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Geisterspiel im Weserstadion: Die Bundesliga-Partie Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen findet ohne Zuschauer statt.

Wegen Coronavirus

Bestätigt: Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen wird ein Geisterspiel

Bremen – Nun hat das Coronavirus auch erste ernsthafte Auswirkungen auf den SV Werder Bremen: Der Fußball-Bundesligist muss sein nächstes Heimspiel am Montag gegen Bayer Leverkusen (20.30 Uhr) ohne Zuschauer – also als Geisterspiel – austragen.

Der Bremer Senat hat empfohlen, dass in Bremen vom 12. bis mindestens zum 26. März keine Veranstaltungen mehr mit über 1000 Besuchern stattfinden sollen und abgesagt werden müssen. So, wie es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gefordert hatte. Die Bremer Gesundheitsbehörde und das Innenressort haben nun entschieden, diese Empfehlung in der Hansestadt auch umgehend umzusetzen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. 

Dabei wies Innensenator Ulrich Mäurer in einer Pressekonferenz ausdrücklich daraufhin, dass Werder Bremens Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen ohne Zuschauer stattfinden darf, allerdings empfahl er der Deutschen Fußball-Liga (DFL), die nächsten Spieltage lieber komplett abzusagen: „Geisterspiele sind keine wirkliche Alternative." Die DFL hatte aber zuletzt erklärt, den kommenden Spieltag unbedingt durchziehen zu wollen - notfalls auch mit Geisterspielen.

Werder Bremen: Fans haben Anspruch auf Rückerstattung von Tagestickets

Ganz verzichten müssen die Fans des SV Werder Bremen trotz Geisterspiel auf ihren Club allerdings nicht, die Partie wird vom kostenpflichtigen Internet-Sender DAZN live übertragen.

Besitzer von Tagestickets für die Partie gegen Leverkusen und Dauerkarteninhaber haben einen Anspruch auf eine Rückerstattung (s. unten).

Wegen Coronavirus: Gladbach gegen Köln erstes Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte

Als erstes Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte wird übrigens die Partie Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln eingehen. Wie die Stadt Mönchengladbach am Dienstag bekannt gab, wird die Nachholpartie im Borussia-Park am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) ohne Zuschauer ausgetragen. Man setze damit einen für Dienstag vom Land Nordrhein-Westfalen (NRW) angekündigten Erlass des Landesgesundheitsministeriums um, teilte die Stadt mit. 

Damit ist klar, dass auch das Revierderby am Samstag zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 ohne Zuschauer stattfinden muss. Gleiches gilt für zwei weitere Bundesliga-Partien am Wochenende in NRW: Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn und 1. FC Köln - Mainz 05. (kni)

Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen: Ticket-Informationen zum Geisterspiel 

  • Die Dauerkarten können binnen 10 Tagen auf Wunsch in die Ticketbörse auf werder.de eingestellt werden. Der Betrag für das Leverkusen-Spiel wird anteilig (1/17) zurückerstattet.
  • Für Tageskarten könnt Ihr Euren Stornierungswunsch binnen 10 Tagen per Mail an tickets@werder.de richten. Eine Rücksendung der Tickets ist nicht nötig.
  • Bitte beachtet, dass eine Erstattung nur an den ursprünglichen Käufer auf dem ursprünglichen Zahlweg möglich ist. Fans, die die Karten vor Ort gekauft haben, sollen ihre Bankverbindung in der Mail angeben.
  • Reise- und Übernachtungskosten werden nicht erstattet.

Zur letzten Meldung vom 9. März 2020:

Hallo, Chaos! Fußball-Bundesliga bereitet sich auf Geisterspiele und Spieltagsabsagen vor

Bremen/Frankfurt – Das Corona-Virus wirbelt die Bundesliga - und damit auch den SV Werder Bremen - durcheinander! Zwar ist bislang noch nichts passiert, aber die Ereignisse deuten sich mehr als nur an.

Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga, schloss eine Absage des kommenden Spieltags nicht aus, selbst eine Aussetzung der Meisterschaft auf unbestimmte Zeit ist offenbar möglich. Hallo, Chaos!

Der kommende, 26. Spieltag soll nach jetzigem Stand aber wie geplant ausgetragen werden – heißt: Werder Bremen wird am Montag im Weserstadion Bayer Leverkusen empfangen. Ob mit oder ohne Zuschauer auf den Rängen ist derzeit jedoch noch eine offene Frage. Mittlerweile scheint es unausweichlich, dass in einem ersten Schritt Geisterspiele in den Bundesligen stattfinden werden. In einem zweiten Schritt könnten dann Verlegungen ganzer Spieltage für ein Tohuwabohu im Terminplan sorgen.

Das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hat sich gestern in einer Präsidiumssitzung mit den möglichen Auswirkungen des Corona-Virus auf den Spielbetrieb in der ersten und zweiten Bundesliga beschäftigt und eine Verlängerung der Saison bis Ende Mai oder sogar darüber hinaus nicht mehr ausgeschlossen.

Werder Bremen: DFL wird nicht mit Spielabsagen oder der Spieltagsverlegungen reagieren

Um alle Szenarien durchzuspielen, hat das DFL-Präsidium beschlossen, Anfang der kommenden Woche im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit allen 36 Clubs das weitere Vorgehen zu besprechen. Zudem fasst die DFL ins Auge, auf Einnahmeverluste der Vereine wegen etwaiger Geisterspiele mit Anpassungen in den Lizenzierungsauflaugen zu reagieren.

Das Wichtigste aber: Die DFL wird ihrerseits auf die fortschreitende Ausbreitung des Corona-Virus nicht mit Spielabsagen oder der Spieltagsverlegungen reagieren, sondern überlässt diese Entscheidungen einzig und allein den zuständigen Behörden. Sollten von dieser Seite für den kommenden 26. Spieltag Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit angeordnet werden, dürfen und müssen die Begegnungen ohne Zuschauer stattfinden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wiederholte am Montag seine Aufforderung, auf die Durchführung von Großveranstaltungen mit Publikum zu verzichten. „Ich ermuntere die Verantwortlichen ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf weiteres abzusagen“, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Spahn relativierte seinen „sehr ernst“ gemeinten Hinweis mit den Worten: „Das heißt nicht, dass der Sport nicht stattfindet, sondern die Frage ist, unter wie vielen Beteiligten.“ Geisterspiele werden also kommen, alles andere sei „nicht realistisch“, sagte auch DFL-Geschäftsführer Seifert.

Werder Bremen: Nach Frankfurt-Absage jetzt weitere Probleme

Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, geht sogar noch weiter. „Das ist jetzt der Zeitpunkt, Großveranstaltungen abzusagen“, betonte er am Montag. Spielabsagen und Verschiebungen können nach Ansicht des DFL-Präsidiums in den Bundesligen jedoch nur en bloc erfolgen – das heißt: der ganze Spieltag wird verlegt, aber keine einzelnen Spiele. Damit soll verhindert werden, dass Terminplan und Tabelle in wenigen Wochen Flickenteppichen gleichen.

Weil die Saison in ihren bisherigen Grenzen aber kaum noch Ausweichtermine für alle 18 Bundesligisten bereithält – ein Problem, das Werder Bremen seit der Absage des Heimspiels gegen Eintracht Frankfurt bestens kennt, wird auch an eine Verlängerung der Spielzeit gedacht. Seifert hatte zuletzt noch propagiert, am Saisonschluss 16./17. Mai in den Bundesligen festzuhalten, doch das Präsidium denkt anders. Im Info-Schreiben über die Sitzung am Montag heißt es, dass die laufende Saison „wie vorgesehen bis zum Sommer 2020 zu Ende gespielt werden“ muss. Das lässt Spielraum bis zum 30. Juni, dann endet offiziell die Saison, dann laufen auch Spielerverträge aus. Konkret heißt es aber: „Die DFL wird sich mit dem DFB und der UEFA hinsichtlich möglicher Terminflexibilität dahingehend austauschen, ob eine Verlagerung von Liga-Spieltagen bis Ende Mai theoretisch möglich sein könnte.“

