Coronavirus-Krise: Alle News & Infos aus dem Sport im Live-Ticker

Werder Bremen und das Coronavirus im Live-Ticker: Uefa-Präsident nennt Deadline für „Restart“

Das Coronavirus hat auch den Fußball fest im Griff: Was bedeutet das für den SV Werder Bremen? Wird die Bundesliga-Saison abgebrochen? Im Live-Ticker der DeichStube halten wir Euch mit allen News und Infos auf dem Laufenden. 

  • Coronavirus und die Folgen für den SV Werder Bremen im Live-Ticker
  • UEFA-Boss nennt Deadline für „Restart“ der Saison
  • Champions-League-Clubs spenden - wie viel bekommt Werder Bremen?

Update vom 29.März 2020, 20.00 Uhr: Odyssee für Ex-Werder-Profi Marko Arnautovic - In Dubai in Quarantäne

Dubai - Der Ex-Stürmer des SV Werder Bremen, Marko Arnautovic, befindet sich im Zuge der Coronavirus-Krise unter kuriosen Umständen in Dubai in Quarantäne. Wie der 85-malige österreichische Nationalspieler am Sonntag im „ORF“ berichtete, wurde er nach einem Deutschland-Aufenthalt von seinem Club Shanghai SIPG aufgefordert, sich wieder in die Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu begeben und sich dort zu isolieren.

Die Spieler des Shanghai-Vereins hatten nach einem Trainingslager in Dubai die Erlaubnis erhalten, zu ihren Familien zu reisen. Marko Arnautovic flog daraufhin nach Deutschland, wo sich seine Frau und die beiden Töchter aufhalten. „Dann habe ich nach drei, vier Tagen die Anweisung bekommen, nach Dubai zurückzukommen, weil Deutschland für China ein Risikoland ist“, erklärte der 30-Jährige. 

Während seine Teamgefährten Dubai längst verlassen haben, geht Arnautovic davon aus, dass er noch bis zu zehn Tage in den Emiraten bleiben muss, ehe die Rückkehr nach China erfolgen kann.

„Hier ist es ungefähr dasselbe wie überall. Man darf sich zwar draußen bewegen, tut es aber nicht. Von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr ist alles dicht, keiner darf auf die Straße gehen. Solltest du es trotzdem machen, gibt es eine heftige Strafe“, berichtete der frühere Profi von Werder Bremen (14 Tore in 72 Spielen).

Der Spielbetrieb in China könnte Mitte oder Ende Mai wieder aufgenommen werden. „Dort ist in Anführungszeichen fast alles vorbei und gut, aber sie sind noch sehr vorsichtig“, sagte Österreichs Fußballer des Jahres 2018. (dpa/len)

Werder Bremen und das Coronavirus: Saison muss bis Ende Juni weitergehen

Update vom 29. März 2020, 16.30 Uhr: UEFA-Präsident nennt Deadline - „Restart“ spätestens Ende Juni

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat erstmals eine generelle Ausweitung der laufenden Saison bis in den Sommer ins Spiel gebracht. Zugleich nannte der 52-Jährige eine Deadline, wann der Ball spätestens wieder rollen müsse, um die Spielzeit 2019/20 noch zu retten. „Wir könnten Mitte Mai, Anfang Juni oder Ende Juni starten“, sagte der Slowene der italienischen Zeitung „La Repubblica“ (Samstag). Danach aber, betonte er, danach sei die Saison „sehr wahrscheinlich verloren“.

Hinter den Kulissen verhandelt die Europäische Fußball-Union bereits mit den nationalen Ligen über eine Anpassung des Spielkalenders. Bei einer Einigung könnte diese Saison „zu Beginn der kommenden“ Spielzeit beendet werden. Das wäre erst im August - und hätte unweigerlich zur Folge, dass die Serie 2020/21 „ein bisschen später“ beginnen müsste, so Ceferin.

Allerdings sind die Termin-Optionen wegen der Verschiebung der Europameisterschaft in den Sommer 2021 sehr begrenzt. Die Euro soll vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 steigen. Eine endgültige Entscheidung über eine Verlängerung dieser Saison ist daher noch nicht gefallen, zumal neben den nationalen Ligen auch die Champions League und Europa League für unbestimmte Zeit ausgesetzt sind. (dpa/sid)

Update vom 28. März 2020, 13 Uhr: So vertreibt sich Nils Petersen die Langeweile in der Corona-Krise

Nils Petersen fehlt sein „Lebenselixier“ und lernt jetzt Klavier: Der Ex-Stürmer von Werder Bremen, aktuell in Diensten des SC Freiburg, spricht mit DeichFUMS über seinen Zeitvertreib in der Coronavirus-Krise, Heimtraining und eine mögliche Rückkehr zu Werder Bremen.

Update vom 27. März, 17.00 Uhr: 

Coronavirus und Werder Bremen: Verlängert die Fifa Spielerverträge und Transferfenster?

Können der SV Werder Bremen und Co. bei dem Ziel, die Bundesliga-Saison regulär zu Ende zu spielen auf die Hilfe des Fußballweltverbandes bauen? Bei der FIFA schreiten die Überlegungen zu einer Modifikation des Sommer-Transferfensters und einer Änderung der zum 30. Juni auslaufenden Spielerverträge voran. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat eine von der FIFA wegen der Coronavirus-Pandemie einberufene Arbeitsgruppe erste Möglichkeiten umrissen.  

So könnten nach den Plänen nun Spielerverträge je nach Spieldauer in den nationalen Ligen unterschiedlich lange ihre Gültigkeit bis in den Juli behalten. Endet eine Liga zum Beispiel am 10. Juli und eine andere am 15. Juli, würden die Verträge entsprechend verlängert werden. Die strikte Transferzeit, die in der Bundesliga Ende August enden würde, könnte ebenso möglicherweise flexibler gestaltet werden, um Vereinen wie Profis mehr Planungsspielraum zu geben.

Update vom 27. März, 17.00 Uhr: DFB-Pokal-Halbfinals wegen Coronavirus verlegt

Der Deutsche Fußball-Bund hat die DFB-Pokal-Halbfinalspiele Bayern München gegen Eintracht Frankfurt und 1. FC Saarbrücken gegen Bayer Leverkusen wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verlegt. Die Partien waren ursprünglich am 21./22. April geplant. Für die Vereine sei aufgrund der Coronavirus-Pandemie derzeit aber weder eine Planungssicherheit gegeben noch eine adäquate Vorbereitung aus sportlicher Sicht möglich, teilte der DFB am Freitag mit.

