im Aufsichtsrat des SV Werder Bremen.

„Mindestmaß an personeller Kontinuität“

Freier Wille und Machtwort des Präsidiums: Fuchs und Plaat bleiben im Werder-Aufsichtsrat

Bremen – Vier treten ab, zwei werden definitiv bleiben: Ein Rückzug von Marco Fuchs und Axel Plaat aus dem sechsköpfigen Aufsichtsrat des SV Werder Bremen ist seit Dienstagabend vom Tisch.

In einer Sitzung des Präsidiums des „e.V.“ – also des eingetragenen Vereins, nicht der Kapitalgesellschaft – wurden Fuchs und Plaat als entsendete Vertreter in den Aufsichtsrat bestätigt. Beide bleiben über die für den 5. September angesetzte Mitgliederversammlung hinaus Mitglieder des ansonsten im Zerfall befindlichen Kontrollgremiums.

Marco Bode, Andreas Hoetzel, Thomas Krohne und Kurt Zech werden sich im September als Konsequenz aus der sportlich wie wirtschaftlich katastrophalen Entwicklung des SV Werder Bremen aus dem Aufsichtsrat zurückziehen und nicht wieder zur Wahl antreten. Kurz wurde auch darüber diskutiert, ob nun auch Fuchs und Plaat als nicht-gewählte, sondern vom „e.V.“ gestellte Vertreter dem Beispiel folgen würden. Sie machen es nicht. In einer Mitteilung des SV Werder heißt es, beide hätten den Willen gezeigt, ihre Arbeit fortzusetzen.

Werder Bremen-Aufsichtsrat: „Hochkompetente Vertreter“ Marco Fuchs und Axel Plaat werden nicht der Stimmungslage geopfert

Aus dem Präsidium gibt es dafür die volle Unterstützung. Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald: „Das waren zuletzt sicher keine einfachen Jahre im Aufsichtsrat, der Weg für einen Wandel in diesem Gremium ist nun eingeleitet worden. Aber dem Präsidium war es auch wichtig, ein Mindestmaß an personeller Kontinuität in dieser Umbruch-Phase sicherzustellen.“

Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender des Technologiekonzerns OHB, und Axel Plaat, Kreditanalyst bei der Commerzbank Hamburg sowie langjähriger Schatzmeister des SV Werder Bremen, sollen die Konstante bleiben. Einstimmig sei dieser Beschluss gefasst worden, die Argumente dafür seien „von allen Präsidiumsmitgliedern mit großer Vehemenz vorgetragen“ worden, so Hess-Grunewald. Mit anderen Worten: Der Verein wollte seine Vertreter nicht der allgemeinen Stimmungslage opfern. Hess-Grunewald: „Wir haben die Situation ausführlich mit Axel Plaat und Marco Fuchs erörtert und sind zu der Entscheidung gekommen, dass beide nach wie vor sehr gute, sehr loyale und hochkompetente Vertreter für den Verein in diesem Gremium sind.“ (csa)

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