Sportchef Frank Baumann spricht auch drei Spieltage vor Schluss und als Tabellenführer noch nicht offensiv über den möglichen Aufstieg des SV Werder Bremen.
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Sportchef Frank Baumann spricht auch drei Spieltage vor Schluss und als Tabellenführer noch nicht offensiv über den möglichen Aufstieg des SV Werder Bremen.

Schafft der SV Werder den Aufstieg?

Zwischen Zurückhaltung und Ehrgeiz – Werder-Manager Frank Baumann: „Würden uns definitiv nicht gegen den Aufstieg wehren“

Bremen – Frank Baumann ließ sich zunächst partout nicht locken. Auch drei Spieltage vor Schluss und mit der Tabellenführung sowie einem viel beachteten 4:1-Triumph auf Schalke im Rücken wollte der Sportchef des SV Werder Bremen noch nicht vom baldigen Wiederaufstieg sprechen. „Ich bin davon überzeugt, dass man nicht gut beraten ist, wenn man sich zu früh zurücklehnt und glaubt, dass man schon etwas geschafft hat“, betonte er am Montagabend im „Maschinensucher Doppelpass 2. Bundesliga“ auf Sport1. „Wir haben so viel Arbeit in diese Saison investiert, deswegen müssen wir genauso wie bisher an die nächsten Aufgaben herangehen.“

Die Ausgangslage erscheint dafür mehr als Ideal. Während sich direkte Konkurrenten noch untereinander die Punkte wegnehmen, trifft Werder Bremen auf drei Mannschaften, für die es größtenteils in dieser Saison nicht mehr um allzu viel geht. Frank Baumann warnt jedoch davor, die Partien gegen Holstein Kiel (Freitag, 18.30 Uhr), Erzgebirge Aue und Jahn Regensburg als Selbstläufer zu bezeichne. „Wir haben jetzt erstmal wieder die Tabellenspitze übernommen, aber man sieht, wie eng alles beieinander ist. Ich würde unser Restprogramm jedenfalls nicht als das leichteste bezeichnen, denn in der 2. Liga gibt es keine leichten Spiele“, betonte der 46-Jährige. Dementsprechend müssen wir auch dort mit der gleichen Leidenschaft und Konsequenz zu Werke gehen, wie wir es auf Schalke getan haben.“

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Werder Bremen-Sportchef Frank Baumann über das Thema Aufstieg: „Wir sind da ganz entspannt“

Dennoch ist die Euphorie schon jetzt groß. Eine ganze Stadt glaubt jetzt wieder fest an den Aufstieg, Bürgermeister Bovenschulte stellt eine riesige Feier auf dem Rathausbalkon in Aussicht. Nur bei Werder Bremen, da gibt man sich betont gelassen. „Wir sind da ganz entspannt, drehen in Bremen auch bei Misserfolg nicht durch. Und wenn es jetzt gut läuft, verlieren wir auch nicht die Nerven“, erklärte Baumann. „Wir gehen das Aufgabe für Aufgabe an und wenn am Ende etwas Schönes dabei herauskommt, dann kennt man die Bremer auch, dass sie der Sache den richtigen Rahmen geben und feiern können.“

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Und dann fiel es plötzlich doch noch, das Wörtchen „Aufstieg“. Bislang war es allenfalls von den Werder-Profis in den Mund genommen worden, die Verantwortlichen hatten in der Regel einen großen Bogen darum gemacht. Doch nun zog Frank Baumann nach – zumindest halbwegs: „Wir wollen jetzt nicht irgendwelche Szenarien durchspielen, was am Ende der Saison herauskommen wird. Wir sind aber natürlich sehr ehrgeizig und würden uns definitiv nicht gegen den Aufstieg wehren.“ (mbü) Schon gelesen? Jiri Pavlenka stellt im Aufstiegsfall Vertragsverlängerung bei Werder Bremen in Aussicht!

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