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Florian Bruns ist nicht mehr Co-Trainer der Profis von Werder Bremen.

Trennung bestätigt

Nouri schickt Bruns weg

Bremen - Am Sonntagvormittag hat der SV Werder das bestätigt, was die DeichStube bereits am Samstag nach dem letzten Saisonspiel in Dortmund berichtete: Florian Bruns verlässt den Trainerstab.

Grund für den Abgang ist Cheftrainer Alexander Nouri. Er wollte Bruns nicht mehr, erklärt die Trennung mit Umstrukturierungsmaßnahmen: „Wir haben die letzten Monate bilanziert und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir das Trainerteam verkleinern werden. Ich möchte noch enger an die Mannschaft rücken und werde viele Aufgaben wieder selbst übernehmen“, sagte Nouri in einer Vereinsmitteilung.

Bruns selbst hätte nach Informationen der DeichStube gerne weitergemacht. Wie beliebt er im Team war, zeigte die große Geste von Max Kruse nach dem Tor zum 3:2 bei der 3:4-Niederlage gegen Borussia Dortmund im letzten Saisonspiel: Torschütze Kruse lief schnurstracks zur Trainerbank - aber eben nicht in die Arme von Nouri, sondern von Florian Bruns.

Baumann will Bruns an Werder binden - aber was will Bruns?

Bruns will jetzt an seiner eigenen Trainerkarriere arbeiten: „Ich habe mich bei allen für diese extrem wertvolle Erfahrung bedankt und wünsche der Mannschaft, dass sie ihre sportliche Entwicklung so fortsetzen kann. Ich werde die kommenden Monate nutzen, um meine Trainerausbildung voranzutreiben und prüfe verschiedene Möglichkeiten, in welchem Rahmen das geschehen kann“, so Bruns bei „werder.de“.

Auch auf Facebook meldete sich der 37-Jährige zu Wort, bedankte sich bei „einer wunderbaren Mannschaft“ und der Vereinsführung für das Vertrauen. Trainer Nouri erwähnte er mit keinem Wort. „Für mich ist jetzt erstmal Sommerpause und dann werde ich weiter an meiner Ausbildung arbeiten“, schrieb Bruns. „Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen. Wie die aussehen, werde ich in den nächsten Wochen entscheiden.“

Sportchef Frank Baumann kündigte an, den Ex-Profi an Werder binden zu wollen. In der Sommerpause wolle er „in aller Ruhe Gespräche führen“. Baumann wörtlich: „Florian Bruns hat in den vergangenen Jahren auf und neben dem Platz bei Werder einen sehr wertvollen Beitrag geleistet. Deshalb wollen wir ihn gern weiter an Werder binden.“

Bruns, gebürtiger Oldenburger, hatte seine aktive Karriere als Spieler 2015 in Werders U23 beendet und war danach direkt in den Trainerstab gewechselt. Mit Nouri hatte er schon in der U23 zusammengearbeitet – in der gleichen Rollenverteilung wie in der jetzt abgeschlossenen Bundesliga-Spielzeit.

Florian Bruns: Seine Karriere in Bildern

Florian Bruns war bis Ende der Saison 2016/2017 Co-Trainer an der Seite von Werder-Chefcoach Alexander Nouri. Bruns&#39 fußballerische Laufbahn im Herrenbereich begann beim VfB Oldenburg – in der Heimatstadt des 37-Jährigen.
Florian Bruns war bis Ende der Saison 2016/2017 Co-Trainer an der Seite von Werder-Chefcoach Alexander Nouri. Bruns' fußballerische Laufbahn im Herrenbereich begann beim VfB Oldenburg – in der Heimatstadt des 37-Jährigen. © gumzmedia
Florian Bruns
Nach mehreren Jahren Aufenthalt in der Heimat, wagte Bruns 1999 den Sprung von der dritten in die erste Liga – zum SC Freiburg. Dort sammelte er unter Trainer Volker Finke erstmals Erfahrungen in der Bundesliga. © imago
Florian Bruns
Von 2003 bis 2004 legte Bruns einen kurzen Zwischenstopp bei Union Berlin hin. Bei den „Eisernen“ bestritt der Mittelfeldakteur 45 Zweitligaspiele. © imago
Florian Bruns
Es folgte der Wechsel zu Alemannia Aachen. Dort verbrachte der gebürtige Oldenburger zwei weitere Spielzeiten. © imago
Florian Bruns
Ab der Saison 2007/08 spielte Bruns im Dress vom FC St. Pauli, wo er sich zu einer festen Größe entwickelte. © nordphoto
Florian Bruns
Mit St. Pauli gelang Bruns der Aufstieg in die Bundesliga. Jedoch ging es nach nur einer Spielzeit direkt zurück in Liga zwei. © nordphoto
Florian Bruns
"You'll never walk alone": Nach sieben treuen Jahren bei den "Kiezkickern" nahmen die Pauli-Anhänger Abschied vom Mittelfeldallrounder. © imago
Florian Bruns
Seine Karriere als aktiver Fußballprofi beendete Bruns in Bremen, wo er zwei Jahre das Trikot der U23 trug. © nordphoto
Nach dem Karriereende 2015 wechselte er direkt in den Trainerstab der U23, wurde Assistent von Cheftrainer Alexander Nouri. Als der im September 2016 zu den Profis befördert wurde, ging Bruns mit.
Nach dem Karriereende 2015 wechselte er direkt in den Trainerstab der U23, wurde Assistent von Cheftrainer Alexander Nouri. Als der im September 2016 zu den Profis befördert wurde, ging Bruns mit. © gumzmedia
Mit Ende der Saison 2016/2017 musste Bruns seinen Posten räumen. Nouri wollte den Trainerstab verkleinern, mehr Aufgaben selbst übernehmen. Für Bruns war kein Platz mehr.
Mit Ende der Saison 2016/2017 musste Bruns seinen Posten räumen. Nouri wollte den Trainerstab verkleinern, mehr Aufgaben selbst übernehmen. Für Bruns war kein Platz mehr. © gumzmedia
Werder bot dem Ex-Profi einen anderen Posten im Verein an, doch der lehnte ab. Stattdessen kehrt Bruns zum SC Freiburg zurück und wird Co-Trainer von Christian Streich.
Werder bot dem Ex-Profi einen anderen Posten im Verein an, doch der lehnte ab. Stattdessen kehrt Bruns zum SC Freiburg zurück und wird Co-Trainer von Christian Streich. © gumzmedia

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