„Gemäß der aktuellen Verfügungslage ist der Spielbetrieb untersagt und ein Trainingsbetrieb nur sehr eingeschränkt möglich. Es ist davon auszugehen, dass die Verfügungslage auch für die avisierten Pokaltermine bestehen bleibt und keine Fußballspiele ausgetragen werden dürfen“, begründete der DFB die Verschiebung. (dpa)

Coronavirus: FIFA-Boss fordert „harte Maßnahmen“ um Bundesliga-Saison abzuschließen

„Diese Arbeit hat bereits begonnen und wird in Absprache mit allen wichtigen Interessengruppen durchgeführt, einschließlich Konföderationen, Mitgliedsverbänden, Vereinen, Ligen und Spielern“, hieß es dazu zuletzt von der FIFA. Präsident Gianni Infantino hatte zu Wochenbeginn angekündigt, wegen der Verzögerungen im Spielbetrieb der nationalen Ligen Fristen im Sommer zu überprüfen. „Es braucht harte Maßnahmen“, sagte er. „Aber wir haben keine Wahl. Wir müssen alle Opfer bringen.“ (dpa)

Update vom 26. März, 18.05 Uhr:

Wegen der andauernden Coronavirus-Krise und der möglichen finanziellen Belastungen denkt auch der SV Werder Bremen über das Thema Kurzarbeit nach, um Gelder einsparen zu können.

Coronavirus: Champions-League-Clubs geben 20 Millionen Euro - was bekommt Werder Bremen?

Update vom 26. März, 13.31 Uhr:

Die Champions-League-Vertreter der Bundesliga zeigen sich in der Coronavirus-Krise solidarisch: Der FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen stellen den Clubs der ersten und zweiten deutschen Spielklasse 20 Millionen Euro zur Verfügung.

„Ziel ist es, in von der Corona-Krise ausgelösten Härtefällen Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga zu unterstützen", heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Inwiefern der SV Werder Bremen von diesen Geldern profitiert, ist noch nicht klar. Über die Kriterien zur Verteilung der 20 Millionen Euro wird letztlich das DFL-Präsidium entscheiden.

Wie Borussia Dortmund in einer Pressemitteilung erklärt, werden die vier Champions-League-Vertreter auf ihren Anteil an noch nicht verteilten nationalen Medienerlösen der DFL in der kommenden Saison verzichten. „Dieser Betrag, der bei Anwendung des derzeitigen Verteiler-Schlüssels rund 12,5 Millionen Euro ausmachen würde, wird seitens des Quartetts noch einmal um 7,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln aufgestockt", heißt es in der Mitteilung des BVB weiter.

„Zusammen mit den anderen drei Champions-League-Teilnehmern wollen wir mit dieser Aktion ein Zeichen der Solidarität zu allen Clubs der Bundesliga und der zweiten Bundesliga setzen. In diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die stärkeren Schultern die schwächeren Schultern stützen. Damit wollen wir auch zeigen, dass der Fußball gerade jetzt zusammensteht", so Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München. (tst)

Update vom 26. März, 10.00 Uhr:

Werder Bremen befindet sich im Homeoffice: Jetzt hat Florian Kohfeldt der DeichStube ein paar Einblicke in seinen Alltag in den eigenen vier Wänden gewährt - und so viel sei verraten: Sein Handy glüht.

Werder Bremen und das Coronavirus: Wird im Mai wieder Bundesliga-Fußball gespielt?

Update vom 25. März, 11.00 Uhr:

Die Zwangspause der Bundesliga und des SV Werder Bremen ist wegen der Coronavirus-Krise gerade erst vom DFL-Präsidium bis zum 30. April ausgeweitet worden. Nun taucht ein interessantes Gerücht auf: Angeblich soll ab Mitte Mai wieder gespielt werden und die Saison dann bis Ende Juni durchgezogen werden.

Update vom 25. März, 9.00 Uhr:

Kapitän Niklas Moisander mal ganz privat: Der 34-jährige Finne gibt in Zeiten der Coronavirus-Krise Einblicke, wie es in seinen vier Wänden mit seinen beiden Töchtern und seiner Frau zugeht. Dabei spielt der Abwehrchef des SV Werder Bremen Lehrer und übt sich als Koch.

Update vom 24. März, 19.00 Uhr:

Für viele Werder-Fans sind es gerade sehr dunkle Zeiten. Kein Fußball, kein Werder Bremen, keine Flutlichtspiele in ihrem Wohnzimmer - dem Weserstadion.

Einen kleinen Grund zur Freude lieferte am Dienstagabend der verletzte Angreifer Niclas Füllkrug - es war ein echtes Versprechen. „Ich werde bleiben, egal, in welcher Liga Werder Bremen spielt. Ich bin doch nicht zu Werder zurückgekommen, um nur drei Spiele zu machen. Ich will hier noch ein paar Jahre spielen“, sagte der 27-Jährige in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Update vom 24. März, 16.00 Uhr: 

Die Wucht der Coronavirus-Krise zwingt auch den deutschen Profi-Fußball vorerst in die Knie. Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) verständigte sich auf einer Videokonferenz darauf, die Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga mindestens bis zum 30. April zu verlängern. 

Wegen Coronavirus: Auch die Olympischen Spiele 2020 verschoben!

Update vom 24. März, 15.00 Uhr:

Es ist eine historische und einmalige Entscheidung. Japan hat den Weg für die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio frei gemacht. Olympia soll nun 2021 stattfinden. Einen konkreten Zeitpunkt gibt es noch nicht. Es hat auch Auswirkungen auf Werder Bremen.

Update vom 24. März, 13.00 Uhr:

Kapitän Niklas Moisander hat am Dienstag in einer Medienrunde über die Entscheidung und die Gründe der Profis des SV Werder Bremen gesprochen, auf Teile ihres Gehalts verzichten zu wollen. 

Update vom 24. März, 11.00 Uhr:

Der SV Werder Bremen steckt in der Coronavirus-Krise fest - und damit auch die Personalplanungen für die kommende Saison. Sportchef Frank Baumann hat gegenüber der DeichStube erklärt, womit er auf dem Transfermarkt rechnet, warum die Zukunftsplanung aktuell so schwierig ist und wie er trotzdem am Ball bleibt.

