Clemens Fritz, Leiter Profifußball bei Werder Bremen, kritisiert, dass die Grün-Weißen zu viele Chancen zulassen - und fordert mehr Konzentration und gegenseitige Unterstützung.
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Clemens Fritz, Leiter Profifußball bei Werder Bremen, kritisiert, dass die Grün-Weißen zu viele Chancen zulassen - und fordert mehr Konzentration und gegenseitige Unterstützung.

Werder-Funktionär fordert mehr Konzentration

„Normalerweise wirst du dafür bestraft“: Zu anfällig? Clemens Fritz findet, dass Werder Bremen zu viele Chancen zulässt

Bremen – Der Gegner hatte nicht gerade ein fußballerisches Feuerwerk abgebrannt, eigentlich war er sogar ordentlich mit sich selbst beschäftigt. Der FC Schalke 04 plagt sich schließlich mit einigen personellen Problemen herum, als Tabellenletzter samt einer mehr als durchwachsenen Vorbereitung strotzen die Gelsenkirchener auch nicht wirklich vor Selbstbewusstsein. Umso erstaunlicher war es, dass es die Königsblauen dennoch schafften, den SV Werder Bremen beim jüngsten Testspiel gleich mehrfach in Verlegenheit zu bringen. Und das kam auch bei den Verantwortlichen der Grün-Weißen nicht ganz so gut an.

Clemens Fritz probiert es zunächst noch mit einem Lob. „Wir haben gegen Schalke viele gute Situationen mit dem Ball im Offensivspiel gehabt, einzelne Abläufe wurden sehr gut durchgespielt“, erklärt der Leiter Profifußball des SV Werder Bremen im Gespräch mit der DeichStube. Das große Aber schickt der 42-Jährige jedoch sofort hinterher. „Man muss aber auch sagen, dass wir zu viele Chancen zugelassen haben. Wir sind da nicht blauäugig oder verschließen die Augen davor.“ Und Clemens Fritz betont: „Die Schalker hatten drei, vier hundertprozentige Möglichkeiten, die wir so nicht zulassen dürfen. Normalerweise wirst du in einem Bundesligaspiel dafür bestraft.“

Werder Bremens Clemens Fritz über die Defensive: „Wir wissen, dass wir noch Arbeit vor uns haben“

Im bisherigen Saisonverlauf haben die Bremer meist ganz gut verteidigt. Lediglich beim 1:6 gegen den FC Bayern München und dem 3:4 gegen Eintracht Frankfurt gab es negative Ausschläge. Auch deshalb ist die Anzahl der Gegentore auf 27 Treffer gestiegen, mit dem VfL Bochum (36), Schalke 04 (32) und dem 1. FC Köln (29) kassierten nur drei Vereine mehr. Besonders auffällig beim Testspiel gegen Schalke 04: Bei hohen Bällen war Werder Bremen anfällig. „In solchen Situationen müssen wir viel konzentrierter sein und uns gegenseitig unterstützen“, fordert Clemens Fritz. „Da hat sich manchmal der eine ein bisschen zu sehr auf den anderen verlassen. Das darf so nicht passieren. Einer muss die Situation dann eben auch klären. Da haben wir gegen Schalke gesehen, dass bei uns noch Luft nach oben ist.“

Ein paar Tage sind es noch bis zur Fortsetzung des Ligabetriebs. Am Samstag (18.30 Uhr, im DeichStube-Liveticker) tritt der SV Werder Bremen beim 1. FC Köln an. Zeit, die am Osterdeich nicht einfach so verstreichen soll. So jedenfalls wünscht es sich Clemens Fritz. „Wir wissen, dass wir noch Arbeit vor uns haben und müssen die Trainingswochen weiter intensiv nutzen.“ (mbü) Schon gelesen? So sehen Fans das Bundesliga-Spiel Werder Bremen gegen 1. FC Köln live im TV und im Livestream!

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