Johan Micoud (Mitte) und Ailton haben es in die von Fans gewählte Werder-Allstar-Elf geschafft.
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Johan Micoud (Mitte) und Ailton haben es in die von Fans gewählte Werder-Allstar-Elf geschafft.

Vom Elch aus Norwegen bis zum ewigen Torjäger

Von Usern gewählt: Die beste Werder-Elf aller Zeiten

Bremen - Elf Spieler, dazu ein Trainer, insgesamt zwölf Namen also, die in Bremen wohl nie mehr vergessen werden! Jeder einzelne von ihnen steht für große Erfolge in Grün-Weiß, für bedingungslosen Einsatz, für Identifikation mit der Stadt. Und für ein Stück Vereinsgeschichte.

Von Januar bis Juni haben die Fans der DeichStube im Internet abgestimmt, 30.000 Teilnehmer, aus deren Votum am eine Mannschaft wurde. Eine Mannschaft zwar, die in dieser Besetzung nie zusammengespielt hat und es auch nie tun wird. Die aber die Fantasie anregt und zu einer Reise in die ruhmreiche Vergangenheit einlädt. Vorhang auf für Werders „Allstar-Elf“.

Allein dieses Mittelfeld! Vor der Abwehr Torsten Frings und Dieter Eilts – Namen, die nach Zweikämpfen klingen, nach harter Arbeit ganz tief unten im Maschinenraum. Ärmel hoch und raus die Grätsche! Entweder Gegner oder Ball – niemals beide vorbeilassen. Der eine, Frings, 449 Spiele für Werder, Pokalsieger 1999 und 2009. Der andere, Eilts, 516 Spiele, mit noch wesentlich dickerem Bremer Briefkopf: Europapokalsieger 1992, Meister 1988 und 1993, Pokalsieger 1991, 1994 und 1999.

Die DeichStuben-Fans haben gewählt: Das ist Werders Allstar-Elf!

Kein Wunder, dass sich dieses Duo beim DeichStuben-Voting in der Kategorie „defensives Mittelfeld“ deutlich durchgesetzt hat. Da hatten auch der heutige Sportchef Frank Baumann und Ehrenspielführer Clemens Fritz das Nachsehen (alle Ergebnisse siehe unten).

Hinter den Spitzen, in der Schaltzentrale, dem Ort, wo die Ideen entstehen: Johan Micoud und Diego, sprich Eleganz und Spektakel. Der niemals sprintende Feldherr an der Seite des wirbelnden Zauberfußes. Johan Micoud und Diego – das sind zusammen 301 Spiele für Werder, das sind Pässe aus dem Nichts ins Glück, Tore aus 63,5 Metern. Und Titel sind es natürlich auch. Micoud gewann mit Werder 2004 das Double, als Kopf des Teams, als 2:0-Torschütze von München. Diego holte 2009 den DFB-Pokal, großes Finale, in seinem allerletzten Spiel für Werder.

Wiese, der Derbyheld!

Jetzt ein Sprung, zurück ins Tor. Dort haben sich die DeichStuben-Fans für einen Mann entschieden, der Spiele für Werder entschieden hat. Auf spezielle Weise: Tim Wiese. 2009 zum Beispiel, DFB-Pokalhalbfinale gegen den Hamburger SV, Elfmeterschießen: Drei Paraden und ein Sprint in die Bremer Geschichtsbücher. Nicht von Anfang an geliebt, das nicht, im Laufe seiner 266 Spiele für Werder aber irgendwann ein Held, „Wiese! Wiese! Wiese!“ Die verhängnisvolle Rolle, 2006 in der Nacht von Turin? Längst nicht vergessen, aber längst verziehen.

