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Vorschlag aus dem Bundesarbeitsministerium: Die Bundesliga-Spieler, damit auch Milot Rashica von Werder Bremen, sollen bei den Spielen Gesichtsmasken tragen. Doch die Umsetzung gilt als „nicht vorstellbar“.

Bundesliga-Restart trotz Coronavirus-Pandemie

Maskenpflicht bei Spielen von  Werder und Co.? - „Nicht vorstellbar!“

Berlin - Sollen der SV Werder Bremen und Co. künftig in der Fußball-Bundesliga mit Mundschutz spielen? Diese kuriose Idee hat am Freitag bundesweit für Stirnrunzeln gesorgt. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich nun gegen eine Maskenpflicht beim möglichen Neustart der Liga ausgesprochen.

„Ich halte Spiele mit Masken nicht für vorstellbar“, sagte Heil der „Bild am Sonntag“ und ergänzte: „In gemeinsamen Gesprächen mit der Deutschen Fußball-Liga wird derzeit konstruktiv an anderen praktikablen Lösungen gearbeitet.“ Auch bei Werder Bremen stehen die Verantwortlichen dem Gedanken, die Spieler mit Mundschutz spielen zu lassen, mehr als skeptisch gegenüber: „Ich kann ich mir schwer vorstellen, dass man Hochleistungssport mit einer Maske ausführen kann“, sagt Geschäftsführer Klaus Filbry.

Werder Bremen und Co.: Mit Masken spielen? Idee aus Entwurf des Arbeitsministeriums

Der „Spiegel“ hatte berichtet, dass das Arbeitsministerium prüfe, Profis zum Schutz gegen das Coronavirus mit Gesichtsmasken spielen zu lassen. Ein Ministeriumssprecher hatte dazu gesagt, dass es ein internes Papier zum Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gebe und darauf verwiesen, dass es sich lediglich um einen ersten Entwurf auf Arbeitsebene handele.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verwies nun darauf, dass Profi-Fußballer und Vereinsmitarbeiter auch Arbeitnehmer seien: „Deshalb gilt auch für sie der Arbeitsschutz.“ Die Vorstellungen der DFL „bedürfen daher einer genauen Prüfung“. Sein Ministerium sei bei der Frage eines Neustarts der Liga allein für die Bewertung des Arbeitsschutzes zuständig. (dpa/han)

Zur letzten Meldung vom 24. April 2020:

Werder Bremen und Co. sollen mit Mundschutz spielen

Bremen – Kaum zu glauben, aber offenbar ernst gemeint: Die Spieler des SV Werder Bremen und seiner Bundesliga-Konkurrenten sollen bei einer Fortsetzung der Saison wegen der Coronavirus-Pandemie einen Mundschutz tragen – beim Training und auch beim Spiel.

Das fordern immerhin Experten aus dem Bundesarbeitsministerium, berichtet der „Spiegel“ und beruft sich auf ein dreiseitiges Papier aus dem Referat Arbeitsschutz des Ministeriums. Darin wird auch eine Quarantäne der Mannschaften und des Umfelds bis zum Saisonende ins Gespräch gebracht.

In der „Stellungnahme zum DFL Hygienekonzept zur Fortsetzung des Spielbetriebs", so der Titel des Schreibens, werden zwei Varianten aufgeführt. Der erste Vorschlag beinhaltet, dass sich alle Spieler, Trainer, Betreuer, medizinisches Personal und weitere Personen, welche direkten Kontakt zu den Spielern haben, in Quarantäne begeben müssen. Angedacht sind große Hotels, die dann exklusiv von den Clubs bewohnt werden. Werder-Sportchef Frank Baumann hatte schon vor Bekanntwerden des Schreibens erklärt, dass er diese Form der Abschottung nicht für praktikabel und auch nicht sinnvoll erachtet.

Werder Bremen und das Coronavirus: Maskenpflicht bei Bundesliga-Spielen?

Da ahnte der Ex-Profi aber noch nicht, dass ein noch kurioserer Vorschlag auf ihn und seine Mannschaft zukommen würde: die Maskenpflicht. Nicht nur Spieler, sondern auch Schiedsrichter sollen „sportgerechten Mund-Nasen-Schutz" tragen, heißt es in Variante zwei – und zwar einen nach medizinischem Standard, damit die Masken bei Sprints und Zweikämpfen nicht verrutschen. „Da die Masken wegen des erhöhten Atemvolumens erheblich schneller durchfeuchten und damit unbrauchbar sind, müssen diese spätestens alle 15 Minuten ausgetauscht werden", heißt es weiter. Die Partien müssten also regelmäßig unterbrochen werden.

Die Schiedsrichter werden zudem aufgefordert, jeglichen unnötigen Körperkontakt wie zum Beispiel beim Torjubel oder bei einer Rudelbildung zu unterbinden und möglicherweise auch zu ahnden.

Was wie ein April-Scherz klingt, soll keiner sein. Der „Spiegel“ weist extra darauf hin, dass das Arbeitsministerium die Echtheit des Schreibens bestätigt hat. Es sei allerdings nur ein „erster Arbeitsentwurf“ im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums. Arbeitsminister Hubertus Heil haben die Vorschläge aber noch nicht gesehen. (kni)

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