Corona-Virus: CL-Spiel zwischen Paris SG gegen Borussia Dortmund ohne Stadionpublikum

International wird mit dem Thema Corona-Virus schon anders umgegangen. Das Champions-League-Spiel Paris SG gegen Borussia Dortmund findet am Mittwoch ohne Stadionpublikum statt. In der Schweiz untersagten unterdessen die Behörden die Austragung des Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League zwischen dem FC Basel und Eintracht Frankfurt am 19. März. In Basel kann folglich nicht gespielt werden. (csa/sid/dpa)

Zur letzten Meldung um 13.50 Uhr

Coronavirus: Was Werder und den Fans jetzt droht

Bremen – Muss der SV Werder Bremen das Abstiegsgespenst ausgerechnet in einem Geisterspiel vertreiben oder sich in Geduld üben? In Bremen wird gerade intensiv diskutiert, ob im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus das nächste Heimspiel des Bundesligisten am Montag gegen Bayer Leverkusen vor leeren Rängen ausgetragen oder sogar ganz abgesagt wird.

Eine Entscheidung soll wohl frühestens am Mittwoch fallen. Denn Bremens Innensenator Ulrich Mäurer drängt auf eine bundesweite Lösung mit den Innenministerkollegen der Länder: „Es ist doch Irrsinn, wenn der eine spielt und der andere nicht.“

Welche Lösung auch gefunden wird, die finanziellen Auswirkungen dürften immens sein – für die Clubs, aber auch für die Fans, dabei vor allem für die treuen. Denn beim SV Werder Bremen haben die Dauerkartenbesitzer kein Rückerstattungsrecht, sollten Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Wer eine Tageskarte erworben hat, bekäme sein Geld dagegen zurück. Für Werder würden das übrigens Mindereinnahmen pro Partie von über einer halben Million Euro bedeuten, dazu kommt noch ein sechsstelliger Betrag im Bereich Catering.

Werder Bremen: Kein Rückerstattungsrecht für Dauerkarteninhaber

Versicherungen greifen in diesen Fällen übrigens nicht. Auch Werbepartner, deren Banden bei den Fernseh-Übertragungen nicht von den TV-Kameras erfasst werden, wären gekniffen, sie würden für ihre bereits erbrachten finanziellen Leistungen keinen Gegenwert bekommen. Werder ist bereits auf der Suche nach möglichen Lösungen, um den Frust bei Fans und Partnern möglichst gering zu halten. 

Doch viel lieber wäre den Verantwortlichen ein anderes Vorgehen: die Absage von kompletten Spieltagen und die Verlängerung der Saison um zwei Wochen bis Ende Mai. So eine Ausweitung hatte DFL-Boss Christian Seifert in einem am Sonntag verbreiteten Statement allerdings kategorisch ausgeschlossen – und damit durchaus für Verwunderung in der Liga gesorgt.

Werder Bremen: Geisterspiel oder Absage gegen Bayer Leverkusen? Entscheidung binnen zwei Tagen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn war am Sonntagabend in die Offensive gegangen und hatte ausdrücklich dazu ermuntert, alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen. Entscheiden kann er das nicht, das geschieht vor Ort. „Das Ordnungsamt ist die zentrale Verbotsbehörde“, klärte Mäurer am Montag für Bremen auf. Ob das Werder-Spiel gegen Leverkusen stattfinden werde, müsse in den nächsten zwei Tage geklärt werden, so Mäurer weiter. Dabei wird ressortübergreifend diskutiert und im Fall von Geisterspielen auch ressortübergreifend entschieden, wie Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts, der DeichStube auf Nachfrage erklärte.

