Werder Bremen steckt tief drin im Abstiegskampf, doch Coach Florian Kohfeldt sieht bei seinen Jungs kein Kopfproblem.
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Werder Bremen steckt tief drin im Abstiegskampf, doch Coach Florian Kohfeldt sieht bei seinen Jungs kein Kopfproblem.

„Billige Ausrede“

Werder-Coach Kohfeldt sieht kein Kopfproblem

Bremen – Keine Frage: Es sind Zahlen eines Absteigers, oder zumindest eines ganz heißen Anwärters auf den Gang in die zweite Bundesliga. Seit 694 Minuten hat Werder Bremen in der Bundesliga kein Tor mehr selbst erzielt.

Dazu hat die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt mit 51 die meisten Gegentreffer aller Teams kassiert, 17 davon nach Standards, was ebenfalls der schlechteste Wert der Liga ist. Vorne geht nichts mehr, hinten dafür viel zu viel rein – auch nach dem 0:3 in Leipzig hat sich Kohfeldt wieder auf Spurensuche für die anhaltende Misere begeben und dabei für sich einen Ansatz klar ausgeschlossen: Die Mannschaft habe kein Kopfproblem!

„Ich habe den Spielern gesagt, dass es für mich eine billige Ausrede ist, zu sagen, es ist ein Kopfproblem“, betonte der 37-Jährige. In Leipzig sei vielmehr „die fehlende Aufmerksamkeit“ bei allen Gegentoren ausschlaggebend für die Niederlage gewesen, „die Aufmerksamkeit auf Handlungen“, wie Kohfeldt hervorhob. Also weniger mentale Verkrampfung, dafür eher Schlafmützigkeit, zu spätes Reagieren in den entscheidenden Situationen.

Werder Bremen: Kohfeldt legt Trainingsschwerpunkt auf Offensive 

Auch die dauerhafte Flaute in der Offensive hat für Kohfeldt nichts mit einem Kopfproblem zu tun. „Darüber könnten wir reden, wenn wir uns in den Räumen bewegen, in denen wir es uns vorgenommen haben, und es dann nicht klappt“, sagte der Coach. Das Problem: Werder Bremen kommt erst gar nicht in diese Räume, scheitert fußballerisch bereits auf dem Weg dorthin. „Wir müssen so schnell es geht unsere Grundprinzipien im Offensivspiel auf den Platz bringen“, sagte Kohfeldt – und erklärte: „Das heißt, die Zwischenräume besetzen, Tiefe anlaufen und grundsätzlich viel schneller den Ball zirkulieren lassen, um überhaupt erst in diese Situation zu kommen.“ 

Damit das am Samstag gegen den BVB (endlich) wieder besser klappt, hat der Trainer den Schwerpunkt in den ersten Tagen der Woche vor dem Spiel auf die eigene Offensive gelegt. Im Geheimtraining am Donnerstag ging es dann um gegnerische Standards. Werders Dauerthemen der Saison, sie bleiben also bis zum Schluss. (dco)

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