Werder-Trainer Werner über Corona-Pandemie

„Es ist eine Lotterie“: Ole Werner über das Risiko eines Corona-Ausbruchs bei Werder Bremen

Bremen – Erst der FSV Mainz 05, dann Fortuna Düsseldorf – und jetzt hat es auch den Hamburger SV erwischt: Heftige Corona-Ausbrüche stellen den deutschen Profifußball vor neue Probleme und wirbeln den Spielbetrieb mehr und mehr durcheinander. Auf der Zielgeraden der 1. und 2. Bundesliga droht das Infektionsgeschehen erneut ein ganz entscheidender Aspekt zu werden. Ole Werner, Trainer des SV Werder Bremen, hat einst bei Holstein Kiel erlebt, wie schwierig es ist, Gesundheit und sportliche Ambitionen miteinander zu vereinen, wenn im Saisonendspurt coronabedingt mehrwöchige Zwangspausen nötig sind und kräftezehrende Nachholspiele binnen weniger Tage absolviert werden müssen. Und der 33-Jährige ist fest davon überzeugt, dass das Virus abermals enormen Einfluss auf den Auf- und Abstiegskampf hat.

„Das wird sicherlich ein Faktor sein“, betonte Ole Werner am Donnerstag während der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim (Samstag, 20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). „Natürlich hofft man erst einmal, dass man nicht selbst davon betroffen ist. Wenn man aber die Mannschaften durchgeht, die in den letzten Tagen etwas vermelden mussten, dann sieht man, dass uns das Thema erhalten bleibt“, fügte der Trainer des SV Werder Bremen an.

Werder Bremen-Trainer Ole Werner über Risiko eines Corona-Ausbruchs: „Natürlich hofft man, dass man nicht selbst betroffen ist“

Beim Erstligisten aus Mainz etwa hatte schon in der vergangenen Woche die Partie gegen Borussia Dortmund verlegt werden müssen, nun beantragte der FSV auch die Verschiebung des nächsten Spiels gegen den FC Augsburg. Gleich zwölf Spieler seien derzeit mit Corona infiziert, heißt es von Vereinsseite. Fortuna Düsseldorf, Liga-Konkurrent des SV Werder Bremen, hatte zunächst über acht Covid-19-Fälle geklagt, ehe Tests am Mittwoch zwölf weitere positive Befunde im Kader und Betreuerstab hervorbrachten. Die Austragung des Duells mit dem SC Paderborn ist mehr als fraglich.

Beim HSV sei ein „Großteil des Kaders und des Staffs“ betroffen, wie der Konkurrent des SV Werder Bremen am Donnerstag mitteilte, auf genaue Zahlen jedoch verzichtete. „Wir wären in der aktuellen Lage leider nicht spielfähig und haben die für heute angesetzten Trainingseinheiten abgesetzt“, sagte Sportvorstand Jonas Boldt. Die Hamburger beantragten zudem bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) die Verlegung des anstehenden Spiels gegen Erzgebirge Aue.

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Bei Werder Bremen werden die Ereignisse bislang aus der Distanz registriert. Bislang. Denn ausgeschlossen sind derartige Entwicklungen natürlich auch am Osterdeich nicht. „Das sind alles Dinge, die man selbst nicht in der Hand hat“, erklärte Trainer Ole Werner. „Wir versuchen, uns weiterhin bestmöglich zu schützen, indem wir jeden Tag testen, uns in geschlossenen Räumlichkeiten mit Mundschutz bewegen und dafür sensibilisieren, wie wir uns im Privaten bestmöglich verhalten können ohne sich dabei zu Hause einzuschließen. So hoffen wir, dass wir möglichst glimpflich durchkommen, aber es ist auch ein Stück weit eine Lotterie.“

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Eine Verschärfung der teaminternen Vorschriften ist jedoch trotz der Hiobsbotschaften von anderen Liga-Standorten bei Werder Bremen nicht vorgesehen. „Aktuell gibt es keine Überlegungen, noch weitere Dinge einzuführen“, betonte Trainer Ole Werner. „Wir haben ohnehin relativ hohe Hürden. Das tägliche Testen ist es hoffentlich, dass einen möglichen größeren Ausbruch frühzeitig erkennbar machen würde.“ (mbü)

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