In der Partie des SV Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach ersetzte Niklas Moisander nach knapp 60 Minuten Ömer Toprak - und es lässt sich nicht behaupten, dass die Bremer Defensive dadurch wackeliger wurde.
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In der Partie des SV Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach ersetzte Niklas Moisander nach knapp 60 Minuten Ömer Toprak - und es lässt sich nicht behaupten, dass die Bremer Defensive dadurch wackeliger wurde.

Werder will bei Ömer Toprak keinen Ausfall riskieren

Entwarnung bei Ömer Toprak und ein großes Lob für Werder-Kapitän Niklas Moisander

Mönchengladbach – Im ersten Moment wirkte es total überraschend, als Ömer Toprak in Mönchengladbach nach knapp einer Stunde das Spielfeld verließ – schließlich war er erneut einer der besten Spieler von Werder Bremen. Und schon kam die Frage auf: Hat sich Toprak mal wieder verletzt? „Nein“, stellte Werder-Coach Florian Kohfeldt nach der 0:1-Niederlage klar und nutzte die Gelegenheit auch, um Topraks Ersatz Niklas Moisander ein dickes Lob auszusprechen.

„Wir haben in dem Moment einen herausragenden Spieler mit Ömer verloren, aber Niclas hat es hervorragend gemacht. Ich kann nur den Hut ziehen, wie er mit dieser Situation umgeht. Er ist da, wenn die Mannschaft ihn braucht“, sagte der Trainer über den Kapitän des SV Werder Bremen, den er in dieser Saison kaum spielen lässt. Niklas Moisander hat seinen Stammplatz in der Innenverteidigung an Marco Friedl verloren – neben Ömer Toprak stehen inzwischen auch Milos Veljkovic und der aktuell verletzte Christian Groß in der Abwehr-Hierarchie vor dem 35-Jährigen. Mit seinen nur sieben Bundesliga-Einsätzen in der Hinrunde kann und wird der Finne nicht zufrieden sein, doch davon war auf dem Platz nichts zu sehen. Moisander setzte die gute Arbeit von Abwehrchef Toprak nahtlos fort.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt will bei Ömer Toprak „keinen längerfristigen Ausfall riskieren“

Trotzdem hätte Kohfeldt gerne auf den Wechsel verzichtet, weil so etwas in einer gut funktionierenden Defensive immer ein Risiko birgt. Doch Topraks zahlreiche muskuläre Probleme in der Vergangenheit machen viele Spiele in kurzen Abständen schwierig. „Das war echt knapp“, sagte Kohfeldt zum Abstand zwischen der Partie am Samstag gegen Augsburg und der am Dienstag in Mönchengladbach. In einer normalen Woche würde Toprak an solchen Tagen nur ein leichtes Programm mit Warm-up und Kreisspiel absolvieren. „Aber er hat sich richtig gut gefühlt“, berichtete der Coach. Deshalb stand Toprak in der Startelf von Werder Bremen, wurde dann aber absprachegemäß vorzeitig ausgewechselt. „Ömer ist so wichtig für uns, das hat man heute wieder eindrucksvoll gesehen. Wir dürfen da keinen längerfristigen Ausfall riskieren“, betonte Kohfeldt und war deshalb froh, das Toprak seinen Einsatz gut überstanden hatte: „Er wird am Samstag gegen Hertha spielen.“ (kni)

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