Coronavirus: Werder Bremen-Spieler Maximilian und Johannes Eggestein spenden für #WeKickCorona

Update vom 23. März, 19.01 Uhr:

#WeKickCorona, die Spendeninitiative der FC Bayern-Profis Leon Goretzka und Joshua Kimmich, bekommt prominenten Support vom SV Werder Bremen: Maximilian und Johannes Eggestein gehören jetzt zu den Unterstützern.

#WeKickCorona sammelt Gelder für Hilfsbedürftige in der Coronavirus-Krise und hat nach eigenen Angaben bereits „über 3 Millionen Euro an karitative Vereine und deren soziale Einrichtungen aus allen gesellschaftlichen Bereichen gespendet. Angefangen von Einrichtungen der Tafel über medizinische Geräte in Krankenhäusern bis hin zur lokalen Obdachlosenhilfe oder Blutspendedienste, die jetzt auf sofortige Hilfe angewiesen sind“. Wer spenden will, kann das bei wekickcorona.com tun. (tst)

Coronavirus-Krise: Uefa verschiebt Endspiele der Champions League und Europa League

Update vom 23. März, 18.35 Uhr:

Die Europäische Fußball-Union hat die ursprünglich Ende Mai geplanten Endspiele in der Champions League und Europa League nun auch offiziell wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies teilte die UEFA am Abend mit. Das Finale in der Königsklasse sollte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel in der Europa League am 27. Mai in Danzig. 

Wegen der Corona-Krise sind alle europäischen Club-Wettbewerbe derzeit ausgesetzt. In der Champions League stehen noch vier Achtelfinal-Rückspiele aus, darunter auch das des FC Bayern München gegen den FC Chelsea. In der Europa League konnten nur sechs von acht Achtelfinal-Hinspielen stattfinden. Bezüglich neuer Spieldaten sei noch keine Entscheidung getroffen worden, teilte die UEFA mit. In der Vorwoche hatte die UEFA bereits die Europameisterschaft um ein Jahr in den Sommer 2021 verlegt. (dpa)

Update vom 23. März 2020, 17 Uhr:

Die Profis des SV Werder Bremen haben angeboten, in der Coronavirus-Krise auf Gehalt zu verzichten. Sportchef Frank Baumann erklärt, wie es dazu kam. 

Update vom 23. März 2020, 11.30 Uhr

Am Dienstag kommt das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Vorbereitung einer weiteren Mitgliederversammlung am 31. März zusammen. Das künftige Vorgehen soll beschlossen werden. Die 36 Profi-Vereine haben bislang eine Zwangspause bis zum 2. April beschlossen, allerdings gleichzeitig verkündet, dass man nicht davon ausgehe, „dass der Spielbetrieb am ersten April-Wochenende wieder möglich sein wird“.

Werder Bremen: Profis rufen wegen Coronavirus  zu „social distancing“ auf

Update vom 23. März 2020, 11.00 Uhr:

Auch wenn es mittlerweile alle begriffen haben sollten, kann man es nicht oft genug sagen: Bleibt zuhause! Auch viele Profis des SV Werder Bremen rufen dazu auf.

Update vom 23. März 2020, 10.00 Uhr:

Erst Profi, dann Manager, nun Berater – Thomas Eichin kennt den Fußball aus fast allen Perspektiven. Und natürlich macht sich der ehemalige Sportchef des SV Werder Bremen Gedanken, wie es mit dem Profi-Fußball weitergehen könnte und nennt im Gespräch mit der DeichStube auch interessante Lösungsansätze. Noch wichtiger ist dem 53-Jährigen aber der generelle Umgang mit der Coronakrise. Dabei hofft er auf ein Umdenken.

Update vom 22. März 2020:

Während der SV Werder Bremen in der Coronakrise im „Home-Office“ trainiert, bestreitet Bundesliga-Konkurrent VfL Wolfsburg das Training ab Montag wieder auf dem Vereinsgelände. Grund: Nach aktuellem Stand muss der VfL davon ausgehen, am 4. April bei Bayer Leverkusen antreten zu müssen. „So lange das nicht gecancelt ist, müssen wir das so annehmen", wird Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom „Kicker“ zitiert. 

Allerdings soll der Trainingsbetrieb nicht wie gewohnt stattfinden. Zunächst stehe eine Besprechung mit dem Team und dem Betreuerstab im Stadion an. „Wir werden die Abstände einhalten“, so Schmadtke. Trainiert werde deswegen erst einmal in vier Kleingruppen im Kraftraum, vier Kabinen stehen zur Verfügung, vier verschiedene Duschräume, „die nach jedem Gebrauch desinfiziert werden“. 

Auf den Rasen geht der VfL Wolfsburg aber vorerst nicht. Schmadtke: „Wir haben eine Ausnahmeregelung beantragt und auch erhalten. Wir gehen aber davon aus, dass die kommende Woche ohne Ball gearbeitet wird.“ (tst)

Coronavirus: Spielt Werder Bremen die Bundesliga-Saison im EM-Modus zu Ende?

Update vom 21. März 2020:

Die Bundesliga steht wegen der Coronakrise erheblich unter Termin-Druck. Neben der Frage, ob die Saison überhaupt zu Ende gespielt werden kann, beschäftigen die Experten mögliche Szenarien. Eines davon ist offenbar ein EM-Modus.

Einem Bericht des „Sportbuzzer“ zufolge diskutiert die DFL aktuell drei Modelle für die Fortsetzung der 1. und 2. Bundesliga. Ein möglicher Modus ähnelt dem der Europameisterschaft. Demnach könnte es in Nord-, Ost-, West- und Süddeutschland feste Austragungsorte geben, in denen mehrere Spiele pro Tag absolviert werden. Heißt: Ein Bundesliga-Turnier mit vielen Spielen in möglichst kurzer Zeit. Werder Bremen und die anderen Bundesligisten würden dann jeweils in einem festen Hotel wohnen, das extra für den Verein geblockt ist. Die Mannschaften leben dann in diesen Hotels und würden nur zu den Spielen rausgehen, um Kontakt zu anderen Menschen und die Verbreitung des Coronavirus zu vermeiden. So könnte die Bundesliga in nur 16 Tagen zu Ende gespielt werden.

Ein anderes Szenario sehe vor, dass täglich Spiele in der 1. und 2. Bundesliga stattfinden – Werder Bremen würde dann jeden zweiten Tag auflaufen und die Saison wäre in zwei Wochen absolviert. 

