Clemens Fritz im Fokus: Der Vertrag von Werder Bremens Leiter Profifußball läuft aus.
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Clemens Fritz im Fokus: Der Vertrag von Werder Bremens Leiter Profifußball läuft aus.

Vertragsverlängerung mit Fritz?

Vertrag von Clemens Fritz läuft aus: Bald sollen Gespräche über Zukunft von Werders Leiter Profifußball starten

Bremen – Etwas merkwürdig kam es Clemens Fritz im Herbst 2019 schon vor, diesem Mann plötzlich in einem komplett anderen Setting zu begegnen: In einem Seminarraum statt auf dem Fußballplatz, in Anzug und Oberhemd statt in Trikot und Stutzen. Zweimal war der Ex-Profi des SV Werder Bremen in seiner Karriere gegen den FC Chelsea und damit auch gegen Didier Drogba angetreten, den Topstürmer, den Weltstar von der Elfenbeinküste – der nun zu seinem Kommilitonen geworden war.

Genau wie Fritz gehört auch Drogba dem dritten Jahrgang des sogenannten „Executive Master for International Players“-Programms (kurz: MIP) an, ein von der UEFA aufgelegter Management-Studiengang, dessen Schwerpunkt, klar, auf dem Sport liegt. Läuft alles nach Plan, hat Clemens Fritz seinen Abschluss im Herbst nach drei Jahren endlich in der Tasche. Was fraglos eine prominente Zusatzqualifikation für den 41-Jährigen wäre – auf seine direkte berufliche Zukunft aber eher geringen Einfluss haben dürfte. Fritz’ Vertrag als Leiter Scouting- und Profifußball bei Werder Bremen läuft nämlich schon im Sommer aus. Demnächst wollen beide Seiten über eine mögliche Verlängerung sprechen.

„Ich stehe mit Frank Baumann in ständigem Austausch, natürlich auch in dieser Sache“, sagt Fritz im Gespräch mit der DeichStube über die Zusammenarbeit mit Werders Sportchef, dessen rechte Hand er seit nunmehr knapp drei Jahren ist. Im Sommer 2019 übernahm Fritz, der als Profi stolze elf Jahre lang für Werder aufgelaufen war, nach einem einjährigen Trainee-Programm im Verein seinen ersten Funktionärsjob und kümmerte sich fortan um die an andere Clubs verliehenen Spieler. Nur wenige Monate später stieg der Ehrenspielführer des SV Werder Bremen dann bereits zum Leiter der Scouting-Abteilung auf, ehe er im Sommer 2020 noch den Titel „Leiter Profifußball“ dazu bekam, was seine Rolle auch nach außen hin deutlich mehr betonen sollte.

Werder Bremen und Clemens Fritz: Vieles spricht für eine Vertragsverlängerung

Seit der laufenden Saison sitzt Clemens Fritz anstelle von Baumann bei den Spielen mit auf der Trainerbank und übernimmt darüber hinaus auch dessen Part bei den offiziellen Spieltagspressekonferenzen, wo er seitdem an der Seite des Cheftrainers Rede und Antwort steht. Wie sehr Baumann die Zusammenarbeit mit seinem Teamkollegen von einst – beide standen in 69 Spielen gemeinsam für Werder auf dem Platz – schätzt, hat der Sportchef schon mehrfach betont, weshalb vieles für eine Vertragsverlängerung mit Fritz spricht.

„Mir macht mein Job großen Spaß. Ich fühle mich sehr wohl in Bremen und arbeite gerne mit Frank zusammen“, sagt Fritz selbst über seinen direkten Vorgesetzten, dessen Arbeitspapier erst vor einigen Wochen bis 2024 verlängert worden war. Dass Fritz nun folgt, erscheint vor diesem Hintergrund und angesichts der gegenseitigen Wertschätzung nur logisch. „Bisher war noch keine Zeit, um intensiv über dieses Thema zu sprechen“, sagt Clemens Fritz. Und: „Wir werden uns demnächst aber zusammensetzen, und dann sehen wir weiter.“

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Neuer Vertrag für Clemens Fritz bei Werder Bremen? „Bisher war noch keine Zeit, um darüber intensiv zu sprechen“

Zumindest was sein UEFA-Studium betrifft, hat Fritz in der kommenden Zeit nun wieder etwas mehr Luft. In der vergangenen Woche hat der Ex-Profi während eines Moduls in Amsterdam bereits seine 70-seitige Abschlussarbeit verteidigt, die sich mit dem relativen Alterseffekt im Fußball beschäftigt. Dieser beschreibt – grob umrissen – den Unterschied zwischen kalendarischem und biologischem Alter und ist vor allem in der Nachwuchsförderung ein großes Thema.

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Endgültig abgeschlossen ist der MIP, zu dessen Absolventen unter anderem die ehemaligen Spieler Eric Abidal, Nuno Gomes, Sebastian Kehl und Youri Djorkaeff zählen, damit aber noch nicht für Clemens Fritz. Im Mai steht das vorletzte Modul in den USA auf dem Programm, im September dann das letzte in Dortmund oder Manchester, ehe es im Oktober zur Abschluss-Zeremonie kommt. Fritz’ Zukunft bei Werder Bremen wird sich bis dahin schon lange geklärt haben. (dco) Neue Marktwerte - Werder Bremen stellt die beiden Top-Gewinner – Leo Bittencourt größter Verlierer der 2. Bundesliga!

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