Im Wohninvest Weserstadion wird bei der Mitgliederversammlung des SV Werder Bremen am 5. September ein neuer Aufsichtsrat gewählt.
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Im Wohninvest Weserstadion wird bei der Mitgliederversammlung des SV Werder Bremen am 5. September ein neuer Aufsichtsrat gewählt.

Unruhe bei Werder Bremen

Aufsichtsrats-Kandidat Harms gestrichen: Ein Werder-Chaos mit Ansage - ein Kommentar

Ein Kommentar von Björn Knips. Die Entscheidung ist richtig – und hat auch noch einen angenehmen Nebeneffekt: In Oliver Harms verschwindet nicht nur ein fragwürdiger Kandidat von der Liste für die Wahl des Aufsichtsrats von Werder Bremen, in Ulrike Hiller taucht dort nun endlich eine Frau auf. Der Ärger ist damit aber keineswegs verflogen, denn eine Frage bleibt: Wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Eine Antwort ist: Der Wahlausschuss war mit seiner Aufgabe überfordert, hätte sich Hilfe holen müssen. Aus dem Ehrenamt heraus ist es allein zeitlich fast unmöglich, die passenden Kandidaten für den Aufsichtsrat eines Unternehmens mit einem Jahresumsatz von fast 150 Millionen Euro zu finden. Wer gutes Personal haben will, der muss suchen – und dann auch penibel prüfen. Beides wurde versäumt.

Chaos im Club: Werder Bremen braucht mehr als einen neuen Aufsichtsrat

Eine andere Antwort ist: Wenn einem Vereinspräsidenten Informationen vorliegen, dass ein Kandidat nicht integer ist, dann darf er diese Mail nicht nur an irgendein Mitglied des Wahlausschusses weiterleiten. Hubertus Hess-Grunewald hätte später noch einmal nachfragen müssen. Doch das Verhältnis zwischen dem satzungsgetriebenen Wahlausschuss und dem zu zurückhaltenden Präsidenten ist schlecht. Das passt zum SV Werder Bremen 2021. Es gibt wenig Miteinander und umso mehr Gegeneinander. Von außen zündeln zudem viele Ehemalige. Es braucht mehr als einen neuen Aufsichtsrat, um dieses Chaos zu beenden.

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