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Werder-Trainingslager in Algorfa: Tim Borowski bei einer Medienrunde am Freitagvormittag.

Bei der Siegermentalität „hat sich schon einiges getan“

Borowski und die Strahlkraft

Algorfa - Tim Borowski war ein erfolgreicher Fußballer, hat mit Werder 2004 das Double geholt und ganz sicher mehr Spiele gewonnen als verloren.

Diese Siegermentalität hat der 37-Jährige vermisst, als er Ende Oktober Co-Trainer bei den Werder-Profis wurde. „Wir haben versucht, dass die Spieler wieder diese Strahlkraft bekommen, dass sie wieder diese Überzeugung haben, Spiele gewinnen zu können“, sagt Borowski im Trainingslager von Algorfa und fügt zufrieden an: „Es hat sich einiges getan, wir sind auf einem guten Weg.“

Dass Borowski jetzt in so exponierter Stelle bei Werder arbeitet, kam für viele überraschend – für ihn selbst nicht. „Ich bin jemand, der immer irgendwelche Szenarien im Kopf durchspielt“, verrät der Ex-Profi, der erst wenige Wochen vor seiner Beförderung als Co-Trainer der U17 zu Werder zurückgekehrt war. Als dann der Anruf von Florian Kohfeldt kam, fühlte sich Borowski also durchaus vorbereitet und musste auch nicht lange überlegen: „Ich habe mich über das Vertrauen gefreut. Und es war für mich klar, dass ich dem Verein und Florian in dieser schwierigen Situation zur Seite stehe.“

Bis auf ein Jahr beim FC Bayern München war Borowski eben immer bei Werder, er hat sich dort zum Manager ausbilden lassen, war in dieser Position kurzzeitig für die U23 zuständig. Doch dann trennten sich die Wege, Borowski machte seinen ersten Trainerschein (Uefa-B-Lizenz). Er ist also auch ausgebildet für seinen neuen Job.

„Wir wollen den Fans zeigen, dass wir guten Fußball bieten können“

Auserwählt wurde Borowski aber vor allem, weil er Ex-Profi ist. Kohfeldt, der selbst nie in einer Profi-Liga gespielt hat, wollte diesen Blickwinkel in seinem Trainerteam haben. Allein darauf will sich der Betroffene selbst aber nicht reduzieren lassen. „Ich bin wissbegierig und lerne schnell“, sagt er. Und auf dem Platz wirkt der 37-Jährige auch nicht als reiner Beobachter, sondern er ist voll dabei – auch in der umfangreichen Trainingsvor- und -nachbereitung. „Der Job ist sehr intensiv, macht aber sehr viel Spaß“, urteilt Borowski.

Tim Borowski im Werder-Trainingslager

Tim Borowski im Werder-Trainingslager im spanischen Algorfa.
Tim Borowski im Werder-Trainingslager im spanischen Algorfa. © Gumz
Tim Borowski im Werder-Trainingslager im spanischen Algorfa.
Tim Borowski im Werder-Trainingslager im spanischen Algorfa. © Gumz
Tim Borowski im Werder-Trainingslager im spanischen Algorfa.
Tim Borowski im Werder-Trainingslager im spanischen Algorfa. © Gumz
Tim Borowski im Werder-Trainingslager im spanischen Algorfa.
Tim Borowski im Werder-Trainingslager im spanischen Algorfa. © Gumz
Tim Borowski im Werder-Trainingslager im spanischen Algorfa.
Tim Borowski im Werder-Trainingslager im spanischen Algorfa. © Gumz

Als Profi waren Trainingslager „nicht meine Lieblingsdisziplin, aber sie sind sehr wichtig“. In diesem Winter für Werder noch viel mehr. Ein neuer Trainer will eine neue Spielidee umsetzen und damit den Klassenerhalt schaffen. „Eine Riesenaufgabe, die allen alles abverlangt“, sagt Borowski und verspricht: „Unser Ziel ist es, Platz 16 zu verlassen und weiter nach oben zu kommen, und das werden wir auch schaffen.“ Aber nicht nur das, es geht um mehr. „Wir wollen den Fans zeigen, dass wir guten Fußball bieten können“, sagt Borowski.

Das erinnert an seine aktive Zeit. Damals war Werder extrem erfolgreich, spielte ständig in der Champions League und dazu noch sehr, sehr ansehnlich. Den Glauben an bessere Zeiten vermittelt Borowski mit seiner selbstbewussten, aber nicht arroganten Art schon mal ganz gut, jetzt müssen es die Spieler auf dem Platz nur noch umsetzen.

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