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Claudio Pizarro meisterte sein 20-minütiges Comeback für Werder Bremen ziemlich souverän.

Kohfeldt lobt den Rückkehrer

Pizarro schon im Papa-Modus

Lohne - Claudio Pizarro ist vom SV Werder auch verpflichtet worden, um den jungen Angreifern zu helfen, quasi den Stürmer-Papa zu geben. Den Auftrag hat der 39-Jährige gleich bei seinem Comeback erfüllt – und sich dabei ganz nebenbei auch selbst ordentlich in Szene gesetzt.

Natürlich stand Pizarro bei seinem 20-minütigen Comeback im Blickpunkt, aber beim 1:1 (1:0) gegen den holländischen Erstligisten VVV Venlo in Lohne machte auch Neuzugang Yuya Osako bei seiner Premiere Trainer Florian Kohfeldt mehr als glücklich.

„Super, super, super“, lautete das Urteil von Kohfeldt zu Osako, der in der 27. Minute für den leicht angeschlagenen Martin Harnik (muskuläre Probleme) eingewechselt worden war: „Er hat die Bälle im Zwischenraum geholt, ist in die Tiefe gegangen. Yuya wird ein großer Gewinn für uns sein.“ Nicht ohne Grund hat Werder auch sechs Millionen Euro Ablöse für den Japaner an den 1. FC Köln überweisen.

Pizarro, der fortan bei Werder mit der Rückennummer 4 aufläuft, war dagegen ablösefrei und spielt für ein geringes Grundgehalt. Gut verdienen kann der Stürmer-Oldie erst, wenn er spielt und trifft. Dass dies durchaus noch möglich ist, deutete Pizarro zumindest an. Da gab es ein gutes Dribbling, dann schirmte er den Ball gut ab – und er suchte auch den Abschluss.

Aber Kohfeldt war eine andere Sache viel wichtiger. „Man sieht, welchen Wert Claudio für die anderen Spieler hat“, betonte der Coach: „Am meisten hat heute Johannes Eggestein von Claudios Einwechslung profitiert. Auf einmal waren Wege für ihn frei.“ Und dazu gab es auch gute Anspiele von Pizarro – zum Beispiel auf Osako, der dann im Anschluss aber zu lange zögerte.

Kohfeldt verspricht bessere Chancenverwertung

Das war eigentlich das einzige Manko beim Test gegen Venlo. Lediglich Harnik traf für die Grün-Weißen. Das allerdings ziemlich sehenswert. Der 31-Jährige war leichtfüßig durch die Abwehr spaziert, um dann auch noch ganz cool abzuschließen (24.). Neuzugang Davy Klaassen hatte ihn in Szene gesetzt und damit den nächsten Scorerpunkt gesammelt. Bei seinem ersten Auftritt am Freitag in Bielefeld hatte der 13,5-Millionen-Einkauf vom FC Everton selbst getroffen – nach Vorarbeit von Harnik.

Aber es passt nicht nur bei ihnen, Werder hatte gegen die Holländer schon eine gute Spielkontrolle, schaffte es auch häufiger als zuletzt in Bielefeld und Groningen in die gefährliche Zone. Und das wirkte nur selten zufällig. „Sieben, acht Hunterprozentige“ hatte Kohfeldt gezählt und war mit dieser Chancen-Zahl zufrieden. Die mangelhafte Verwertung schob er auf die fehlende Frische und versprach: „Das wird noch kommen.“

Fotostrecke zum Werder-Testspiel gegen VVV Venlo

Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.
Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.  © gumzmedia
Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.
Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.  © gumzmedia
Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.
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Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.
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Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.
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Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.
Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.  © gumzmedia
Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.
Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.  © gumzmedia
Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.
Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.  © gumzmedia
Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.
Werder Bremen hat am Montagabend in Lohne gegen VVV Venlo gespielt.  © gumzmedia

Mit der Abwehrarbeit war er fast durchgängig zufrieden. Nur einmal habe sein Team bei der Konterabsicherung nicht aufgepasst. Den Ausgleich der Holländer nahm der Coach dann sogar ein wenig auf die eigene Kappe. Durch die vielen Auswechslungen sei das bei Standards mit der Zuordnung für die Spieler nicht immer so einfach. Martin Samuelson hatte nach einer Ecke das 1:1 geköpft (50.).

Das Ergebnis ärgerte Kohfeldt schon ein bisschen: „Ich hätte den Jungs den Sieg wirklich gegönnt.“ Aber auch mit dem Unentschieden konnten die meisten ganz gut leben. Pizarro grinste, als er vom Platz ging. Die 2815 Zuschauer hatten ihn toll empfangen – und er konnte sich vor Autogrammwünschen kaum retten. Das meisterte er genauso souverän wie seine ersten 20 Minuten nach seiner vierten Rückkehr zu Werder. Sein Fitnesszustand ist gewiss noch nicht optimal, aber Kohfeldt urteilte: „Claudio war in der Lage, das umzusetzen, was er machen wollte. Man hatte nicht das Gefühl, dass er erstaunt war, dass die anderen schneller waren.“

Werder Bremen: Pavlenka (46. Plogmann) – Gebre Selassie, Veljkovic (46. Langkamp), Moisander, Friedl (67. Beste) – M. Eggestein, Bargfrede, Klaassen (67. J. Eggestein) – Harnik (27. Osako), Kruse (67. Pizarro), Rashica (46. Kainz).

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