Werder Bremen hat weiterhin eine gute Ausgangslage beim Kampf um den Aufstieg - doch das Siegen fällt schwerer. Beginnt jetzt das große Zittern?
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Werder Bremen hat weiterhin eine gute Ausgangslage beim Kampf um den Aufstieg - doch das Siegen fällt schwerer. Beginnt jetzt das große Zittern?

Kampf um Bundesliga-Aufstieg

Clemens Fritz fordert bei Werder Bremen: Nicht zaudern, sondern freuen!

Bremen – Nur ein Sieg aus fünf Spielen, zuletzt drei Unentschieden in Folge – beginnt jetzt im Aufstiegsrennen das große Zittern beim SV Werder Bremen? Clemens Fritz sieht dafür keinen Grund, doch der Leiter Profifußball spricht auch deutlich an, was ihm am Ostersonntag im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg nicht gefallen hat und berichtet, wie Trainer Ole Werner auf den kleinen Rückschlag reagiert hat.

„Ole hat am Ostermontag wie immer eine klare Analyse des Spiels mit den Jungs gemacht“, berichtet Fritz im Gespräch mit der DeichStube: „In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut, die haben wir hergeschenkt. Da hat uns die Intensität gefehlt – gerade auch in den Zweikämpfen.“ Aber wie kann das bei Werder Bremen in einem so wichtigen Spiel sein – und dann auch noch vor ausverkauftem Haus? Die eine klare Antwort darauf würde es nicht geben, meint Fritz.

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Da kämen viele Faktoren zusammen – sicherlich auch der Gegner, der seine Sache gut gemacht habe. Manchmal verlasse sich der eine Spieler auch zu sehr auf den anderen. Möglicherweise habe auch der erneute Ausfall von Werder Bremens Kapitän Ömer Toprak eine Rolle gespielt. „Die Jungs sind selbst unzufrieden und beschäftigen sich damit, wie es in der ersten Halbzeit gelaufen ist“, sagt Fritz und wird dann ziemlich deutlich: „Wenn du Ziele hast, dann reicht es nicht, nur eine Halbzeit gut zu sein. Du darfst auch nicht immer in Rückstand geraten, auch wenn wir es danach immer gut gemacht und noch gepunktet haben. Die Unentschieden gegen diese Gegner sind auch nicht so schlecht. Aber natürlich brauchst du auch wieder Siege.“

Das Wort Aufstieg nimmt Fritz zwar nicht in den Mund, aber natürlich will Werder Bremen nun auch unbedingt in die 1. Liga zurückkehren. Da steigt natürlich der Druck. Nach Wochen, in denen die Bremer bei ihrer Aufholjagd in der Tabelle immer Boden gutmachen konnten, droht nun der Sturz aus den Aufstiegsrängen. Allerdings noch nicht am kommenden Wochenende. Selbst bei einer Niederlage auf Schalke würde Werder nur auf Rang drei abrutschen, weil der FC St. Pauli und Darmstadt 98 auf den Plätzen hinter den Grün-Weißen aufeinandertreffen und sich die Punkte quasi gegenseitig wegnehmen. Fritz weiß das natürlich, aber er weist lieber auf etwas anderes hin: „Man darf eines nicht vergessen: Wir haben uns diese Situation hart erarbeitet und sind immer noch Zweiter. Das hätten wir vor einigen Wochen doch sofort unterschrieben. Wir hatten schwierige Zeiten hier. Es gibt jetzt keinen Grund zu zweifeln oder zu zaudern, das hemmt nur.“

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Deswegen bleibt Trainer Werner auch seiner Linie treu. Nach der Analyse ging er mit den Reservisten zum Spielersatztraining, während sich die anderen Profis des SV Werder Bremen in den Katakomben des Weserstadions pflegen lassen durften. Der zweite Tag nach einem Spiel ist wie immer trainingsfrei, am Mittwoch startet dann die Vorbereitung auf das Spitzenspiel am Samstag gegen Schalke 04. Eine Partie, die nicht nur die grün-weiße Welt elektrisiert. Die Ultras haben den Profis nach dem 1:1 gegen Nürnberg schon ihre größtmögliche Unterstützung in der Arena versprochen.

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„Man spürt doch, dass ganz Bremen hinter Werder steht. Unsere Fans, unsere Ultras sind absolut fantastisch. Deswegen sollten wir nicht überlegen, was wäre wenn, sondern uns einfach auf das nächste Spiel konzentrieren – und zwar mit positiver Energie“, sagt Fritz – und der Ex-Profi des SV Werder Bremen klingt dabei, als würde er am liebsten selbst dort auflaufen: „Es ist doch super, am Samstag vor ausverkauftem Haus auf Schalke zu spielen. Darauf müssen wir uns freuen. Das ist eine schwierige Aufgabe, aber wir müssen uns vor niemandem verstecken. Auch in der Fremde haben wir das schon oft bewiesen.“ (kni)

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