+
Vom Rhein an die Weser: Yuya Osako wechselt vom 1. FC Köln zu Werder Bremen.

Aus Köln an die Weser

Werder bestätigt: Osako kommt

Bremen - Nun ist es auch offiziell: Yuya Osako spielt in der kommenden Saison für den SV Werder Bremen. Das bestätigte der Bundesligist am Mittwoch.

Der 27-jährige Japaner vom 1. FC Köln erhält in Bremen dem Vernehmen nach einen Vertrag bis 2022 und soll eine Ablöse von sechs Millionen Euro kosten. Sein ursprünglicher Vertrag in Köln wäre bis 2020 gelaufen, für den Fall des Abstiegs besaß er allerdings eine Ausstiegsklausel mit festgeschriebener Ablösesumme.

Kohfeldt freut sich auf „große Verstärkung“

„Wir freuen uns, dass wir mit Yuya Osako einen wichtigen Baustein in unserem Kader dazugewinnen konnten und uns in der Offensive um einen technisch starken und flexiblen Spieler verstärken können“, sagt Werder-Sportchef Frank Baumann auf „werder.de“. Cheftrainer Florian Kohfeldt lobt: „Yuya ist eine große Verstärkung für uns. Er ist sehr kreativ und bewegt sich gut in den Zwischenräumen. Darüber hinaus kann er den entscheidenden Pass spielen, ist aber auch selbst sehr torgefährlich.”

Osako selbst sagt: „Ich habe Werder in den letzten Jahren als Verein mit großartigen Fans und viel Tradition wahrgenommen. Ich freue mich auf die Aufgabe und möchte dazu beitragen, den eingeschlagenen Weg der letzten Monate fortzusetzen.“

Yuya Osako am Dienstag beim Medizincheck im Klinikum Links der Weser.

Hannover 96 hatte sich ebenfalls intensiv um die Dienste des Offensivmannes bemüht und wähnte sich auch schon in einer guten Ausgangsposition. Doch dann machte Werder das Rennen. „Wir hätten ihn gerne gehabt“, gestand 96-Boss Martin Kind der „Neuen Presse“.

Osako war am Dienstag nach Bremen gekommen und hatte im Klinikum Links der Weser seinen Medizincheck absolviert. Anschließend ging es zum Weserstadion ins Büro von Sportchef Frank Baumann. Dort wurde der Transfer perfekt gemacht.

Im Januar 2014 war Osako von den Kashima Antlers aus Japan nach Deutschland gewechselt – zum damaligen Zweitligisten 1860 München. Schon nach einem halben Jahr holte ihn der 1. FC Köln in die Bundesliga. Für den FC hat der Japaner in den vergangenen vier Spielzeiten 108 Bundesliga-Spiele absolviert und dabei 15 Tore erzielt sowie 15 Treffer vorbereitet. In Köln kam er vorwiegend als Spielmacher oder hängende Spitze zum Einsatz. Er kann aber auch als Achter spielen.

Beim Trainingsauftakt Anfang Juli wird Osako noch fehlen, denn er spielt mit Japan bei der WM. Schon 2014 in Brasilien war er dabei. Übrigens: Erstmals seit Yasuhiko Okudera (1981 bis 1986) setzt der SV Werder wieder auf einen Japaner in seinem Team.

Schon gelesen?

Okuderas Erbe: Osako wird ein Bremer

Hannover 96 ärgert sich über Werders Osako-Coup

Neuer Vertrag für Jiri Pavlenka?

Fotostrecke: Das ist Yuya Osako

Yuya Osako
Yuya Osako ist japanischer Nationalspieler. Bisher kommt er auf 26 Länderspiele. Bei der WM 2014 schied er nach der Vorrunde aus. © imago
Yuya Osako
Osako wurde in Japan bei Kashima Antlers Profi. Im Januar 2014 verließ er seine Heimat Richtung Deutschland. © imago
Yuya Osako
Sein erster Club in Europa war 1860 München. Beim damaligen Zweitligisten blieb er bis Sommer 2016. © imago
Yuya Osako
Danach schloss sich Osako dem 1. FC Köln an, spielte 108 Mal in der Bundesliga und erzielte 15 Tore. © imago
Yuya Osako
Nach dem Abstieg der Kölner wechselt Osako zu Werder Bremen. © imago
Yuya Osako
Der Japaner hat seinen Medizincheck am Bremer Krankenhaus Links der Weser absolviert. © Lenhart
Claudio Pizarro und Yuya Osako
Nicht ganz unschuldig am Osako-Coup war Claudio Pizarro. Die Werder-Legende spielte eine Saison mit Osako bei Köln und riet dem 27-Jährigen zum Transfer. © imago
Yuya Osako
Der Osako-Wechsel wurde kurz nach Saisonende 2017/2018 bekanntgegeben. © nordphoto
Yuya Osako
Der Japaner posiert erstmals im Bremer Weserstadion. © nordphoto

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare