Gibt es, wie hier im Double-Jahr 2004, bald wieder eine große Party des SV Werder Bremen auf dem Rathausbalkon?
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Gibt es, wie hier im Double-Jahr 2004, bald wieder eine große Party des SV Werder Bremen auf dem Rathausbalkon?

Aufstiegsfeier auf Bremer Rathausbalkon?

Wegen Sicherheit: Rückkehr des SV Werder Bremen auf den Rathausbalkon nur mit Türsteher

Bremen – Noch ist alles ganz ruhig. Bremerinnen und Bremer schlendern ebenso gemächlich wie einige Touristen am Rathaus vorbei, knipsen ein paar Bilder und genießen den Anblick des historisch bedeutenden Gebäudes. Seit 1917 steht der Prachtbau unter Denkmalschutz, 2004 wurde er von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Es war das Jahr, in dem auch der SV Werder Bremen im Sitz des Bürgermeisters zu Gast war: Auf dem Balkon wurde vor tausenden von Fans das Double gefeiert.

Und seitdem der aktuelle Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) jüngst eine erneute Party des SV Werder Bremen an prominenter Stelle in Aussicht gestellt hat, ist die Aufregung groß. Doch was ist mit der Sicherheit, verträgt der altehrwürdige Rathausbalkon überhaupt noch einen Auftritt dieser Größenordnung?

Die gute Nachricht: Ja, das tut er. Das teilte die Senatskanzlei auf Anfrage der DeichStube mit und verweist auf eine Bestimmung aus der Vergangenheit. Ein Aber gibt es trotzdem. „Die Höchstgrenze der Personen, die gleichzeitig auf den Balkon dürfen, liegt bei 30“, erklärte ein Sprecher. Das wiederum könnte zu einer kuriosen Situation führen. So gehören zu einer Mannschaft schließlich nicht nur die Spieler, sondern auch das Trainerteam, Betreuer und alle weiteren Verantwortlichen. Da kann die 30-Personen-Marke schnell geknackt werden.

Werder Bremen: Aufstiegsfeier auf dem Rathausbalkon? Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte ist nicht abgeneigt

Da es aber keine Ausnahmen gibt und die Denkmalschutzbehörde sonst ihr Veto einlegen würde, könnte nach Senatsangaben eine Art Türsteher zum Einsatz kommen. Dieser würde genauestens kontrollieren und abzählen, wie groß die Gruppe der Feiernden auf der Empore wäre. Ein Modell, das übrigens schon beim bis dato letzten Auftritt des SV Werder Bremen auf dem Rathausbalkon nach dem Pokalsieg 2009 zum Einsatz kam.

Dass ein derartiges Großereignis überhaupt wieder in aller Munde ist, liegt nicht nur am begeisternden Bremer Sieg gegen Schalke 04 (4:1), sondern insbesondere an Andreas Bovenschulte. Dieser hatte nach der möglicherweise richtungsweisenden Partie im Aufstiegsrennen getwittert: „Bisher hatte ich mir jeden Gedanken daran verkniffen, dass der Rathausbalkon unter Umständen mal wieder zum Einsatz kommen könnte. Das hat sich seit heute ein bisschen geändert.“ Werder Bremens Coach Ole Werner reagierte indes schmunzelnd, aber völlig gelassen auf die neue Aufregung in der Hansestadt. „Beim Bürgermeister ist es mir egal, ob ich da auf eine Bremse treten muss oder aufs Gaspedal“, wird er von Radio Bremen zitiert. Und bezüglich einer möglichen Einladung: „Wenn wir uns die Dinge verdienen, sie uns erarbeiten, dann schlage ich gar nichts aus.“ (mbü)

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