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Der Verteidiger des SV Werder Bremen, Theodor Gebre Selassie, fordert indirekt eine Unterbrechung der Saison.

Gebre Selassie in Medienrunde

Wegen Coronavirus: Erster Werder-Spieler fordert indirekt Saison-Unterbrechung

Bremen – Es war wahrlich keine leichte Aufgabe, die Theodor Gebre Selassie da zu bewältigen hatte. Als erster Profi des SV Werder Bremen stellte sich der Tscheche in dieser Woche den Medien – und wurde am Donnerstagmorgen natürlich zum Thema Coronavirus gelöchert.

Und dabei ließ der 33-Jährige als erster Bundesliga-Profi durchblicken, dass er sich eine Unterbrechung der Saison zum Wohle der Gesundheit aller wünschen würde. Geisterspiele, wie das für Werder Bremen geplante am Montag gegen Leverkusen, sind für Gebre Selassie jedenfalls keine Lösung, um die Fußball-Saison zu retten.

„Es ist bitter, ohne Fans zu spielen, das macht für mich auch keinen Sinn“, sagte Gebre Selassie in einer Medienrunde im Weserstadion. Er hatte sich am Abend zuvor im Fernsehen die beiden Champions-League-Spiele angeschaut – in Paris ohne Zuschauer, in Liverpool mit Fans. „Was für ein Unterschied“, meinte Gebre Selassie und urteilte mit Blick auf das Spiel der Dortmunder in Frankreich: „Das war langweilig.“

Werder Bremen: Theodor Gebre Selassie lehnt Geisterspiele ab

Aber der Abwehrspieler will nun keineswegs die Fans in die Stadien zurückholen. Volle Arenen sind aus seiner Sicht in Zeiten des Coronavirus ein „No-go“. „Wir brauchen die Begrenzung, sonst wird es ewig dauern, das Virus in den Griff zu bekommen. Dann treffen sich die Menschen immer weiter und stecken sich an“, sagte Gebre Selassie. Da er gleichzeitig Geisterspiele ablehnt, bleibt also nur eine Saison-Unterbrechung. Direkt darauf angesprochen, zögerte Gebre Selassie mit einer klaren Antwort, schaute zum neben ihm sitzenden Pressesprecher Christoph Pieper und wiederholte dann noch einmal, dass Geisterspiele keinen Sinn machen. Zu weit wollte sich Gebre Selassie als Spieler dann doch nicht aus dem Fenster lehnen und schon gar nicht seinem Club Probleme bereiten. Dafür ist er viel zu loyal.

Werder Bremen: Gebre Selassie sorgt sich wegen Coronavirus

Aber die Sorgen vor dem Coronavirus konnte und wollte der 33-Jährige nicht verbergen. „Natürlich hat sich unser Alltag verändert“, berichtete der Vater von zwei kleinen Kindern: „Wir sind oft nur noch zu Hause. Wenn wir mit den Kindern rausgehen, dann höchstens mal in den Park. Wir versuchen, nicht so viel Kontakt mit anderen Menschen zu haben. Es ist eine unangenehme Situation.“

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