Christian Groß freut sich auf die neue Zweitliga-Saison mit dem SV Werder Bremen.
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Christian Groß freut sich auf die neue Zweitliga-Saison mit dem SV Werder Bremen.

Stammplatz und Bremer Wiederaufstieg

Christian Groß bleibt bei Werder Bremen – und will zurück in die Bundesliga

Bremen – Knapp fünf Wochen nach dem Abstieg ist für Christian Groß der Alltag inzwischen zurückgekehrt. „Es fühlt sich unheimlich gut an und macht Spaß, wieder auf dem Platz zu stehen“, sagt der 32-Jährige, der mit Werder Bremen die ersten Tage der Saisonvorbereitung hinter sich hat – und heilfroh darüber ist, endlich wieder nach vorne blicken zu können. Den Abstieg in die 2. Bundesliga hat Groß zwar noch nicht vollkommen verdaut („Das hat auf jeden Fall Spuren bei mir hinterlassen“), und doch strahlt er zu Beginn der Vorbereitung vor allem eines aus: Tatendrang.

Der Defensivallrounder hat sich fest vorgenommen, mit Werder Bremen in der kommenden Saison für Wiedergutmachung zu sorgen, und er signalisiert klar, dass er auch nach Ende der Wechselfrist noch für die Grün-Weißen auflaufen wird. „Ich habe hier einen Vertrag, und habe mit nichts anderem geplant“, betont Christian Groß, der damit der erste Werder-Profi ist, der sich klar zu einem Verbleib im Club bekennt. Zugegeben: Angesichts von Groß‘ Alter und sportlichem Werdegang als Bundesliga-Spätstarter ist das keine überraschende Nachricht, sein Bleiben war allgemein erwartet worden. Und dennoch ist es eine gute Nachricht, schließlich hatte Groß in den vergangenen zwei Saisons gezeigt, dass er der Mannschaft mit seiner unaufgeregten, zuverlässigen Spielweise helfen kann.

Werder Bremen: Christian Groß bleibt auch in der 2. Liga an Bord und

Auf insgesamt 37 Bundesliga-Einsätze bringt es Christian Groß seit Sommer 2019. Seine Leistungen waren in den allermeisten Fällen solide bis gut. Nur an eine Partie denkt er gar nicht gerne zurück. Am vorletzten Spieltag der abgelaufenen Saison sah Groß in Augsburg eine Gelb-Rote Karte, die eine verhängnisvolle Kettenreaktion in Gang setzte. Zunächst verlor Werder Bremen seine vorherige Überzahlsituation, später dann das Spiel – und Trainer Florian Kohfeldt noch am selben Abend seinen Job.

„Mein Fehler war definitiv da, rückblickend würde ich es anders machen“, sagt Groß, verweist auf der anderen Seite aber völlig zurecht darauf, dass sein Platzverweis „vielleicht das i-Tüpfelchen, aber nicht die entscheidende Situation war, wegen der der Trainer entlassen wurde“. Mit Florian Kohfeldt werde er über die Szene eines Tages sicher noch sprechen. Vorerst hat Christian Groß beim Stichwort Trainer aber einen anderen Namen im Kopf: Markus Anfang.

Werder Bremen: Unter Trainer Markus Anfang möchte sich Christian Groß zum Stammspieler entwickeln

Unter dem Kohfeldt-Nachfolger möchte sich Christian Groß zum Stammspieler entwickeln, auch wenn er viel zu zurückhaltend ist, um das öffentlich einzufordern. „Man kann ja auf verschiedene Arten unverzichtbar sein. Wenn man spielt, klar, aber auch als Typ, als Teamplayer“, sagt Groß – und erklärt: „Natürlich wünsche ich mir, dass ich 34 Mal spiele. Spiele ich am Ende aber 22 Mal und wir steigen auf, dann unterschreibe ich das auch.“ Ein anderes Saisonziel als die sofortige Rückkehr ins Oberhaus sollte es laut Groß für Werder Bremen nicht geben. Vorpreschen möchte er damit aber nicht: „Ich durfte in den vergangenen zwei Jahre Bundesliga spielen, und natürlich will ich gerne dorthin zurück, ohne, dass ich mich jetzt hinstelle und sage: Wir müssen!“ Das Einzige, was er und seine Kollegen aktuell müssten, sei „rausgehen und arbeiten. Dann werden wir es auch schaffen.“

Dass sich sein Kollegenkreis während dieser Arbeit bis Ende August noch ziemlich stark verändern wird, weil noch viele Spieler gehen werden, nimmt Groß gelassen („Es bringt nichts, zu jammern“), und auch mögliche neue Konkurrenten auf seiner Position fürchtet er nicht: „Konkurrenz belebt das Geschäft. Ein schlagkräftiger Kader kann uns ja nur helfen, unsere Ziele zu erreichen.“ Außerdem sei das in den vergangenen zwei Jahren auch nicht anders gewesen. Stimmt. Und gespielt hat trotzdem ziemlich oft: Christian Groß. (dco) Auch interessant: Transfer fix: Werder Bremen verpflichtet Nicolai Rapp - Markus Anfang bekommt seinen Wunschspieler!

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