Das dritte Modell: Der Rest der Saison wird komplett in englischen Wochen gespielt. Die unterbrochene Saison könnte so innerhalb von vier Wochen und damit noch vor dem vertraglichen Saisonabschluss am 30. Juni abgeschlossen werden. (tst)

Update vom 21. März 2020, 15 Uhr:

Ihr habt euch gefragt, was die Profis der Grün-Weißen machen, wenn sie nicht gemeinsam auf dem Platz trainieren können? Spinning, Intervallläufe und Kraftübungen im Wohnzimmer: So halten sich die Spieler des SV Werder Bremen im „Home Office“ fit.

Werder Bremen: Kein Fußball mehr in diesem Jahr wegen des Coronavirus?

Update vom 20. März 2020, 9 Uhr:

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit plädiert an die Fußball-Bundesliga, keine Spiele der Profis mehr in diesem Jahr auszutragen: „Die Spaßveranstaltungen, die müssen ganz zum Schluss kommen - gerade die, wo ein Potenzial besteht, dass sich die Leute treffen wollen. Das darf man beim Fußball nicht unterschätzen." Die Geschichte dazu: Virologe rät: Kein Profi-Fußball mehr in diesem Jahr

Update vom 19. März 2020, 11 Uhr:

Das ist ein tolles Signal in schwierigen Zeiten: Die Profi-Mannschaft von Borussia Mönchengladbach verzichtet wegen der Corona-Krise auf Teile ihres Gehalts. Ihnen gleich tun es die Verantwortlichen des Clubs, um die Mitarbeiter und den Verein vor existenzbedrohenden Konsequenzen zu bewahren. Dadurch soll die Fohlen-Elf laut eines Berichts der „Rheinischen Post“ monatlich weit über eine Millionen Euro einsparen.

Update vom 18. März 2020, 18 Uhr:

Neben etlichen Mitarbeitern aus den verschiedenen Abteilungen des Vereins hat Werder Bremen nun auch seine Profi-Mannschaft ins „Home Office“ geschickt. Bis Ende März soll es kein Mannschaftstraining geben, die Spieler haben individuelle Trainingspläne bekommen.

Werder Bremen: Muss die Bundesliga trotz der EM-Verschiebung die Saison vorzeitig abbrechen?

Update vom 18. März 2020, 9.00 Uhr:

Nach der Absage und Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft 2020 auf das kommende Jahr hat Uefa-Präsident Aleksander Ceferin seine Zweifel daran bekundigt, dass die Saison 2019/20 im europäischen Fußball und damit auch in der Bundesliga regulär abgeschlossen werden kann. „Für die Wettbewerbe ist es sicherlich das Beste“, sagte der 52-Jährige der Nachrichtenagentur AP. „Aber ist es möglich, wenn man auf den Kalender schaut, der extrem eng ist? Es ist schwer zu sagen.“

Die Uefa hatte am Dienstag die EM 2020 in das nächste Jahr gelegt, um den Ligen in der Coronavirus-Krise mehr Zeit zu verschaffen, den ausgesetzten Spielbetrieb doch noch in dieser Saison wiederaufzunehmen. Die Clubs wie der SV Werder Bremen und die Ligen bekannten sich im Anschluss zu der „Verpflichtung, alle nationalen und europäischen Club-Wettbewerbe bis zum Ende der laufenden Saison, das heißt bis spätestens zum 30. Juni 2020, abzuschließen, sollte sich die Situation verbessern und die Wiederaufnahme des Spiels angemessen sein“.

Werder Bremen: Die Uefa hält sich bei auslaufenden Spielerverträgen ein Hintertürchen offen

Am 30. Juni enden normalerweise auslaufende Spielerverträge, bei Transfers wechseln die Profis in der Regel zum 1. Juli den Club. Für den Fall, dass die Pandemie den Fußball aber länger zum Erliegen bringt, hat sich die Uefa bereits eine Hintertür aufgehalten. So seien „Anpassungen der Qualifikationsrunden zur UEFA Champions League und zur Uefa Europa League 2020/21“ auch bei einem „späteren Abschluss der Saison 2019/20, das heißt nach dem 30. Juni 2020“ möglich, teilte der Verband mit.

In Deutschland ruht der Ball seit dem vergangenen Wochenende und vorerst bis zum 2. April. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) geht aber nicht von der baldigen Fortsetzung der Saison aus, in der Woche ab dem 30. März sollen weitere Beratungen folgen. DFL-Chef Christian Seifert hat bereits angekündigt, dass - wenn überhaupt - wahrscheinlich nur noch Geisterspiele stattfinden können. Die neue Bundesliga-Saison 2020/21 soll eigentlich 21. August beginnen, die 2. Liga schon wieder am 31. Juli. (dpa)

Update vom 17. März 2020, 18.00 Uhr:

Die Coronavirus-Pandemie könnte viele Fußball-Clubs wirtschaftlich hart treffen. Es gibt dabei allerdings eine Möglichkeit, um die finanziellen Folgen der Pandemie abzumildern: den Gehaltsverzicht. Werder Bremen wartet bei dem Thema allerdings noch ab.

Update vom 17. März 2020, 14.00 Uhr:

Jetzt ist es soweit: Die Fußball-EM 2020 soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge wegen des Coronavirus in den Sommer 2021 verschoben werden. Noch ist unklar, wie der Modus der UEFA aussehen soll. Klar ist dagegen, dass die Verschiebung für die Bundesliga und Werder Bremen positive Folgen haben könnte.

Update vom 17. März 2020, 12.30 Uhr:

Jetzt hat die Bundesliga einen weiteren Corona-Fall. So soll sich nun auch ein Profi von Hertha BSC mit dem Virus infiziert haben. Nach Informationen von „Sky“ soll es sich dabei um Maximilian Mittelstädt handeln. Besonders brisant: Erst vor zehn Tagen hatte Mittelstädt mit der Hertha gegen Werder Bremen gespielt. Werder muss allerdings nicht in Quarantäne und auch keine Corona-Tests machen.

Update vom 17. März 2020, 9.30 Uhr:

Die nächste Planänderung bei Werder Bremen wegen des Coronavirus: Das ursprünglich für Dienstag und Mittwoch vorgesehene gemeinsame Mannschaftstraining wurde abgesetzt. Stattdessen sollen individuelle Leistungstest durchgeführt werden.

