Marco Bode wird nicht für eine weitere Periode als Aufsichtsratsvorsitzender des SV Werder Bremen kandidieren.
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Marco Bode wird nicht für eine weitere Periode als Aufsichtsratsvorsitzender des SV Werder Bremen kandidieren.

Rücktritts-Ankündigung von Marco Bode & Co.

Kommentar zum Beben beim SV Werder Bremen: Auf die Nachfolger kommt es an

Was für ein Werder-Tag! Erst kündigt der Aufsichtsrat sein Ende an – und dann kommt der Anfang. Okay, versprochen, das war das letzte Wortspiel mit dem – die Freigabe von Darmstadt 98 vorausgesetzt – künftigen Werder-Trainer Markus Anfang. Eine nachvollziehbare, eine gute Wahl. Anfang kennt sich in der Zweiten Liga aus, hat es mit Kiel und Köln fast nach oben geschafft – und nun auch bei Darmstadt mit der besten Rückrunde der Vereinsgeschichte sehr ordentlich abgeliefert. Wem der Name zu klein ist, dem sei kurz wieder in Erinnerung gerufen: Werder Bremen ist jetzt Zweitligist!

Für den Abstieg übernimmt der Aufsichtsrat des SV Werder Bremen nun die volle Verantwortung. Vier von sechs Mitgliedern haben ihre Konsequenzen gezogen, werden dem Gremium bald nicht mehr angehören. Das ist ehrenwert, aber auch ungewöhnlich. Die Kontrolleure gehen, aber nicht die handelnden Personen. Das Thema Sportchef wurde vertagt, ein vom Abstieg öffentlich angeschlagener Frank Baumann darf bleiben. Darum soll sich ab Herbst der neue Aufsichtsrat kümmern.

Anders geht es jetzt aber auch nicht mehr, weil Marco Bode und Co. eine Trennung von Baumann nicht vorbereitet, einfach keine Alternativen parat hatten. Ein schlimmes Versäumnis, vielleicht auch als Folge zu enger Verbundenheit. Und trotzdem: Das Bode-Aus ist wahrlich kein schöner grün-weißer Moment. Ob als Spieler oder als Aufsichtsrat – Marco Bode war eine absolute Bereicherung für diesen Club, hat dessen Werte stets mit großer Besonnenheit eindrucksvoll vertreten. Er wird fehlen.

Aufsichtsrat: Werder Bremen braucht sehr gute Nachfolger von Marco Bode und Co.

Nun ist der Wahlausschuss gefordert. Es braucht sehr gute Nachfolger von Bode und Co., die ihrer dann großen Verantwortung für das Vereinsunternehmen Werder Bremen gerecht werden. Keine Dampfplauderer, sondern Experten aus verschiedenen Bereichen. Der Wahlausschuss sollte sich ein Beispiel an – ja wirklich – Frank Baumann nehmen. Der hat sich bei seiner akribischen Trainersuche unter anderem von einem Sportpsychologen und einem Kommunikationsexperten beraten lassen.

Das ist eine große Stärke von Baumann, möglicherweise rettet ihm das doch noch länger den Job. Zurück zum Aufsichtsrat: Es darf jetzt nicht nur auf Kandidaten gewartet, es muss aktiv nach ihnen gesucht werden – und das gerne von echten Personalprofis. Denn es geht um die Zukunft von Werder!
 

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