Groß will bei Werder Verantwortung übernehmen

Klartext von Werder-Routinier Christian Groß: „Blackout“ und „Riesenwert“

Bremen – Also noch ein Jahr – das kleine Fußball-Märchen des Christian Groß beim SV Werder Bremen geht weiter, der Vertrag des 32-Jährigen wurde vorzeitig um mindestens eine Saison bis 2023 verlängert. Doch die Rolle des Defensivspezialisten hat sich verändert. Aus dem Notnagel, der erst mit 30 Jahren ein Bundesliga-Profi wurde, ist ein Führungsspieler bei Werder geworden. In einer Medienrunde gibt sich Groß selbstbewusst und selbstkritisch, er spricht über . . .

. . . seine Verletzung: Vor zwei Wochen musste Christian Groß nach einem Trainingsunfall am Knie operiert werden. Über die genaue Art der Verletzung will er nicht sprechen, der Heilungsverlauf sei aber gut. „Ich gehe ganz stark davon aus, dass ich in diesem Jahr noch auf dem Platz stehen werde.“ Eine genauere Prognose sei nicht möglich.

Neuer Vertrag! Christian Groß will beim SV Werder Bremen ein Führungsspieler sein

. . . seinen neuen Vertrag: „Fünf Jahre läuft er nicht“, scherzt Christian Groß. Aus der Laufzeit macht Werder Bremen wie immer ein großes Geheimnis. Der alte Vertrag des 32-Jährigen wäre im nächsten Sommer ausgelaufen. Gespräche über eine Verlängerung gab es schon länger. Dass die Einigung nun ausgerechnet in seiner Verletzungspause erzielt wurde, bezeichnet Groß als „großen Vertrauensbeweis“.

. . . seine neue Führungsrolle: Groß gehört zum Mannschaftsrat, war im Nordderby gegen den Hamburger SV sogar Kapitän. Er vergleicht seine Rolle mit der Zeit in der U23. 2018 war er als erfahrener Spieler verpflichtet worden. „Ich habe die Aufgabe, in unserer jungen Mannschaft den jungen Spielern etwas mitzugeben – auf und neben dem Platz. Gerade durch meine Art und Weise, dass ich immer versuche, 120 Prozent zu geben – egal, ob es ein Indoor- oder ein Outdoor-Training ist. Daran können sich junge Spieler vielleicht orientieren“, sagt Christian Groß. Auch sein spezieller Werdegang könne da helfen. „Meine Geschichte ist auch ein Symbol dafür, dass es nie zu spät ist, dass man immer an seine Chance glauben, dafür aber auch immer hart arbeiten.“ Selbstbewusst fügt Groß noch an: „Ich habe auch einen Riesenwert für die Mannschaft, wenn ich nicht spiele, sondern einfach nur da bin.“

Christian Groß über seinen „Blackout“ im Spiel des SV Werder Bremen gegen den HSV: „Ein Fehler“

. . . seinen Platzverweis gegen den HSV: Schon nach einer halben Stunde war das Nordderby für Christian Groß vorbei – wegen einer völlig unnötigen Grätsche gegen Keeper Daniel Heuer Fernandes. Gelb-Rot für den Kapitän des SV Werder Bremen. „Ein Blackout“, erinnert sich Groß: „Das war ein Fehler von mir, der nicht passieren darf. Ich habe mich vor die Mannschaft gestellt und versucht, es zu erklären.“ Wer solche Spiele – also speziell Derbys – schon mal erlebt habe, könne so eine Aktion vielleicht nachvollziehen, so Groß. Eine Ausrede soll das aber nicht sein.

. . . über Trainer Markus Anfang: „Wir haben eine Spielidee, die inhaltlich super ist, die ich gut finde“, sagt Christian Groß über den neuen Coach Markus Anfang – und nicht nur das: „Auch als Typ finde ich ihn sehr angenehm. Seine Tür steht immer offen, wir Spieler können jederzeit zu ihm kommen. Gerade die Detailarbeit macht ihn aus, er ist sehr akribisch. Fehler werden klar kommuniziert, er lobt aber auch.“ (kni)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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