Auf dem Platz darf die Mannschaft des SV Werder Bremen zusammen trainieren, ansonsten werden die zurückkehrenden Nationalspieler erst mal von ihren Kollegen getrennt.
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Auf dem Platz darf die Mannschaft des SV Werder Bremen zusammen trainieren, ansonsten werden die zurückkehrenden Nationalspieler erst mal von ihren Kollegen getrennt.

Nationalspieler werden von Kollegen getrennt

Corona-Schutz auf Bremer Art: Der SV Werder spaltet sein Team und testet, was das Zeug hält

Bremen – Der SV Werder Bremen schaltet vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart bei seinen ohnehin schon umfangreichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie noch einmal zwei Gänge hoch: Zu den üblichen zwei Corona-PCR-Tests pro Woche werden ab dem 1. April gemäß einer Fortschreibung des Hygienekonzepts der Deutschen Fußball-Liga (DFL) nun auch an allen anderen Tagen Schnelltests beim gesamten Spielerkader durchgeführt.

 
Außerdem wird die Mannschaft gewissermaßen gespalten. Die Profis, die in dieser Woche von ihren Länderspielen zurückkehren, dürfen vorerst nicht zu ihren Kollegen in die Mannschaftskabine, sondern ziehen sich im Gäste-Bereich um. Anders als die Schnelltest-Pflicht sei dies „eine eigenständige Maßnahme des SV Werder Bremen“, erklärt Dr. Daniel Hellermann (43), der Mannschaftsarzt und Hygienebeauftragte des Clubs: „Die Idee kam von uns, und wir haben uns mit dem Bremer Gesundheitsamt abgesprochen.“

Auch bei der Pflege und beim Essen wird darauf geachtet, dass es bis zum Abflug am Samstag zum Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart keinen Kontakt zwischen den weit gereisten Nationalspielern und dem Rest des Kaders gibt. Einzige Ausnahme: das gemeinsame Training auf dem Platz. Das stellt laut Hellermann auch nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen kein besonderes Risiko dar: „Auf dem Platz, an der frischen Luft laufen die Spieler nicht ständig durch ein und dasselbe Aerosol. Die wissenschaftlichen Daten gehen dahin, dass bei Sport im Freien keine Infektionsgefahr besteht – auch nicht bei Kontaktsportarten wie Fußball.“

„Risiko ist erhöht“: Werder Bremen in Sorge vor Coronavirus nach Länderspiel-Reisen in alle Welt

In allen anderen Bereichen fährt Werder weiter auf höchster Sicherheitsstufe, damit kein Nationalspieler, der die vergangenen Tage in Wales, Japan, Irland, Polen, Österreich oder sonstwo verbracht hat und dabei mit Teamkollegen aus allen Ecken Europas oder der Welt zusammengekommen ist, eine der Corona-Virus-Varianten in den kleinen Werder-Kosmos einschleppt. „Das Risiko ist durch diese Reisen logischerweise erhöht“, sagt Dr. Hellermann, „aber mit allem, was wir machen, versuchen wir, die Gefahr eines Infektions-Ausbruchs im Team so klein wie möglich zu halten. Wenn ein Spieler infiziert zurückkommen sollte, wollen wir ihn ausgemacht haben, bevor er einen Indoor-Kontakt zu den Kollegen hat.“

Dass das aber nicht immer umsetzbar ist, bleibt das nicht auszuschaltende Restrisiko. Um ganz sicher zu gehen, müsste ein Nationalspieler fünf bis sieben Tage von allen anderen ferngehalten werden, erst dann ist per PCR-Test eine Infektion wirklich auszuschließen. Die Frist lässt sich aber bis zum Spiel in Stuttgart am Sonntag nicht einhalten. „Das sind Dinge, mit denen wir leben müssen“, meint Dr. Hellermann.

Bislang ist Werder Bremen von Corona-Infektionen fast verschont geblieben: „Aber es kann jeden erwischen“

Bisher ist Werder Bremen von Corona-Infektionen weitgehend verschont geblieben. Felix Agu, der sich im vergangenen Oktober infiziert hatte, ist bis dato der einzige Corona-Fall im Bremer Team geblieben. Hellermann kennt noch einen zweiten aus dem erweiterten Staff, aber weil Werder auch in diesem Bereich vom Koch bis zum Busfahrer regelmäßig testet und die Bereiche strikt trennt, sei es zu keinem Kontakt der betreffenden Person mit der Mannschaft gekommen. „Das Konzept funktioniert ganz gut“, urteilt der Werder-Mediziner deshalb, sagt aber auch: „Niemand ist vor einer Ansteckung gefeit. Es kann jeden erwischen.“

Die täglichen Schnelltests, mit denen Werder am Mittwoch begonnen hat, sollen die Bundesliga-Vereine auf dem Weg zur größtmöglichen Sicherheit noch ein Stück weiter voranbringen. Um vor jedem Trainings- oder Reisetag den kompletten Kader zu checken, hat Hellermann ein Team von fünf geschulten Mitarbeitern zusammengestellt. Und um die Rückkehrer aus den Nationalteams auch medizinisch bestmöglich zu betreuen, wurde aus dem Kreis der Physiotherapeuten eine Kraft abgestellt, die sich ausschließlich um diese Spieler kümmert. (kni/csa)

Werder Bremen live im TV und im Live-Stream gegen den VfB Stuttgart am Ostersonntag – alle Infos zur TV-Übertragung gibt es hier! Und so dürfte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart aussehen.

Zur letzten Meldung vom 31. März, 10 Uhr:

Wegen Corona: Werder Bremen spaltet seine Mannschaft

Bremen – Der SV Werder Bremen schaltet vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart bei seinen ohnehin schon umfangreichen Hygienemaßnahmen in der Corona-Pandemie noch einmal zwei Gänge hoch: Zu den üblichen zwei Corona-Tests pro Woche werden nun auch noch an den anderen Tagen Schnelltests durchgeführt. Außerdem wird die Mannschaft gespalten.

Die Profis des SV Werder Bremen, die in dieser Woche von ihren Länderspielen zurückkehren, dürfen nicht zu ihren Kollegen in die Mannschaftskabine, sondern ziehen sich im Gäste-Bereich um. Auch bei der Pflege und beim Essen wird darauf geachtet, dass es bis zum Abflug am Samstag nach Stuttgart keinen Kontakt zwischen diesen beiden Gruppen gibt. Einzige Ausnahme: das gemeinsame Training auf dem Platz. „Das ist ja auch an der frischen Luft“, erklärt Werders Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz und betont: „Wir waren schon immer sehr vorsichtig, wollen aber jegliches Risiko weiter minimieren.“

Werder Bremen: Sorge vor Coronavirus nach Länderspiel-Reisen und Kontakten in alle Welt

Denn es besteht durchaus die Sorge, dass sich ein Nationalspieler mit Covid-19 infiziert haben könnte. Denn die Werder-Profis waren nicht nur in Gebieten mit hohen Inzidenzwerten unterwegs, sondern hatten in ihren Teams auch Kontakt zu zahlreichen anderen Spielern aus fast allen Teilen der Welt. Auch deswegen war das Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) mit den Schnelltests ausgeweitet worden. Werder Bremen ist in der Pandemie bislang sehr glimpflich davongekommen, hatte im vergangenen Herbst in Felix Agu lediglich einen Corona-Fall im Team zu verzeichnen. (kni)

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