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Werder Bremen in der Winterpause: Trainer Florian Kohfeldt (li.) und Sportchef Frank Baumann sind froh, dass es Englands Boxing Day in der Bundesliga nicht gibt.

Kohfeldt & Baumann sind Freunde der Winterpause

Boxing Day in England - Warum Werder lieber Pause macht

Bremen - In Englands Profiligen wird rund um den 26. Dezember, dem Boxing Day, auch an Feiertagen und „zwischen den Jahren“ gespielt. Beim SV Werder Bremen ist man derweil ganz froh, traditionell eine Winter-Pause zu haben.

Toni Leistner ist Fußballprofi in England, Queens Park Rangers, zweite Liga – und deswegen hat Toni Leistner in den letzten Tagen des Jahres jede Menge zu tun. In der Zeit vom 23. Dezember bis zum 1. Januar standen und stehen für den 29-jährigen Dresdner fünf Trainingseinheiten und drei Spiele an. Das hat Leistner für einen Artikel in der „Zeit“ aufgelistet, „klingt schon hart“, lautet sein entsprechender Kommentar dazu. 

Werder Bremen: Boxing Day? Trainer und Sportchef befürworten Winterpause 

Und in der Tat: Während die Bundesliga bis Mitte Januar Winterschlaf hält, geht es in Englands Profi-Ligen rund um den 26. Dezember, dem sogenannten „Boxing Day“ erst so richtig zur Sache – so will es nunmal die Tradition, selbst an Weihnachten wird auf der Insel gespielt. Bei Werder Bremen sind sie unterdessen heilfroh, dass es in Deutschland die gute alte Winterpause gibt.

„Aus Trainer- und Sportler-Sicht kann ich die Winterpause nur befürworten“, sagt Werder-Coach Florian Kohfeldt, „es ist ein großer Vorteil, einen kurzen Moment rauszukommen, ein bisschen Pause zu haben, um dann mit frischen Kräften in die Rückrunde zu starten.“ Angesichts der historisch schlechten Bremer Hinrunde – nur 14 Punkte und Tabellenplatz 17 – dürfte Kohfeldt die Saisonunterbrechung in diesem Jahr noch etwas willkommener sein. Der 37-Jährige ist aber auch generell ein Freund der Winterpause. Ebenso wie sein Sportchef Frank Baumann.

Werder Bremen: Belastung für die Sportler wird immer größer

„In England hat es große Tradition, dass durchgespielt wird, in Deutschland ist es eben Tradition, dass es die Winterpause gibt. Für die Sportler ist das gut so, weil die Belastung für die Spieler immer größer wird“, sagt Baumann. Und so wie er sehen es viele Verantwortliche in der Branche, entsprechende Ideen und Reformpläne, die Winterpause in Deutschland abzuschaffen, haben in der Vergangenheit nicht genügend Anklang gefunden. Werder Bremen ist das nur Recht. Baumann richtet den Blick dabei sogar auf ein Thema, das seinen Verein schon seit Längerem nicht mehr direkt betrifft: die deutsche Nationalmannschaft. „Gerade bei den großen Turnieren im Sommer hat Deutschland in meinen Augen schon oft von der Winterpause profitiert“, sagt der 44-Jährige.

Werder Bremen startet am 2. Januar in die Rückrunde

Während Toni Leistner also im Jahresendspurt praktisch nur auf dem Platz steht, lassen sie es bei Werder ruhig angehen – allerdings auch nur bis zum 2. Januar. Dann ist Trainingsauftakt in Bremen, ehe es einen Tag später ins Trainingslager nach Mallorca geht. Das erste Spiel der Rückrunde steht für Werder dann am Samstag, 18. Januar, ab 15.30 Uhr bei Fortuna Düsseldorf an. „Die Winterpause ist relativ kurz. Wir spielen zwar nicht an Weihnachten und Silvester“, sagt Baumann, „aber gefühlt spielen wir trotzdem fast durch.“

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