Claudio Pizarro
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Claudio Pizarro glaubt fest daran, dass Werder gegen Bayern der erste Sieg seit 2008 gelingen könnte.

Gute Erinnerungen an Bayern-Coach Ancelotti

Pizarro hält Sieg für „sehr realistisch“

Bremen - Von Björn Knips. Auf dem Platz läuft es für Claudio Pizarro noch nicht rund, doch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit ist der Werder-Profi in Bestform.

Vor dem schwierigen Heimspiel gegen den FC Bayern behauptet der 38-Jährige einfach mal, dass ein Sieg gegen den Rekordmeister „sehr realistisch“ ist. Wie bitte? Werder hat die letzten zwölf Bundesligaspiele gegen die Münchner verloren. Meistens gab es dabei so richtig auf die Mütze – so wie beim 0:6 im Hinspiel.

Pizarro erinnert sich aber lieber an den letzten Sieg. 2008 war das. Ein 5:2 – und das auch noch in der Allianz-Arena. „Das war ein historischer Sieg“, schwärmt der Stürmer. Etwas wehmütig fügt er noch an: „Da hatten wir eine sehr gute Mannschaft. Die Situation ist jetzt eine andere.“ Das klingt schon wesentlich realistischer. Werder ist als Tabellen-15. nur krasser Außenseiter und mit der Vorgeschichte sogar noch etwas weniger.

Pizarro setzt trotzdem auf Sieg, „weil ich immer gewinnen will“. Und weil es ein Heimspiel ist und sein Team vor einer Woche einem anderen Favoriten, Borussia Dortmund, das Leben sehr schwer gemacht hat. Pizarro selbst hatte daran eher geringen Anteil, er musste nach der Roten Karte gegen Keeper Jaroslav Drobny schon früh runter, ist auch deshalb in dieser Saison weiter torlos.

Pizarro kennt Carlo Ancelotti aus der Zeit bei Chelsea

Und jetzt kommt ausgerechnet Robert Lewandowski ins Weserstadion, der mit seinem 135. Tor gegen Freiburg nun zweitbester ausländischer Bundesliga-Torschütze ist – hinter Pizarro (190.). Auf die Frage, ob der Pole ihn einholen könne, gibt es vom Peruaner eine schnelle Antwort: „Nein.“ Dann grinst er und sagt noch: „Ich hoffe, er schafft das nicht. Aber er hat die Möglichkeit dazu, er ist ein sehr guter Spieler.“

Lob gibt es auch für einen anderen Münchner: Trainer Carlo Ancelotti. „Wir hatten mal ein sehr gutes Gespräch. Er ist sehr intelligent“, erinnert sich Pizarro an eine kurze Zusammenarbeit beim FC Chelsea. Im Sommer 2009 war das. Pizarro hatte nach seiner Ausleihe an Werder auf eine zweite Chance in London gehofft, doch nach wenigen Wochen wurde er endgültig nach Bremen transferiert. An Ancelotti macht er das offenbar nicht fest: „Er ist ein sehr guter Trainer.“

Quelle: kreiszeitung.de

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