Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, trägt einen Mundschutz
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Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, erwartet, dass seine Spieler Weihnachten verantwortungsvoll verbringen.

Wenige freie Tage für die Spieler

Kurze Weihnachtspause ohne Reisen in Corona-Zeiten - und was kommt dann für Werder?

Bremen – Wie verbringen die Profis des SV Werder Bremen in diesem Jahr eigentlich Weihnachten? Die Antwort ist: Wie viele andere Menschen auch – also nicht wie sonst im größeren Familienkreis. Weil die Bundesliga diesmal nur ein Winterpäuschen einlegt und überdies wegen der Corona-Pandemie Auslandsreisen nicht gerade ratsam sind, bleibt ein Großteil der Mannschaft wohl in Bremen. Trainer Florian Kohfeldt geht davon jedenfalls aus: „Wie ich es wahrnehme, gibt es kaum jemanden, der wegfahren will.“

Wäre es anders, müsste Werder Bremen eingreifen, denn nach all dem Theater um untersagte Länderspiel-Teilnahmen in den vergangenen Monaten wären Weihnachtstrips zu den Familien im Ausland – zum Beispiel nach Tschechien, Österreich oder Schweden – ziemlich unpassend. Kohfeldt hat aber ein hohes Maß an Eigenverantwortung bei seinen Spielern wahrgenommen, glaubt daran, dass alle die richtigen Entscheidungen treffen werden.

„Nach allem, was ich mitbekomme aus der Mannschaft, ist eine Ansage in diese Richtung nicht nötig. Die Spieler verhalten sich da bislang vorbildhaft, gehen in ihrem Verhalten zum Teil deutlich über die gesamtgesellschaftlichen Einschränkungen hinaus“, lobt der Coach und streicht heraus: „Es ist jetzt keine strikte Anweisung, in Bremen zu bleiben. Auslandsreisen halte ich aber für sehr unwahrscheinlich.“

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So läuft bei Werder Bremen Weihnachten: Corona-Test an Heiligabend

Viel Zeit bliebe den Profis ohnehin nicht. Denn der Spielplan für Werder Bremen lässt nur dreieinhalb wirklich freie Tage zu. Nach dem DFB-Pokalspiel bei Hannover 96 am 23. Dezember fährt die Mannschaft noch mal geschlossen nach Bremen zurück. An Heiligabend steht noch ein Corona-Test an, danach ist bis einschließlich Sonntag, 27. Dezember, frei für alle. Am 28. Dezember steht dann am späten Nachmittag die erste Trainingseinheit zur Vorbereitung auf das Bundesliga-Heimspiel gegen Union Berlin am 2. Januar an. Was auch bedeutet: Silvester und Neujahr sind fixe Trainingstage. „Auch eine Premiere für uns“, schmunzelt Kohfeldt.

Allerdings könnte auch alles noch ganz anders kommen und die Bundesliga nach der kurzen Weihnachtsauszeit wegen weiterhin steigender Infektionszahlen von einem Lockdown getroffen werden. Werder-Sportchef Frank Baumann schließt das nicht aus: „Da muss man abwarten, wie sich die Situation entwickelt und die Entscheidungen der Politik in den kommenden Tagen und Wochen ausfallen werden.“ (csa) Auch interessant: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen RB Leipzig live im TV und im Live-Stream. Und hier gibt es Werder Bremen gegen RB Leipzig im Live-Ticker der DeichStube.

Zur letzten Meldung vom 9. Dezember 2020:

Werder Bremen und die Sorge vor dem nächsten Coronavirus-Lockdown

Bremen – Deutschland steuert im Zuge der Corona-Pandemie möglicherweise auf den nächsten harten Lockdown zu. Was dann mit dem Profi-Fußball - und damit auch mit dem SV Werder Bremen passieren würde, ist bislang noch nicht öffentlich thematisiert worden.

„Wir hoffen natürlich, dass wir die Saison ohne Unterbrechung fortführen können“, sagt Clemens Fritz, betont aber auch, dass sich der Fußball nicht außerhalb der Gesellschaft von allem anderen abkoppeln kann: „Wir wollen als Fußball ja gar nicht dieses Alleinstellungsmerkmal haben, darum geht es ja gar nicht“, betont der Leiter Profi-Fußball im SV Werder Bremen: „Wir tun einfach alles dafür, dass man den Trainings- und Spielbetrieb fortsetzen kann, befolgen jede Vorgabe. Letztendlich können wir uns aber auch nur an Entscheidungen halten, die getroffen werden.“

Werder Bremen: Droht der nächste Coronavirus-Lockdown in der Bundesliga?

Heißt wohl: Solange es durch den Gesetzgeber erlaubt ist zu spielen, wird die Bundesliga und damit selbstredend auch der SV Werder Bremen spielen. Im Frühjahr musste der Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie von Mitte März bis Mitte Mai ruhen. (csa)

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