Zuschauer im Sitzplatzbereich der unteren Südtribüne im Weserstadion bewarfen die Gästebank von Hertha BSC mit Bierbechern - jetzt droht ihnen vonseiten des SV Werder Bremen eine empfindliche Strafe.
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Zuschauer im Sitzplatzbereich der unteren Südtribüne im Weserstadion bewarfen die Gästebank von Hertha BSC mit Bierbechern - jetzt droht ihnen vonseiten des SV Werder Bremen eine empfindliche Strafe.

Becherwurf-Skandal gegen Hertha BSC

Der SV Werder Bremen droht den Becherwerfern mit Stadionverbot

Bremen – Auch zwei Tage danach ist Clemens Fritz noch richtig sauer. „Das geht gar nicht, dafür habe ich nullkommanull Verständnis. Bei allen Emotionen darf einem das nicht passieren“, schimpft Fritz, als er von der Deichstube auf den Becherwurf-Skandal beim Heimspiel des SV Werder-Bremen gegen Hertha BSC angesprochen wird. Zuschauer im Sitzplatzbereich der unteren Südtribüne hatten am Freitagabend die Bank der Gäste mit Bierbechern beworfen, was Hertha-Coach Sandro Schwarz erzürnte. Der 44-Jährige lieferte sich nach der Partie sogar ein Wortgefecht mit den möglichen Tätern. Denen droht nun ein Stadionverbot.

„Wir werden versuchen, – wie in ähnlichen Fällen in der Vergangenheit auch – die Täter zu ermitteln, und bei Ermittlung droht ihnen ein Stadionverbot“, berichtet Clemens Fritz. Er habe sich nach dem Spiel direkt bei den Verantwortlichen von Hertha BSC entschuldigt. Genauso, wie es auch schon Werder-Coach Ole Werner nach der Partie stellvertretend für Werder Bremen getan hatte: „Das ist ein absolutes Unding. Ich weiß nicht, wie Leute auf die Idee kommen, 50, 60 Euro für so einen Platz zu bezahlen und dann meinen zu glauben, sich so ein Recht herauszunehmen.“

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Werder Bremens Clemens Fritz über Becherwerfer gegen Hertha BSC: „Dafür habe ich nullkommanull Verständnis“

Werder wird den Vorfall in den nächsten Tagen weiter aufarbeiten – vor allem auch mit dem Sicherheitsdienst. Aber was ist mit den Sitznachbarn der Becherwerfer, könnten nicht auch die in solchen Situationen eingreifen? „Die anderen Zuschauer sehe ich da nicht in der Pflicht, es ist nicht ihre Aufgabe, andere zurechtzuweisen. Womöglich sorgt das dann für zusätzlichen Ärger auf der Tribüne – und das wollen wir auch nicht“, sagt Clemens Fritz. Der Ex-Profi des SV Werder Bremen hätte trotzdem nichts dagegen, wenn grundsätzlich über dieses Thema gesprochen und es dann keine Nachahmer mehr geben wird. Denn das Becherwerfen war nicht nur „asozial und feige“, wie Hertha-BSC-Coach Sandro Schwarz anmerkte, sondern auch gefährlich. Zum Glück wurde kein Berliner getroffen und dadurch verletzt. (kni) Schon gelesen? Fan-Attacke auf Ex-Schalker: Wie Werder Bremen jetzt Schalke 04 schützen will!

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