Sandro Schwarz, Trainer von Hertha BSC, ärgerte sich nach dem Spiel gegen Werder Bremen über Bierbecher-Würfe in Richtung seiner Bank.
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Sandro Schwarz, Trainer von Hertha BSC, ärgerte sich nach dem Spiel gegen Werder Bremen über Bierbecher-Würfe in Richtung seiner Bank.

Hertha-Coach Schwarz: „Asozial und feige“

Bierbecher-Skandal beim SV Werder Bremen: Hertha-Trainer Sandro Schwarz sauer, Ole Werner entschuldigt sich

Bremen – Stadionsprecher Arnd Zeigler hatte es vor dem Anpfiff extra noch mit deutlichen Worten versucht, von sogenannten „Honks“ auf den Bundesliga-Tribünen gesprochen, für die es derzeit wieder in Mode sei, als Becherwerfer in Erscheinung zu treten. Solche Szenen, so bat er, wolle er beim Spiel des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC an diesem Abend bitteschön nicht sehen. Letztlich war sein Wunsch vergebens. Denn wenig später wurde die Bank der Berliner zur Zielscheibe – und auch wenn das Plastikgeschoss keine der handelnden Personen traf, fand Gäste-Trainer Sandro Schwarz nach der Partie deutliche Worte.

„In erster Linie möchte ich sagen, dass das nichts mit Bremer Fans zu tun hat“, leitete Sandro Schwarz seine emotionale Beschwerde auf der Pressekonferenz nach der 0:1-Niederlage seiner Mannschaft gegen den SV Werder Bremen ein. „Es sind immer wieder im Fußball Einzelpersonen, die sich so verhalten. Das sind vier, fünf Leute, die auf die Idee kommen, Bierbecher zu werfen – das ist asozial und feige.“ Nicht nur im Stadion, auch im Fernsehen war nach dem Abpfiff deutlich zu sehen, wie Schwarz den Täter mit seinem Vergehen konfrontierte, immer wieder auf ihn zeigte. Er tat dies aus gutem Grund. „Sie sollen sich stellen nach dem Spiel, ihr Gesicht zeigen, dann kann man darüber reden“, forderte der Coach von Hertha BSC, schob jedoch auch hinterher: „Aber ich weiß nicht, ob es nur beim Reden bleibt.“

Bierbecher-Ärger bei Werder Bremen gegen Hertha BSC: Ole Werner entschuldigt sich für „Unding“ von Fans

Der Frust war ihm anzuhören und vor allem anzusehen – und auch der mit ihm auf dem Podium sitzende Ole Werner wirkte ein wenig erschüttert. Der Trainer des SV Werder Bremen ergriff deshalb ungefragt das Wort und sprang seinem Kollegen zur Seite. „Da kann ich auch etwas zu sagen“, meinte der 34-Jährige. „Das ist ein absolutes Unding. Ich weiß nicht, wie Leute auf die Idee kommen, 50, 60 Euro für so einen Platz zu bezahlen und dann meinen zu glauben, sich so ein Recht herauszunehmen.“ Und damit war er noch nicht am Ende. „Das finde ich komplett daneben“, schimpfte Werner. „Das hat in einem Stadion nichts zu suchen. Da kann ich mich nur für entschuldigen – stellvertretend.“

Versöhnliche Worte zum Abschluss, die Sandro Schwarz erfreut und anerkennend registrierte. „Das ist großer Sport, Ole!“, lobte er. Zumindest für den Moment war das Thema somit vom Tisch. Doch schon am nächsten Samstag, vor dem Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 (18.30 Uhr), wird Arnd Zeigler wohl noch einmal eine deutliche Ansage machen müssen. (mbü)

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