Update vom 16. März 2020, 19.30 Uhr:

DFL-Boss Christian Seifert droht, dass einige Clubs einen durch den Coronavirus bedingten Saisonabbruch nicht überleben würden und Tausende Jobs in der Fußball-Branche in Deutschland auf dem Spiel stünden. Ohne Spiele, ohne Zuschauereinnahmen, mit weniger bis gar keinen TV-Geldern und Zahlungen der Sponsoren - wie lange kann Werder Bremen durchhalten? Die DeichStube hat bei Geschäftsführer Klaus Filbry nachgefragt.

Update vom 16. März, 15.15 Uhr:

Fußball-Bundesligen pausieren bis mindestens zum 2. April

Die Bundesliga und die 2. Liga unterbrechen ihren Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Krise bis mindestens zum 2. April. Das wurde während der Mitgliederversammlung der 36 in der Deutschen Fußball Liga organisierten Profi-Clubs am Montag in Frankfurt/Main beschlossen. „Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir nicht davon ausgehen, ab dem 3. April wieder zu spielen“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. In der Woche ab dem 30. März wollen sich die Vereine erneut abstimmen.

Geisterspiele werden die einzige Überlebenschance sein“, äußerte Seifert zudem. „Deshalb bitte ich um Verständnis und Unterstützung, dass wir darüber nachdenken müssen.“ Es gebe „keinen Zweifel, dass die Eindämmung des Coronavirus Vorrang vor allem hat“. Es sei aber für viele Clubs „überlebensnotwendig, noch so viele Spiele wie möglich zu absolvieren“, so Seifert. „Es steht mehr auf dem Spiel als nur ein paar Fußballspiele.“

DFL-Boss Christian Seifert warnt: „Dann wird es keine 20 Profi-Clubs mehr geben“

„Alle Clubs haben den Anspruch, in irgendeiner Art und Weise - solange rechtlich möglich und gesundheitlich vertretbar - die Saison regulär zu Ende kommen zu lassen“, sagte Seifert. Geisterspiele seien dafür ein Mittel zum Zweck: „Wenn jemand sagt, Geisterspiele kommen nicht infrage, der muss sich keine Gedanken mehr machen, ob wir mit 18 oder 20 Profi-Clubs spielen“, sagte der 50 Jahre alte DFL-Geschäftsführer. „Denn dann wird es keine 20 Profi-Clubs mehr geben.“

Am vergangenen Freitag hatte die DFL nach massiver Kritik und langem Hin und Her den eigentlich für das Wochenende geplanten 26. Spieltag abgesagt. Die Branchengrößen hatten das zögerliche Krisenmanagement im Anschluss auch mit finanziellen Zwängen begründet. Hintergrund sind Zahlungen aus dem milliardenschweren TV-Vertrag, die nur fällig werden, wenn auch tatsächlich gespielt wird.

Coronavirus verursacht „größte Krise des deutschen Profi-Fußballs“

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte unlängst von der „größten Krise des deutschen Profi-Fußballs“ gesprochen. Sollte die Saison wegen der Krise nicht beendet werden können, drohen Einnahmeverluste in Höhe von rund einer dreiviertel Milliarde Euro. Auch deshalb war längst über Solidarfonds innerhalb der Ligen diskutiert worden.

Von großer Bedeutung für den deutschen Fußball wird der Ausgang der UEFA-Konferenz am Dienstag sein. Die Europäische Fußball-Union berät über die Verlegung der Fußball-EM 2020 in den kommenden Winter oder den Sommer 2021. Sollte das Turnier aufgrund der Verbreitung von Sars-CoV-2 wie erwartet nicht wie ursprünglich geplant vom 12. Juni bis zum 12. Juli stattfinden, hätten die nationalen Ligen bis zum 30. Juni Zeit, ihre Saison abzuschließen. (dpa/han)

Update vom 16. März, 12.30 Uhr:

DFL-Krisensitzung: Beratung über Verlauf der Bundesliga-Saison

Frankfurt/Main - Mit DFB-Präsident Fritz Keller als Gast hat am Montagmittag die Krisensitzung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Bundesligen begonnen. Beim Treffen in einem Frankfurter Flughafen-Hotel beraten die Vertreter der 36 Profivereine über den weiteren Verlauf der momentan bis zum 2. April unterbrochenen Saison.

Neben dem DFL-Präsidium mit Geschäftsführer Christian Seifert an der Spitze und DFB-Boss Keller ist auch der Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes, Friedrich Curtius, bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung dabei. Werder Bremen ist mit Sportchef Frank Baumann und Geschäftsführer Klaus Filbry vertreten.

Geht die Bundesliga mit Geisterspielen weiter?

Viele Fans erwarten von den Funktionären klare Signale und Entscheidungen. „Die Saison muss so lange unterbrochen werden, wie es gesamtgesellschaftlich notwendig ist“, forderte die Fan-Vereinigung „Unsere Kurve“. Zudem müsse sich der Profi-Fußball aus eigener Kraft helfen und auf die Inanspruchnahme staatlicher Hilfen verzichten.

Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic sprach sich in einem Gastbeitrag beim „Kicker“ (Montag) dagegen aus, die Saison ohne Zuschauer zu Ende zu spielen. „In einer solchen Situation kann man keine Geisterspiele durchführen“, schrieb Bobic. „Fakt ist: Sportler wollen Sport treiben. Wir wollen alle unsere Ligen zu Ende spielen. Wir alle aber sind auch Menschen mit Gefühlen, mit Sorgen um unsere Familien. Dass sich in einer solchen Situation junge Menschen nicht auf Sport konzentrieren können, muss jedem klar sein.“

Andere Bosse wie Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund oder Bayerns Karl-Heinz Rummenigge hatten vor der Sitzung unter anderem auf die große finanzielle Bedeutung und sonst ausbleibende TV-Gelder nach dem 26. Spieltag hingewiesen. Dies könne kleinere und mittlere Vereine in finanzielle Nöte bringen. (dpa/han)

Update vom Sonntag, 15. März, 17.00 Uhr:

Wegen der Coronakrise hat die DFL für den morgigen Montag eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit allen 36 Bundesliga-Clubs einberufen. Dabei sollen mögliche Szenarien und Lösungen für die Beendigung der Saison besprochen werden. Für Werder Bremen ist das ein bedeutendes Treffen, nicht zuletzt, die Grün-Weißen zu den Clubs gehören, die bei einer längeren Spielpause finanziell mit am stärksten von den ausbleibenden Einnahmen betroffen sein könnten. Gegenüber der DeichStube fordert Werder Bremen-Boss Klaus Filbry aus diesem Anlass eine Solidargemeinschaft.

