Werder-Trainer Florian Kohfeldt nimmt Claudio Pizarro mit zum Pokalspiel nach Worms.
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Werder-Trainer Florian Kohfeldt nimmt Claudio Pizarro mit zum Pokalspiel nach Worms.

Erstes Pflichtspiel am Samstag

Als Panzerknacker eingeplant: Pizarro in Worms dabei

Bremen - Wenn jetzt nichts mehr dazwischenkommt, wird Claudio Pizarro am Samstag im Kader für das DFB-Pokalspiel bei Wormatia Worms stehen. „Er ist dabei“, bestätigte Werder-Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem ersten Pflichtspiel der Saison.

Dass Pizarro zum Saisonstart überhaupt eine Rolle spielen könnte, war bei seiner Verpflichtung vor nicht einmal drei Wochen nicht abzusehen gewesen. Der Rückkehrer, der in der gesamten Vorsaison kaum gespielt hatte, der im Jahr zuvor in Bremen quasi nur verletzt war und der mittlerweile steil auf die 40 zugeht – er hat bislang tatsächlich mehr geliefert als erwartet.

Selbst Sportchef Frank Baumann gibt zu: „Wir sind schon etwas überrascht, wie gut er das harte Programm im Trainingslager absolvieren konnte. Er ist jetzt auf einem ähnlichen Niveau wie Spieler, die lange vor ihm in die Vorbereitung eingestiegen sind. Von daher hat er es sich verdient, im Kader zu sein.“

Kohfeldt bringt auch Eggesteins Namen ins Spiel

Es ist nicht einmal auszuschließen, dass Pizarro in Worms zum Einsatz kommen wird. Vielleicht nicht von Anfang an, das könnte des Guten dann doch zu viel sein. Aber wenn es nicht laufen sollte für Werder gegen einen ultra-defensiv zu erwartenden Gegner, dann könnte Pizarro als Panzerknacker eine Option werden. So einen echten Mittelstürmer, der Bälle in der Box behaupten und verteilen, der mit Ideen und Spielwitz einen Abwehrriegel knacken und zudem auch mal aus einer halben Chance ein Tor machen kann, den braucht ein Bundesligist oft gegen einen unterklassigen Gegner.

Also Bühne frei für Pizarro? Trainer Florian Kohfeldt will keine Erwartungen schüren, und schon gar nicht will er sich in die Karten schauen lassen. Deshalb bringt er noch einen anderen Namen ins Spiel. Johannes Eggestein könne die Rolle auch spielen, sagt der Coach. Spiel- und abschlussstark sei der 20-Jährige schließlich auch. „Wir haben zum Glück mehrere Möglichkeiten“, meinte Kohfeldt, „Claudio ist nur eine davon.“

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Florian Kohfeldt: Seine Karriere in Bildern

Florian Kohfeldt spielte von 2001 bis 2009 in Werders dritter Mannschaft, wechselte dann ins Trainerfach. Als Co-Trainer von Viktor Skripnik war er vier Jahre lang bei der U17 tätig, in der Saison 2013/14 dann auch bei Werders U23.
Florian Kohfeldt spielte von 2001 bis 2009 in Werders dritter Mannschaft, wechselte dann ins Trainerfach. Als Co-Trainer von Viktor Skripnik war er vier Jahre lang bei der U17 tätig, in der Saison 2013/14 dann auch bei Werders U23. © gumzmedia
Viktor Skripnik, Florian Kohfeldt und Torsten Frings
Im Oktober 2014 wurde Skripnik nach der Entlassung Robin Dutts Cheftrainer bei den Profis. Seine Co-Trainer bei der U23, Kohfeldt und Torsten Frings, folgten ihm in die Bundesliga. © Gumz
In 70 Pflichtspielen der Profis saß Kohfeldt auf der Werder-Bank.
In 70 Pflichtspielen der Profis saß Kohfeldt auf der Werder-Bank. © gumzmedia
Nachdem Skripnik im September 2016 gehen musste und U23-Trainer Alexander Nouri seinen Posten übernahm, kehrte Kohfeldt zu Werders U23 zurück.
Nachdem Skripnik im September 2016 gehen musste und U23-Trainer Alexander Nouri seinen Posten übernahm, kehrte Kohfeldt zu Werders U23 zurück. © gumzmedia
Florian Kohfeldt
Seit Oktober 2016 ist er dort als Trainer tätig und schaffte in der Saison 2016/17 den Klassenerhalt. © Gumz
Nach der Entlassung von Alexander Nouri am 30. Oktober 2017 übernahm Fußballlehrer Kohfeldt die Bundesliga-Mannschaft interimsweise als Cheftrainer.
Nach der Entlassung von Alexander Nouri am 30. Oktober 2017 übernahm Fußballlehrer Kohfeldt die Bundesliga-Mannschaft interimsweise als Cheftrainer. © gumzmedia
Florian Kohfeldt
Kohfeldt genießt bei Werder eine sehr hohe Wertschätzung. „Er kann Spieler weiterentwickeln. Er hat eine klare Ansprache. Er ist ein intelligenter, junger, innovativer Trainer“, lobte Sportchef Frank Baumann nach Kohfeldts Beförderung. © Gumz
Florian Kohfeldt
Zwar setzte Kohfeldt in seinem ersten Erstliga-Spiel als Cheftrainer mit Werder neue Impulse, das Spiel gegen Eintracht Frankfurt ging durch ein spätes Gegentor trotzdem mit 1:2 verloren. © Gumz
Doch unter Kohfeldt ging es aufwärts. Am 10. November meldete Werder Vollzug: Kohfeldt bleibt Cheftrainer - zunächst bis zur Winterpause.
Doch unter Kohfeldt ging es aufwärts. Am 10. November meldete Werder Vollzug: Kohfeldt bleibt Cheftrainer - zunächst bis zur Winterpause. © gumzmedia
Florian Kohfeldt
Florian Kohfeldt hatte Erfolg, wurde fest als Cheftrainer installiert und führte Werder aus der Abstiegszone in der Bundesliga. © Gumz
Florian Kohfeldt
Anfang April 2018 unterschrieb Kohfeldt einen Vertrag bei Werder bis 2021. © Gumz
Florian Kohfeldt
Florian Kohfeldt blieb in der Saison 2017/2018 in allen zwölf Heimspielen als Cheftrainer ungeschlagen. © Gumz
Florian Kohfeldt
Florian Kohfeldt hat Werder eine neue Handschrift und Mentalität verpasst. Mit ihm soll es nun wieder dauerhaft aufwärts gehen. © Gumz
Der DFB verleiht Florian Kohfeldt den „Trainerpreis des deutschen Fußballs 2018“. Der „Trainer des Jahres 2018“ begeistert nicht nur an der Weser.
Der DFB verleiht Florian Kohfeldt den „Trainerpreis des deutschen Fußballs 2018“. Der „Trainer des Jahres 2018“ begeistert nicht nur an der Weser. © imago images/Jan Huebner
Der Chef bleibt an Bord - Ende Juli hat Florian Kohfeldt seinen Vertrag bei Werder Bremen vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängert.
Der Chef bleibt an Bord - Ende Juli 2019 hat Florian Kohfeldt seinen Vertrag bei Werder Bremen vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängert. © gumzmedia

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