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Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (re.) freut sich über das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus Leipzig.

Die Stimmen zum Urteil

Mäurer: „Die DFL hat dieses Spiel verloren“

Leipzig/Bremen – Fußball-Vereine können grundsätzlich an den Kosten für zusätzliche Polizeieinsätze bei Hochrisiko-Spielen beteiligt werden. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Freitag entschieden. Den konkreten Streitfall zwischen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und der Freien Hansestadt Bremen verwies es allerdings zurück an das Oberverwaltungsgericht Bremen.

In ihrem Urteil machten die Richter jedoch deutlich, dass die Clubs prinzipiell für die Kosten in die Pflicht genommen werden können. Die Reaktionen der streitenden Parteien auf das Urteil:

Ulrich Mäurer (Innensenator Bremen/SPD): 

„Ich glaube, das Bundesverwaltungsgericht hat mit der Entscheidung Rechtsgeschichte geschrieben. Es ging um eine Grundsatzfrage, die lautete: Ist es zulässig, dass die Kosten der Polizeieinsätze teilweise der DFL in Rechnung gestellt werden. Und die Antwort heute war eindeutig: Ja, es ist zulässig. Es verstößt nicht gegen geltendes Verfassungsrecht. Insofern ist das eine Entscheidung, die zu 100 Prozent auf unserer Seite steht. 

Die Entscheidung war in ihrem Duktus und in ihrer Klarheit eindeutig. Ich hoffe, dass die DFL erkennt, dass sie dieses Spiel verloren hat und dass man sich jetzt zusammensetzt und versucht, eine vernünftige Regelung zu finden. Mein Idee ist, dass man am Ende einen gemeinsamen Fonds bildet, aus dem man diese Kosten tragen kann. Es geht auch nicht darum, bis runter in die dritte und vierte Liga zu gehen, um Kosten geltend zu machen.“

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Reinhard Rauball (DFL-Präsident): 

„Es ist eine Entscheidung, die sicherlich anders ausgefallen ist, als wir es uns gedacht haben. Das muss man so einräumen. Die Frage, wer wann welchen Gebührenentscheid erlässt, muss jetzt das Land Bremen klären. Es ist leider so, dass unterschiedliche Statements vorliegen. Wir haben in den letzten Tagen gelesen, dass es der Innenminister von Bayern ablehnt. 

Der Innenminister von Baden-Württemberg auch, der Innenminister in Hessen auch. Wir haben also eine Art Flickenteppich, was die Gebührenfrage möglicherweise angelangt. Das berührt dann schon die Frage der Chancengleichheit der Vereine, je nachdem, in welchem Bundesland sie sind.“

(sid/csa)

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