Update am Sonntag, 15. März, 11.01 Uhr:

Der Fußball ruht in der Coronakrise – und die Beteiligten warten gespannt, wie es weitergeht. Das gilt natürlich auch für den SV Werder Bremen: Vorbild Chile, XXL-Bundesliga oder England-Plan?

Werder Bremen und die Folgen des Coronavirus am Samstag, 14. März 2020

Update am Samstag, 14. März, 15.00 Uhr:

Coronavirus-Krise: Ein Abbruch der Bundesliga-Saison hätte für die Clubs fatale finanzielle Folgen - Einnahmen in Höhe von 700 Millionen Euro würden wegfallen. Aber was bedeutet das beispielsweise konkret für die 180 Mitarbeiter des SV Werder Bremen? Präsident Hubertus Hess-Grunewald hat nun versucht, keine Panik zu schüren und die Club-Angestellten zu beruhigen.

Update am Samstag, 14. März, 11.01 Uhr:

Coronavirus-Krise: Die Bundesliga macht Pause! Für Werder Bremen sammeln sich drei Spiele an, die nachgeholt werden müssen - wie soll das gehen?

Update am Freitag, 13. März, 19.50 Uhr:

Was passiert, wenn nach der verordneten Pause wieder Geisterspiele angesetzt werden? Droht dann erneut eine Absage in Bremen und im schlimmsten Fall eine Niederlage am Grünen Tisch? Werder-Sportchef Frank Baumann hatte dieses Thema bei der Pressekonferenz am Freitag angeschoben. Hier geht es zum Artikel: Bekommt Werder mit Geisterspielen noch richtig Probleme?

Update am Freitag, 13 März, 19.00 Uhr:

Eigentlich sollen am 16. Mai der Meister und die Absteiger der Fußball-Bundesliga feststehen. Doch Werder-Sportchef Frank Baumann plant bereits mit einer Verlängerung der Saison und rechnet dabei mit einer Absage der Europameisterschaft 2020. Grund: Nach zwei abgesagten Spieltagen wegen der Coronakrise und einem Nachholspiel wird Terminlage in der Bundesliga richtig knifflig. 

Werder Bremen und die Coronakrise: Frank Baumann hofft, das Saison zu Ende geführt wird

Update am Freitag, 13. März, 16.21 Uhr:

Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen, zum weiteren Vorgehen nach der Spieltagsabsage: „Es ist eine komplett neue Situation, die so in der Bundesliga noch niemand erlebt hat. Der Virus macht auch vor den Spielern nicht halt, deshalb lassen wir es erstmal etwas ruhiger angehen. Wir haben entschieden, die Mannschaft zwei Tage nach Hause zu schicken. Sie haben individuelle Trainingspläne bekommen. Der reguläre Trainingsbetrieb geht dann am Montag weiter."

Der Plan sei weiterhin, die Saison nach einer Pause fortzuführen. „Wir hoffen, dass die Saison zu Ende gespielt wird. Man muss sehen, wie es dann möglich ist, die Spiele nachzuholen“, so Baumann. Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald räumt aber ein, dass eine zuverlässige Prognose zum aktuellen Zeitpunkt kaum möglich sei.

Werder Bremen erhofft sich weitere Erkenntnisse von der Mitgliederversammlung der DFL am kommenden Montag. Baumann: „Man wird nicht darum herumkommen, verschiedenste Szenarien zumindest zu diskutieren. Ich glaube aber nicht, dass es ein Szenario gibt, was passiert, wenn die Saison abgebrochen wird." (tst)

Werder Bremen und das Coronavirus: 26. Bundesliga-Spieltag abgesagt

Update am Freitag, 13. März, 16.14 Uhr: 

Jetzt also doch! Die DFL hat den 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga komplett abgesagt. Das teilte die DFL am Freitagnachmittag mit. 

„Angesichts der Dynamik des heutigen Tages mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga hat das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga kurzfristig beschlossen, den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen. Darüber hinaus empfiehlt das Gremium, wie geplant, der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung der Proficlubs, die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April – also inklusive der Länderspiel-Pause – fortzusetzen“, heißt es in einer Mitteilung der DFL.

Hintergrund sei unter anderem, „dass sich im Lauf des Tages der Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus im Umfeld mehrerer Clubs und von deren Mannschaften ergeben haben und weitere Infektionen nicht auszuschließen sind“. (tst)

Update am Freitag, 13. März, 13.47 Uhr: 

Der SV Werder Bremen hat die Absage des Bundesliga-Spiels gegen Bayer Leverkusen bestätigt. Am Nachmittag werden sich die Geschäftsführer Dr. Hubertus Hess-Grunewald und Frank Baumann im Rahmen einer Pressekonferenz ausführlich zu dem Thema äußern. Die DeichStube ist für Euch vor Ort. (tst)

Update am Freitag, 13. März, 12. 41 Uhr:

Jetzt ist es offiziell bestätigt: Das Bundesliga-Spiel zwischen dem SV Werder Bremen und Bayer 04 Leverkusen am kommenden Montag ist wegen des Coronavirus abgesagt. Das erklärte der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte von der SPD am Freitag bei einer Pressekonferenz des Senats. „Es ist zu erwarten, dass sich 2.000 bis 3.000 Menschen vor dem Stadion einfinden werden. Deshalb hat der Innensenator gesagt, dass das Spiel nicht stattfinden kann“, so Bovenschulte. Und weiter: „Die Ausbreitung des Virus muss verlangsamt werden, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Deshalb muss jetzt alles konsequent getan werden.“ (tst)

Update am Freitag, 13. März, 10.22 Uhr: 

Geht es nach dem Präsidium der Deutschen Fußball-Liga (DFL) dann wird allen Warnungen zur Ausbreitung des Coronavirus zum Trotz am Wochenende in der Bundesliga und in der Zweiten Liga gespielt. Der Mitgliederversammlung am Montag wurde am Freitagmorgen lediglich vorgeschlagen, den Spielbetrieb ab dem kommenden Dienstag bis einschließlich 2. April ruhen zu lassen. Darüber sollen die Vertreter der 36 Bundesligisten dann in Frankfurt entscheiden.

