Vertrag läuft im Sommer aus

Neuer Vertrag? Warum Werder-Profi Christian Groß trotz ungeklärter Zukunft ruhig bleibt – und sich aufs „geile Auswärtsspiel“ in Köln freut

Bremen – Die Vorfreude, dass es am Samstag in der Bundesliga endlich wieder losgeht, ist bei Christian Groß spürbar. Kein Wunder: Nach sage und schreibe 70 Tagen ohne Pflichtspiel geht es für den SV Werder Bremen ab 18.30 Uhr im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln endlich wieder um Punkte. „Wir starten mit einem richtig geilen Auswärtsspiel. Für mich eines der schönsten in der Bundesliga, was die Atmosphäre angeht“, sagt Groß über das Duell im ausverkauften RheinEnergie Stadion, das sogar mit 200.000 Fans hätte gefüllt werden können. So viele Ticket-Anfragen hatte es im Vorfeld der Partie gegeben. 

„Da weiß man ja, was da los sein wird. Und darauf brennt man nach so einer langen Pause. Das ist das, was die Bundesliga ausmacht“, erklärt Christian Groß mit leuchtenden Augen – warnt aber zugleich vor dem Gegner des SV Werder Bremen: „Uns erwartet eine unglaublich hohe Intensität, es werden sehr viele Zweikämpfe auf uns zukommen. Köln wird versuchen, die Atmosphäre mitzunehmen. Wir müssen von Anfang an dagegenhalten. Wir fahren aber dorthin, um das Spiel zu gewinnen.“

Karriereende? Für Werder Bremens Christian Groß „stellt sich die Frage nicht“

Der älteste Spieler im Kader des SV Werder Bremen klingt beim Aussprechen dieser Sätze mitunter so euphorisch wie ein Jung-Profi, der seine gesamte Laufbahn noch vor sich hat. Dabei wird Groß im Februar 34 Jahre alt. Im Juni läuft sein Vertrag bei den Grün-Weißen aus. Und dann? „Eigentlich“, macht Christian Groß deutlich, „will ich gar nicht so sehr über mich sprechen“. Er sei wegen einer möglichen Vertragsverlängerung mit den Offiziellen des Vereins im Austausch. „Grundsätzlich wissen beide Partien, was sie aneinander haben. Aber ich bin sehr entspannt, was die Frage nach meiner Zukunft angeht. Das ist vielleicht auch dem Alter geschuldet“, erklärt der gebürtige Bremer, der seit seinem Bundesliga-Debüt im September 2019 stolze 84 Pflichtspiel-Einsätze für die Werder-Profis gesammelt hat. An ein mögliches Karriereende mag „Grosso“ da verständlicherweise noch nicht denken: „Stand jetzt fühle ich mich körperlich gut. Ich freue mich auch, dass ich das Niveau noch spielen kann. Von daher stellt sich die Frage, jetzt aufzuhören, gerade nicht.“

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Werder Bremens Christian Groß freut sich über Konkurrenzkampf auf der Sechs

Vielmehr will der Mann, der neuerdings auch seine Torjäger-Qualitäten entdeckt hat, abwarten, „wie die Saison jetzt weiterläuft, wie der Körper mitmacht. Bis jetzt ist alles super, ich fühle mich super, die Ergebnisse sind da. Ich freue mich, jeden Tag auf dem Platz zu stehen und die Zeit mit den Jungs zu genießen.“ Und auf dem Rasen stand der Defensivspezialist in dieser Saison erneut sehr viel, nämlich immer dann, wenn er fit war. 13 Mal spielte Christian Groß in der Bundesliga für Werder Bremen, elf Mal zählte er dabei zur Startelf von Trainer Ole Werner. Den Konkurrenzkampf um die Sechserposition mit Ilia Gruev, Jens Stage oder auch Rückkehrer Manuel Mbom scheut der Routinier grundsätzlich nicht. „Wir haben viele gute Spieler im Kader, die dort spielen können, die auch für das Zentrum in Frage kommen. Ich glaube, das, was uns auch in der Hinrunde stark gemacht hat, ist, dass wir als im Kollektiv funktioniert haben. Deswegen freue ich mich drauf, dass es wieder losgeht. Ob ich am Ende spiele, wird der Trainer am Samstag beantworten“, stapelt Groß ein wenig tief. Doch es wäre schon ziemlich überraschend, wenn Werner am Samstag (18.30 Uhr im DeichStube-Live-Ticker), in der hitzigen Atmosphäre in Köln, auf den gelassenen Groß verzichten würde. (mwi)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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