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Ist nicht einverstanden mit der Haltung der DFL: Bremens Bürgermeister Carsten Sieling.

Im Polizeikosten-Streit

Bremens Bürgermeister Sieling wirft DFL Geldgier vor

Bremen - Der Bremer Bürgermeister Carsten Sieling hat der Deutschen Fußball Liga (DFL) in der gerichtlichen Auseinandersetzung um die Übernahme der Polizeikosten bei sogenannten Risikospielen Geldgier vorgeworfen. Auf die Frage, was ihn an der Haltung der Fußballbosse ärgere, sagte Sieling der „Düsseldorfer Rheinischen Post“: „Dass nur ans Geld gedacht wird und man seine Schäfchen ins Trockene bringen will.“

Der Rechtsstreit zwischen der DFL und der Hansestadt Bremen geht am kommenden Dienstag (26. März) vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in die nächste Runde. Das letztinstanzliche Urteil, welches die unterlegene Partei nur noch vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen lassen kann, könnte weitreichende Folgen haben. Weitere Bundesländer könnten sich an dem Richterspruch orientieren.

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Für die DFL bestehe laut eigener Argumentation hingegen keine Grundlage für eine Kostenübernahme. „Das ist ein gesamtgesellschaftliches Thema. Andere Sportarten könnten ebenfalls betroffen sein. Oder Volksfeste“, hatte DFL-Präsident Reinhard Rauball im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ betont: „Das sind Weiterungen der aktuellen Diskussion, die erhebliche Konsequenzen haben können.“

Sieling kritisiert das Verhalten der DFL und sieht sich unterstützt durch die Mehrheit der Bevölkerung: „Dabei missachten die Herren in der Führungsetage der DFL, dass die Bevölkerung nahezu geschlossen für unseren Weg der Kostenbeteiligung des Profi-Fußballs ist.“

Sieling kritisiert DFL-Umgang mit Risikospielen

In erster Instanz war die DFL im Mai 2017 mit ihrer Klage gegen einen Gebührenbescheid der Stadt (425.718 Euro) für die zusätzlichen Polizeikosten beim Spiel des Bundesligisten Werder Bremen gegen den Hamburger SV (19. April 2015) erfolgreich gewesen. Vor dem Oberverwaltungsgericht im Februar 2018 bekam aber die Hansestadt recht. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Angelegenheit war die Revision beim Bundesverwaltungsgericht zugelassen worden.

„Die DFL will nicht wahrhaben, dass es hier um wenige Risikospiele geht, die aber eine besondere Herausforderung für die Sicherheitsbehörden darstellen und enorme zusätzliche Kosten für die Steuerzahler verursachen“, äußerte Sieling in der RP. Die DFL trage als Veranstalterin eine Verantwortung für die zusätzlichen Probleme, die bei den Risikopartien auftreten. Dafür müsse sie dann auch zahlen, sagte der SPD-Politiker.

(sid)

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