Allerdings dürfte das Vorgehen der DFL bald schon hinfällig sein - zumindest was die Partie am Montag zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen betrifft. Laut NDR will der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer das Spiel aus Sicherheitsgründen absagen, weil er mehr als die zurzeit bei Veranstaltungen erlaubten 1 000 Besucher vor dem Weserstadion erwartet. (kni)

Freitag, 13. März, 09.11 Uhr: Wird Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen abgesagt?

Nach Informationen des „NDR“ wird das Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen Bayer 04 Leverkusen am kommenden Montag nicht stattfinden. Demzufolge erwartet Bremens Innensenator Ulrich Mäurer trotz des vorgesehenen Geisterspiels mindestens 1000 Menschen rund ums Weserstadion und will dem Senat eine Absage der Partie vorschlagen.

Nach Informationen der „Rheinischen Post“ berät die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ohnehin noch am heutigen Freitag wegen des Coronavirus über eine sofortige Einstellung des Spielbetriebes in der 1. und 2. Bundesliga. (tst)

12. März, 19 Uhr: Bleibt Werder Bremen in der Ersten Liga, wenn Saison wegen Coronavirus abgebrochen wird?

Es ist die Frage, die allen Fans des SV Werder Bremen in Zeiten des Coronavirus immer wieder in den Sinn kommt: Kann der drohende Abstieg durch einen Abbruch der Saison verhindert werden? Ja, er kann! Vier Szenarien und deren Wahrscheinlichkeiten.

12. März, 17.20 Uhr: Nils Petersen über das Coronavirus und die Folgen für den Fußball

Nils Petersen, Ex-Spieler des SV Werder Bremen, schreibt in seiner DeichBlick-Kolumne über die das Coronavirus, die Notwendigkeit von Geisterspielen und einen möglichen Saisonabbruch (mit Werder-Klassenerhalt?)

Coronavirus-Update vom 12. März, 16.17 Uhr: Zweiter Hannover-Profi infiziert

Nach Timo Hübers hat sich auch Jannes Horn vom Zweitligisten Hannover 96 mit dem Coronavirus infiziert. Der gesamte Kader der Niedersachsen befindet sich ab Donnerstag zudem für 14 Tage in häuslicher Quarantäne. Dies teilte der Club mit. Hannover 96 beantragt bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Absetzung der Zweitligaspiele gegen Dynamo Dresden am Sonntag und beim VfL Osnabrück in der nächsten Woche.

Bei Hübers und Horn handelt es sich nach Club-Angaben „sehr wahrscheinlich um zwei voneinander unabhängige Einzelfälle. Beide Spieler sind bislang ohne jegliche Symptome“, teilte 96 mit. Die Quarantäne für die gesamte Profimannschaft und die Physiotherapeuten habe das Gesundheitsamt der Region Hannover „aus Vorsichtsgründen“ beschlossen. Das Trainerteam um Kenan Kocak und Sportchef Gerhard Zuber würde hingegen nicht als „sogenannte Kontaktpersonen ersten Grades“ eingestuft.

Hannover stellt damit den Trainingsbetrieb für 14 Tage ein. Außerdem werden die Niedersachsen „mit den entsprechenden Attesten vom Gesundheitsamt bei der DFL die Absetzung der nächsten beiden Zweitligaspiele gegen Dynamo Dresden und den VfL Osnabrück beantragen“, wie es hieß.

„Ein direkter persönlicher Kontakt mit den Spielern in Quarantäne ist natürlich nicht möglich - dennoch werden wir alle anderen Möglichkeiten nutzen, unsere Profis bestmöglich zu versorgen und zu unterstützen“, sagte Zuber: „Die Situation ist für alle Beteiligten nicht leicht, trotzdem ist für alle völlig unstrittig, dass die Gesundheit in dieser Stelle Vorrang hat.“ (sid)

Coronavirus-Update vom 12. März, 15.21 Uhr: Europa League-Spiele finden statt

Wie „Radio Marca“ berichtet, plant die Uefa offenbar, alle Europapokal-Wettbewerbe auszusetzen. Heißt konkret: Champions League und Europa League würden unterbrochen! Entgegen der Meldung versicherte die Uefa am Donnerstag in einem Statement. Dass die heutigen Partien in der Europa League stattfinden. „Angesichts der laufenden Entwicklungen bei der Verbreitung von Covid-19 in Europa und der sich verändernden Analyse der Weltgesundheitsorganisation hat die Uefa heute Vertreter ihrer 55 Mitgliedsverbände sowie die Vorstände des Europäischen Clubverbands und der Europäischen Ligen und einen Vertreter der FIFPro zu einer Videokonferenz am Dienstag, 17. März, eingeladen, um die Reaktion des europäischen Fußballs auf den Ausbruch zu diskutieren.“ Und weiter:  „Die Diskussionen werden alle nationalen und europäischen Wettbewerbe, einschließlich der UEFA EURO 2020, umfassen.​ Im Anschluss an diese Treffen wird eine weitere Kommunikation stattfinden.“ 

Coronovirus-Update vom 12. März, 13.01 Uhr: Geisterspiele bald keine Lösung mehr? - DFB erörtert Saisonaus

Berlin – Vor dem ersten „Geisterspieltag“ in der Geschichte der Bundesliga am Wochenende müssen sich die Fans bereits auf das ultimative Schreckensszenario gefasst machen. Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus befürchtet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mittlerweile sogar einen Abbruch der laufenden Saison. Die Lage kann sich stündlich ändern.

„Wir müssen uns mit allen Szenarien beschäftigen, um vorbereitet zu sein, wenn der Fall eintreten sollte, dass der Spielbetrieb unterbrochen oder die Saison sogar vorzeitig beendet werden müsste“, schrieb DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius in einem Gastbeitrag für das Fachmagazin kicker. Ziel bleibe, so Curtius, die Saison regulär zu Ende zu spielen. „Das entscheidende Wort aber haben die Gesundheitsbehörden.“ Diese sollten „klare und verbindliche Entscheidungen“ treffen. Das sei „wichtig und grundlegend für uns“, schrieb der DFB-Mann.

An diesem Wochenende soll aber noch gespielt werden. Die Fans wurden aufgefordert, die Spiele in den eigenen vier Wänden zu verfolgen und keine großen Treffen zu initiieren. Der Pay-TV-Sender Sky bietet auch deshalb seine Bundesliga-Konferenz der 1. und 2. Liga für zwei Wochenenden frei empfangbar auf Sky Sport News HD an. „In herausfordernden Zeiten müssen wir alle zusammenstehen. Wir bei Sky glauben fest an die Kraft des Sports, die Menschen zusammenbringt - auch wenn sie getrennt sind“, sagte Devesh Raj, Vorsitzender der Geschäftsführung vom Sky. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) begrüßte den Vorstoß seines Vertragspartners ausdrücklich.

