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Wegen einer blutigen Nase musste Innenverteidiger Ömer Toprak im Spiel des SV Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen das Trikot wechseln. Dabei entstand Zoff mit der Bank der „Werkself“.

Werder-Verteidiger hat Zoff mit Bayer 04

Ömer Toprak im Streit mit der Leverkusen-Bank: Ärger mit den Ex-Kollegen um Simon Rolfes

Leverkusen - Im Grunde war das Drehbuch perfekt. Als doppelter Rückkehrer stand Ömer Toprak, der Abwehrspieler von Werder Bremen, schließlich schon vor dem Anstoß im Fokus, und oftmals verhält es sich im Fußball eben so, dass gerade so ein Spieler dann die besonderen Geschichten schreibt. Das tat Toprak auch.

Allerdings ganz und gar nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Am Ende wurde es für den Innenverteidiger des SV  Werder Bremen ein verkorkster Abend, der mit einem Eigentor begann und mit einem Streit mit den alten Kollegen bei Bayer Leverkusen endete.

Zwei Monate hatte Ömer Toprak mit Wadenproblemen gefehlt, seine Rückkehr in Werders Startelf feierte er dann ausgerechnet an alter Wirkungsstätte. Von 2011 bis 2017 hatte der ehemalige türkische Nationalspieler für Leverkusen verteidigt. Dann lief die vierte Minute, dann traf Toprak - ins eigene Tor.

Werder Bremen: Ömer Toprak erst mit Eigentor, dann mit Stress gegen Bayer Leverkusen

„Der Ball wird verlängert, und dann geht's schnell. Da kann ich nicht mehr viel machen. Er knallt an mein Schienbein und geht rein“, schilderte der 30-Jährige die Szene - und hielt fest: „Das ist natürlich bitter, ich hatte mir das auch anders vorgestellt.“

Bitter. Dieses Wort passte später noch einmal ziemlich gut auf eine Szene, die Ömer Toprak in der BayArena erlebte. In der 87. Minute hatte Lucas Alario den Bremer mit dem Fuß am Kopf getroffen, wodurch sich Toprak an der Nase verletzte, blutete. Die Blessur war für den Abwehrspieler aber gar nicht das Problem, sondern die Kommentare von der Leverkusener Bank.

Werder Bremen: Ömer Toprak sauer über „nicht gerade schöne Worte“ von Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes

„Ich möchte Leverkusens Trainerteam und die medizinische Abteilung da rausnehmen, aber es fielen nicht gerade schöne Worte“, berichtete Ömer Toprak. Und weiter: „Es war zu sehen, dass ich blute und wirklich etwas habe. Die Leute kennen mich eigentlich und wissen, dass ich kein Schauspieler bin.“ Was genau sich Toprak hatte anhören müssen, ist nicht überliefert. Es dürfte aber unter anderem der Vorwurf des Zeitspiels gewesen sein - insbesondere der Tonfall von Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes hatte Toprak wohl nicht gefallen. Den Abwerhspieler von Werder Bremen ärgerte das, auch lange nach dem Schlusspfiff noch. Vielleicht auch, weil er und Rolfes zwischen 2011 bis 2015 Mannschaftskollegen bei Bayer 04 waren. 

Und so kam es, dass der Profi von Werder Bremen in den Katakomben mit den Leverkusener Offiziellen Peter Bosz (Trainer), Simon Rolfes und Rudi Völler (Geschäftsführer Sport) zusammenstand, die Szene nochmal durchging. „Jetzt reg' dich doch nicht so auf“, sagte Völler freundschaftlich zu seinem Ex-Spieler, „so sehr hast du dich bei uns doch auf nie aufgeregt.“ Dann nahm der 59-Jährige Toprak kurz in den Arm, sodass dieser Abend von Leverkusen für den Profi zumindest ein halbwegs versöhnliches Ende fand. (dco/kni)

Fotostrecke: Werders irrer Fight in Leverkusen

Die Bilder zur Partie von Werder Bremen bei Bayer Leverkusen. 
Die Bilder zur Partie von Werder Bremen bei Bayer Leverkusen.  © gumzmedia
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Die Bilder zur Partie von Werder Bremen bei Bayer Leverkusen. 
Die Bilder zur Partie von Werder Bremen bei Bayer Leverkusen.  © dpa
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Die Bilder zur Partie von Werder Bremen bei Bayer Leverkusen.  © dpa
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Die Bilder zur Partie von Werder Bremen bei Bayer Leverkusen.  © gumzmedia
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Die Bilder zur Partie von Werder Bremen bei Bayer Leverkusen. 
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Die Bilder zur Partie von Werder Bremen bei Bayer Leverkusen. 
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