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Für Pizarro ist auch in der nächsten Saison ein Platz bei Werder frei.

Kohfeldt schwärmt vom Werder-Oldie

Pizarro – es riecht nach Verlängerung

Bremen – Er hatte nicht getroffen und auch kein Tor vorbereitet, doch Claudio Pizarro war bei Werders 2:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg trotzdem so etwas wie der heimliche Matchwinner.

Und wer anschließend hörte, wie sehr Coach Florian Kohfeldt die Bedeutung seines schon 40-jährigen Angreifers im Kader hervorhob, der konnte durchaus zu dem Schluss kommen: Es riecht nach einer Vertragsverlängerung bei Pizarro und damit einem weiteren Jahr bei Werder.

Werder-Fans lieben Pizarro

„Mir fehlen häufig die Worte für Claudio. Er war zwischendurch drei Wochen verletzt, dann kommt er wieder. Er macht die Mitspieler besser. Er gibt dem ganzen Stadion das Gefühl, jetzt passiert wieder was“, sagte Kohfeldt bei Sky und schwärmte: „Ich bin sehr froh, ihn mindestens dieses Jahr noch bei uns zu haben." Das Wörtchen „mindestens“ werden die Werder-Fans gerne hören. Sie lieben ihren Pizarro. Aber das ist keineswegs ein Abfeiern vergangener Taten, sondern der stete Glaube an weitere Hilfe des Peruaners. Wie eben auch gegen Freiburg. Werder verlor in der zweiten Halbzeit etwas die Geduld, sich Chancen herauszuspielen. Es drohte nach 29 Spielen die erste Bundesliga-Partie ohne eigenes Tor.

„Zum Glück haben wir ja diesen jungen Peruaner auf der Bank sitzen. Den haben wir gebracht, dann hatten wir wieder mehr Ruhe auf dem Platz“, erzählte Kohfeldt mit einem breiten Grinsen im Gesicht und war im Gespräch mit dem Club-TV kaum noch zu bremsen: „Claudio ist ein wahnsinniges Phänomen. Wenn er eingewechselt wird, verändert er die Statik des Spiels. Ich möchte heute ein großes Kompliment aussprechen – für seine Lebensleistung, aber auch dafür, wie er uns immer noch hilft. Er war heute der Schlüssel.“

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Und warum sollte Werder diesen Türöffner freiwillig abgeben? Natürlich ist mit Niclas Füllkrug bereits ein echter Mittelstürmer im Anflug, die Verpflichtung des Hannoveraners gilt als sehr wahrscheinlich, doch für einen Pizarro ist auch dann immer noch ein Platz frei. Zumal er diese Saison bewiesen hat, dass er gut mit einer Nebenrolle leben kann, nicht unzufrieden wird, wenn er nicht spielt. Das ist bei einem Spieler mit der Vita eines Pizarros keineswegs selbstverständlich. Der 40-Jährige genießt einfach den Spätherbst seiner Karriere, quält sich dafür aber auch. Um seine muskulären Probleme in den Griff zu bekommen, flog er in den vergangenen Wochen nach München, ließ sich dort von Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandeln. Nach der Saison will Pizarro entscheiden, ob sein Körper noch eine weitere Saison zulässt. Gibt er grün-weißes Licht, dann dürfte wohl auch Werder zustimmen.

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Fotostrecke: Bremer Geduld wird belohnt

Werder Bremen gegen SC Freiburg
Werder Bremen gegen SC Freiburg  © dpa
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Doch nun zählen erst einmal andere Dinge. „Wir sind auf jeden Fall bereit für die beiden Spiele gegen die Bayern. Wir wollen in der Liga punkten, am besten gewinnen. Und im Pokal wollen wir ins Finale“, kündigte Pizarro vor dem Doppelpack gegen die Münchner an. Für ihn sind es ganz besondere Spiele, schließlich hat er mit den Bayern alles gewonnen, was ein Profi so gewinnen kann. Zwei Mal hat er den Rekordmeister schon mit Werder besiegt - 2001 und 2008. Im Pokal und in einem Heimspiel ist ihm das allerdings noch nicht gelungen. Noch hat Pizarro die Möglichkeit, das zu ändern.

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