Auf keinen Fall aber wollen die Verantwortlichen, dass sich die Fans während der Spiele zu den Stadien aufmachen und wie am Mittwochabend bei der Nachholpartie zwischen Mönchengladbach und dem 1. FC Köln (2:1) Massentreffen veranstalten. Dadurch würden Möglichkeiten eröffnet, dass sich SARS-CoV-2 noch schneller ausbreiten kann. 500 Anhänger der Gladbacher hatten sich nach dem Geisterspiel hinter der Nordkurve außerhalb des Stadions versammelt und den Derbysieg gefeiert. Gladbachs Trainer Marco Rose bedauerte die Lage für die Fans, hielt Geisterspiele aber auch für alternativlos. „Wir sollten versuchen, den Wettbewerb so lange wie möglich durchzuziehen. Es macht überhaupt keinen Spaß, aber wir haben die Verantwortung“, sagte Rose.

Borussia Dortmund und auch der SV Werder Bremen forderten ihre Anhänge auf, auch die Umgebung des Stadions auf jeden Fall zu meiden. Angesichts der düster wirkenden Perspektiven für den Fußball kommt es aber auch zu fantasievollen Aktionen. So bietet der Sender SWR3 allen Fans zu den TV- und Radioübertragungen aus den Stadien ohne Zuschauer einen besonderen Stream an, der über zwei Mal 45 Minuten die nötige Stadion-Atmosphäre hinzuspielen soll.

Zweitligist VfL Bochum machte sich derweil Gedanken, wie die drohenden Einnahmeausfälle zu kompensieren sind. Obwohl auch zum Heimspiel des VfL am Samstag (13.00 Uhr) gegen den 1. FC Heidenheim Fans keinen Zutritt haben, wurden symbolisch Tickets angeboten. Die Anhänger können virtuelle Tickets kaufen, die dem Club finanziell helfen. (sid)

Europas Fußball stürzt ins Corona-Chaos - Champions League droht Pause

Die Champions League vor dem Abbruch, Real Madrid in Quarantäne, kein Ligabetrieb mehr in Spanien und Italien: Europas Fußball ist an einem schwarzen Donnerstag endgültig ins Corona-Chaos gestürzt. Fans auf dem gesamten Kontinent steht eine wochenlange Zwangspause bevor, deren Ende ebenso wenig in Sicht ist wie die Lösung zahlreicher logistischer Probleme.

Der wohl entscheidende Dominostein fiel am Mittag um 12.00 Uhr, als Spaniens Rekordmeister Real Madrid sein gesamtes Fußballteam, darunter Toni Kroos, in Quarantäne schickte. Vorausgegangen war ein positiver Test auf das Coronavirus bei einem Basketballer des Vereins, beide Teams teilen sich Trainingseinrichtungen. Damit war wie zuvor schon in Italien das lange befürchtete Horrorszenario eines infizierten Profis Realität geworden.

Die Reaktionen waren schnell und hart: Die spanische Liga stoppte ihren Spielbetrieb umgehend für zunächst zwei Wochen, zuvor waren „nur“ Geisterspiele geplant gewesen. Italien hatte diesen Schritt schon eher gewagt, auch Länder wie Österreich, Schweiz, Rumänien oder die Slowakei stellten ihre Liga ein. Deutschland setzt dagegen - noch - auf Geisterspiele.

Riesige Fragezeichen stehen somit hinter der Champions und der Europa League. Real soll am Dienstag im Achtelfinal-Rückspiel der Königsklasse bei Manchester City antreten, eine Austragung scheint derzeit ausgeschlossen. Ähnliches gilt für die Begegnung zwischen Juventus Turin und Olympique Lyon am gleichen Tag - auch Juve-Verteidiger Daniele Rugani war positiv getestet worden. In der Europa League fielen am Donnerstag bereits zwei Begegnungen mit italienischer Beteiligung aus, ein Nachholtermin ist nicht in Sicht.

Auch in den nationalen Ligen stellt sich somit die drängende Frage nach dem weiteren Prozedere. Auf- und Abstiege müssen geklärt, Titel ausgespielt werden. Laut italienischen Medienberichten wollen die fünf größten europäischen Ligen (Deutschland, England, Spanien, Italien, Frankreich) die UEFA um eine Verlegung der EM bitten. Damit soll sichergestellt werden, die laufenden Saisons zu Ende spielen zu können - wann auch immer. In Italien, wo das EM-Eröffnungsspiel zwischen der Türkei und Italien stattfinden sollte, wurde die Liga sogar bis zum 3. April komplett ausgesetzt.

Noch am Dienstag hatte die UEFA zum wiederholten Male betont, dass sie trotz des Coronavirus am Terminkalender für die EURO festhalten wolle. „Es gibt keinen Grund, am geplanten Zeitplan etwas zu ändern", teilte der Verband auf SID-Anfrage mit und verwies darauf, dass noch keine Anträge auf eine Verschiebung des Turniers eingegangen seien. Vorbild könnte Spanien sein, wo am Donnerstag alles ganz schnell ging. Nach einem Treffen des nationalen Verbandes und der Spieler-Gewerkschaft AFE herrschte Einigkeit darüber, dass die Notbremse gezogen werden muss. „Angesichts der Umstände bei Real und möglichen positiven Tests bei Spielern anderer Klubs sieht sich die Liga zu diesem Schritt gezwungen", hieß es.

Real hatte noch am Sonntag bei Betis Sevilla (1:2) gespielt. Das Virus könnte sich auch dort ausgebreitet haben. Seinen Weg durch Europas Fußball hat es ohnehin längst angetreten. (sid)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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Kommentare

Taffdi
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"Verlängert die Fifa Spielerverträge und Transferfenster?"

Wäre auf dem Ersten Blick zwar eine Möglichkeit, aber es gibt ein Vertragsrecht und da kann weder UEFA, FIFA oder der Weihnachtsmann etwas dran ändern. Ich erinnere an dieser Stelle mal an das Bosman-Urteil von 1995. Geht nur ein Spieler vor Gericht wird er sicherlich Recht bekommen. Und dann?

ChapmanAntwort
(1)(0)

greenwashing

Diego Rivera
(1)(0)

Nette Geste der Top-Clubs