+
Werder-Sportchef Frank Baumann (re.) und Coach Florian Kohfeldt.

Werders letzte Baustelle kann warten

Baumann: „Es ist noch Geld da für einen Sechser“

Bremen - Drei Positionen waren beim SV Werder noch vakant: Achter, Sechser, zweiter Torwart.

Zwei Baustellen hat Sportchef Frank Baumann nun mit Davy Klaassen und Stefanos Kapino geschlossen.

Wann also kommt der Sechser? „Zeitnah wird da nichts passieren“, sagt Baumann und fügt etwas überraschend an: „Vielleicht machen wir auch nichts mehr.“ Wirklich? Hat Werder etwa kein Geld mehr für weitere Neuzugänge? Doch da gibt Baumann sofort Entwarnung.

„Es ist durchaus noch Geld da für einen Sechser“, betont der Sportchef: „Aber es wird, wenn überhaupt, kein Riesentransfer werden.“ Dafür habe Klaassen zu viel Ablöse gekostet. Dem Vernehmen nach überweist Werder 13,5 Millionen Euro an den FC Everton. Für einen weiteren Mittelfeldspieler sei daher nur noch eine kleine Ablöse möglich, denkbar sei deshalb auch eine Ausleihe, so Baumann.

Baumann verweist auf eigenen Nachwuchs

Der 42-Jährige geht das Thema öffentlich sehr entspannt an. Damit will er wohl auch die Erwartungshaltung dämpfen. Die ist gerade nach dem Klaassen-Transfer ziemlich groß geworden. Also verweist Baumann auf den eigenen Nachwuchs: Ole Käuper und Jean-Manuel Mbom. „Sie sind Optionen“, sagt der Sportchef. Doch könnten sie einen Philipp Bargfrede wirklich ersetzen? Nein! Und bei Bargfrede ist natürlich immer auch ein bisschen Vorsicht geboten. Zwar hat der 29-Jährige eine praktisch verletzungsfreie Saison hinter sich, aber seine schwierigen Zeiten sind dadurch nicht vergessen. Es wäre schon fahrlässig, sich gerade auf dieser Position nicht breiter aufzustellen. Natürlich könnte auch Maximilian Eggestein auf der Sechs aushelfen, vielleicht auch Kevin Möhwald – aber beide sind doch eher Achter und bei Weitem nicht so robust wie Bargfrede. Der Dauerbrenner ist nach dem Weggang von Thomas Delaney zu Borussia Dortmund der einzige echte Abräumer vor der Abwehr im Kader.

Philipp Bargfrede im Spiel gegen den VVV Venlo.

So durchgeplant, wie diese Transferperiode bei Werder war, ist es kaum zu glauben, dass kein neuer Mittelfeldmann mehr kommen wird. Und Baumann gesteht auch: „Wir sondieren den Markt. Und wenn wir von einem Spieler überzeugt sind, dann werden wir das auch machen.“ Aber der Druck sei nicht so groß wie bei der Personalie Klaassen. Den Achter wollte Trainer Florian Kohfeldt unbedingt schon jetzt im Team haben. Die Niederländer nimmt schließlich eine tragende Rolle ein, soll den Takt auf dem Feld vorgeben, da ist jede Trainingseinheit mit den Kollegen wichtig.

Davy Klaassen ist der Rekord-Transfer von Werder Bremen.

So lange Bargfrede gesund bleibt, kann Baumann ganz entspannt nach einem Backup suchen – und dabei auf eine günstige Gelegenheit warten. Bis Ende des Monats ist das Transferfenster noch geöffnet, da kann ganz viel passieren.

Schon gesehen?

Keeper Kapino trainiert erstmals in Bremen

Schon gelesen?

Diagne vor Wechsel in die Türkei - Baumann: „Vollzug vielleicht schon Donnerstag“

Werder bestätigt: Keeper Kapino verpflichtet

Europa und dann Schluss

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare