DeichStube-Kommentar: Der SV Werder Bremen muss nach der Blamage von Köln alles daran setzen, Niclas Füllkrug zu halten.
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DeichStube-Kommentar: Der SV Werder Bremen muss nach der Blamage von Köln alles daran setzen, Niclas Füllkrug zu halten.

DeichStube-Reporter Björn Knips

Kommentar: Nach Werder Bremens Desaster - Niclas Füllkrug muss jetzt bleiben

Von Björn Knips. Frank Baumann hat ein Machtwort gesprochen: Transfers kann sich der SV Werder Bremen in diesem Winter nicht leisten. Der vorhandene Kader muss es richten und den Klassenerhalt sichern. Was ihm nach 21 Punkten aus 16 Spielen auch zuzutrauen ist. Wäre da nur nicht dieser Negativtrend. Dass die letzten beiden Partien vor der langen Winterpause gegen den FC Bayern (1:6) und RB Leipzig (1:2) verloren gingen, war angesichts der hochkarätigen Gegner keine Überraschung. Dieses desaströse 1:7 beim 1. FC Köln beim Bundesliga-Re-Start ist aber mehr als ein deutlicher Warnschuss!

Ole Werner musste ihn gar nicht hören, er predigt schon lange, dass es für den Aufsteiger, der Werder Bremen noch immer ist, allein um den Klassenerhalt geht. Bei den Spielern muss jedoch bezweifelt werden, dass alle den Ernst der Lage erkannt haben. Ansonsten hätte es einen derart kampflosen Auftritt nicht gegeben – genauso wenig wie die Ausrede von Leonardo Bittencourt, der mit seiner Taktik-Kritik gleich mal den Trainer anzählte.

Ein Winter-Transfer von Niclas Füllkrug wäre für Werder Bremen katastrophal

Das Wir ist ein bisschen verloren gegangen bei Werder Bremen, vielleicht auch durch die Diskussionen um die offene Zukunft des wichtigsten Spielers im Kader: Niclas Füllkrug. Der trifft zwar weiter, schweigt aber lieber, um keine Transferfragen beantworten zu müssen. Seine Worte könnten aber durchaus helfen, um wieder in die Spur zu kommen. Baumann weiß das, hat deshalb plötzlich angekündigt, den erst im Sommer zu geringeren Bezügen verlängerten Vertrag finanziell anzupassen. Ein wichtiges Signal! Noch wichtiger wäre es eigentlich, deutlich zu sagen, dass Füllkrug bleiben muss! So verlockend ein Transfer für alle Seiten vor ein, zwei Wochen auch erschien, so katastrophal würde dieser nun wirken. Mitten im Abwärtstrend den besten Mann zu verlieren, würde den Schock von Köln noch potenzieren. Dass Baumann da kein Machtwort spricht, ist aber nachvollziehbar. Er will Füllkrug, der die Chance seines Lebens wittert, nicht vor den Kopf stoßen. Es geht eben nur gemeinsam. Aber das muss es auch, damit Werder nicht abstürzt.

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