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Mamadou Kone, hier während des Probetrainings bei Hannover 96, wurde vom SV Werder Bremen im Geheim-Test eingesetzt - aber nicht verpflichtet.

Werder: Falsche Aufstellung an Medien weitergegeben

Geheim-Test: Warum Werder Bremen den Einsatz von Mamadou Kone verschwiegen hat

Bremen - Zuschauen durfte niemand. Weder Medien noch Fans hatten Zutritt, als der SV Werder Bremen vor drei Wochen ein Testspiel beim Zweitligisten Hannover 96 bestritt - vom Auftritt eines gewissen Mamadou Kone hat die Öffentlichkeit also nichts mitbekommen.

Wie die „Bild“-Zeitung nun berichtete, hat der SV  Werder Bremen den 22-jährigen Innenverteidiger Mamadou Kone aus Mali während des Spiels getestet, und es im Nachhinein bewusst verschwiegen. Warum, das erklärte Werder-Sportchef Frank Baumann nun während der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim BVB.

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„In den Tagen vor dem Spiel hat sich die Möglichkeit ergeben, dass wir den Spieler testen können", erklärte Baumann und fügte an: „Da wir in der Defensive ohnehin viele Ausfälle hatten, hat sich das ganz gut angeboten.“ An die „große Glocke" habe der SV Werder Bremen die Sache aber nicht hängen wollen.

Geheimer Test: SV Werder Bremen übermittelt wegen Testspieler Mamadou Kone falsche Aufstellung an Medien

Aus diesem Grund übermittelte Werder Bremen den Medien nach dem Testspiel gegen Hannover 96 sogar eine falsche Aufstellung, in der der Name „Mamadou Kone“ fehlte. Frank Baumann sagte dazu: „Grundsätzlich ist es ja so, dass mögliche Transfers oftmals unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne gehen.“ Heißt: Der SV Werder Bremen hat zumindest mit dem Gedanken gespielt, Kone unter Vertrag zu nehmen, wollte ein mögliches Geschäft nicht gefährden. Am Ende nahmen die Bremer aber Abstand von einem Transfer.

„Aktuell ist es so, dass wir uns dagegen entschieden haben, den Spieler zu verpflichten, weil es für uns gerade keinen Sinn ergibt“, erklärte Baumann und verwies darauf, dass zuletzt verletzte Spieler nun wieder zur Verfügung stehen. „Wir werden ihn aber auf alle Fälle weiter im Auge behalten", sagte Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen, über Mamadou  Kone, der momentan vereinslos ist. (dco)

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Derweil hat Coach Florian Kohfeldt über die Top-Talente von Werder Bremen gesprochen: Fünf Versprechen für die Zukunft. Rashica, Bittencourt – und wer stürmt noch in Dortmund? So sieht die voraussichtliche Aufstellung von Werder Bremen gegen den BVB aus.

Zur Erstmeldung vom 26. September 2019:

Geheim-Testspieler Mamadou Kone: Für ihn trickste Werder sogar bei der Aufstellung

Das Testspiel bei Hannover 96 vor drei Wochen wurde zur Geheimsache gemacht. Werder Bremen ließ keine Journalisten zu, Zuschauer natürlich auch nicht. Und der Grund dafür hat einen Namen: Mamadou Kone.

Der 22-Jährige Innenverteidiger Mamadou Kone aus Mali kam in dem Spiel für Werder Bremen zum Einsatz, wurde von den Grün-Weißen getestet. Das berichtet die „Bild“-Zeitung in ihrer Donnerstag-Ausgabe. Werder-Sportchef Frank Baumann bestätigt in dem Bericht: „Er war für uns im Einsatz. Es passte gut, weil wir zu dem Zeitpunkt kaum Innenverteidiger zur Verfügung hatten.“

Warum aber war Werder Bremen Geheimhaltung so unheimlich wichtig? Um den Einsatz des vereinslosen Profis (hat laut „transfermarkt.de“ noch keine Europa-Station in seiner Vita) zu tarnen, übermittelte der Club nach dem Spiel sogar eine falsche Aufstellung an die Medien. Der Name Mamadou Kone tauchte darin nicht auf.

Werder Bremen nahm Abstand von Verpflichtung von Mamadou Kone

Dabei war der Mann aus Mali offenbar nicht mal ein sonderlich heißes Eisen. Zwar hätte Werder Bremen ihn als Soforthilfe verpflichten können, nahm davon aber Abstand. Baumann erklärt in der „Bild“: „Perspektivisch ist er interessant. Wir können ihn jetzt aber nicht weiterverleihen.“ Heißt: Für die Bundesliga ist Kone noch nicht gut genug.

Nach dem Testspiel blieb der U-Nationalspieler noch in Hannover, versuchte sich im Training für einen Vertrag bei „96“ zu empfehlen. Doch auch das klappte nicht. „Ich gehe davon aus, dass er in Kürze bei einem anderen Club unterschreiben wird“, so Frank Baumann. csa

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