Werder steht in ständigem Kontakt mit den Entscheidungsträgern in Bremen und verfolgt natürlich auch das Geschehen an anderen Bundesliga-Standorten. Das Nachholspiel am Mittwoch zwischen Mönchengladbach und Köln steht auf der Kippe. Das Champions-League-Spiel am Mittwochabend zwischen Paris St. Germain und Borussia Dortmund wird übrigens ohne Zuschauer ausgetragen. In der Serie A in Italien ist das schon fast der Normalfall, dort wird längst über eine komplette Aussetzung des Ligabetriebs diskutiert. (kni/je)

Zur letzten Meldung vom 8. März 2020:

Wegen des Coronavirus: Droht Werder Bremen ein Geisterspiel gegen Leverkusen?

Wenn die aktuelle Saison Werder Bremen eines gelehrt hat, dann dieses: Es kann immer noch schlimmer kommen. Zum Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am kommenden Montag droht nun wegen des Coronavirus ein Geisterspiel. Der Abstiegskandidat wäre damit eines großen Trumpfs beraubt: seiner Fans.

Werder Bremen ist in der laufenden Saison zwar eine der schwächsten Heimmannschaften in der Bundesliga. Mit der Kombination Fans und Flutlicht wollen die Grün-Weißen am kommenden Montagabend aber wie schon oft in der Vergangenheit das Weserstadion zur Festung machen. Doch gegen Bayer Leverkusen (16. März, 20.30 Uhr) muss Werder womöglich auf seine Anhänger verzichten.

Wegen des Coronavirus befürwortet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern absagen zu lassen. Auch die Bundesliga soll betroffen sein, berichtet die „Bild“. Dass der gesamte Spieltag abgesagt wird, darf aktuell bezweifelt werden. Wahrscheinlicher ist, dass unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt wird.

Werder Bremen: Droht wegen Coronavirus ein Geisterspiel gegen Bayer 04 Leverkusen?

Eine Entscheidung, wie es in der Bundesliga weitergeht, hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) noch nicht getroffen. „Selbstverständlich werden sich die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga mit den zuständigen Behörden an den jeweiligen Standorten wie bisher eng hinsichtlich des Ablaufs weiterer Spieltage abstimmen“, teilt DFL-Geschäftsführer Christian Seifert mit.

Gleichzeitig stehe es „außer Frage, dass die Saison wie vorgesehen bis Mitte Mai zu Ende gespielt werden muss, um Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe zu ermitteln“. Denn Clubs und Liga bräuchten Planungssicherheit. „Das DFL-Präsidium wird sich hierzu kurzfristig erneut austauschen und zeitnah ein Treffen der Clubs ansetzen.“

Werder Bremen vor Geisterspiel? - 847 bestätigte Coronavirus-Fälle in Deutschland

Auch Frank Baumann verfolgt die Situation genau. „Wenn in Deutschland ähnliche Fälle auftreten wie in Italien, dann glaube ich, kommen wir irgendwann auch nicht drumherum, dass wir leider auch Spiele ohne Zuschauer haben werden“, hatte der Sportchef des SV Werder Bremen bereits am Samstagabend im „Aktuellen Sportstudio“ zum Thema Corona gesagt.

In Italien grassiert das Coronavirus, rund 5900 Menschen sind infiziert, mehr als 230 gestorben, die Spiele der Serie A finden bis Anfang April unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. In Deutschland ist die Not bisher nicht so groß. Hierzulande beträgt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle 847. Der kommende Spieltag könnte also wie gewohnt stattfinden. Mit Pech aber droht das so wichtige Montagabendspiel gegen Bayer Leverkusen für Werder Bremen zum Geisterspiel zu werden. (han)

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