In die Allstar-Abwehr haben es zwei Männer geschafft, die von 2006 bis 2011 tatsächlich gemeinsam für Werder aufliefen: Naldo und Per Mertesacker, zwei Türme, beide 1,98 Meter groß. Während Weltmeister Mertesacker (215 Spiele für Werder) seine Karriere im Sommer beendet hat, spielt Naldo (254) weiter. Für Schalke 04, auch dort Liebling der Fans. Zum Allstar-Abwehrchef wählten die Umfragen-Teilnehmer aber einen anderen Mann: Rune Bratseth, den „Elch“ aus Norwegen, der von 1987 bis 1994 319 Spiele für Grün-Weiß bestritt, der Europapokalsieger und je zweimal Meister und Pokalsieger wurde.

Rehhagel als Trainer der Allstar-Elf

Fehlt nur noch der Sturm, und einer darf da auf keinen Fall fehlen: Claudio Pizarro. Mit 104 Bundesligatreffern Werders Rekordtorschütze, gleich drei Mal (1999, 2009 und 2015) hat er in seiner Karriere bei Werder unterschrieben. Wenn er es dürfte, würde er es vermutlich wieder tun. Daneben Ailton, Kugelblitz und 2004 Double-Saison-Torschützenkönig. Als Werbe- und Kultfigur auch heute noch allgegenwärtig. Schließlich Wynton Rufer, „Kiwi“, der beim Elfmeter immer erst den Torhüter springen ließ und den Ball lässig in die andere Ecke schob. Auch er Meister, Europapokal- und Pokalsieger mit Werder.

Elf Namen, elf Spieler – und eben ein Trainer: Otto Rehhagel, der Werder von 1981 bis 1995 in 655 Spielen betreut hat. Fünf große Titel fallen in diesen Zeitraum. Keine weiteren Fragen.

Tor

Platzierung

Name

Prozentzahl

1.

Tim Wiese

39,4

2.

Dieter Burdenski

32,3

3.

Oliver Reck

13

4.

Andreas Reinke

8,3

5.

Frank Rost

5,1

6

Günter Bernard

1,9

Abwehr

Platzierung

Name

Prozentzahl

1.

Rune Bratseth

29,1

2.

Per Mertesacker

21,9

3.

Naldo

21,6

4.

Valerien Ismael

6,5

5.

Horst-Dieter Höttges

6,5

6.

Uli Borowka

5,9

7.

Thomas Schaaf

3,2

8.

Mladen Krstajic

1,5

9.

Gunnar Sauer

1,1

10.

Bruno Pezzey

1,0

11.

Jonny Otten

0,9

12.

Sepp Piontek

0,8

Defensives Mittelfeld

Platzierung

Name

Prozentzahl

1.

Torsten Frings

47

2.

Dieter Eilts

29,1

3.

Frank Baumann

8,5

4.

Clemens Fritz

5,5

5.

Mirko Votava

5,5

6.

Max Lorenz

2,6

7.

Karl-Heinz Kamp

0,8

8.

Günter Hermann

0,6

9.

Thomas Wolter

0,4

Offensives Mittefeld

Platzierung

Name

Prozentzahl

1.

Johan Micoud

62,3

2.

Diego

26,2

3.

Andreas Herzog

4,3

4.

Mesut Özil

2,8

5.

Mario Basler

2,4

6.

Arnold „Pico“ Schütz

1,5

7.

Benno Möhlmann

0,3

8.

Jürgen Röber

0,2

Sturm

Platzierung

Name

Prozentzahl

1.

Claudio Pizarro

47,2

2.

Ailton

14,8

3.

Wynton Rufer

10,7

4.

Rudi Völler

8

5.

Miroslav Klose

7,5

6.

Marco Bode

3,8

7.

Ivan Klasnic

3,4

8.

Max Kruse

1,7

9.

Karl-Heinz Riedel

0,8

10.

Manfred Burgsmüller

0,6

11.

Frank Neubarth

0,5

12.

Werner Görts

0,2

13.

Klaus Matischak

0,2

14.

Norbert Meier

0,2

15.

Uwe Reinders

0,2

16.

Gerhard Zebrowski

0,2

Trainer

Platzierung

Name

Prozentzahl

1.

Otto Rehhagel

54,7

2.

Thomas Schaaf

44

3.

Willi Multhaup

1,3

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