Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz hat sich für die Verkürzung des Sommer-Transferfensters der Bundesliga ausgesprochen.
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Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz hat sich für die Verkürzung des Sommer-Transferfensters der Bundesliga ausgesprochen.

Langes Sommer-Transferfenster

Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz spricht sich für Verkürzung des Transferfensters aus

Bremen - Geöffnet ist es seit dem 1. Juli, geschlossen wird es am 1. September: Ganze zwei Monate lang haben die Profivereine in Deutschland in diesem Sommer während des Transferfensters die Gelegenheit, Spieler zu verpflichten. Geht es nach Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz, kann der Zeitraum in Zukunft gerne kleiner ausfallen. „Von mir aus könnte man die Transferphase etwas verkürzen und ihr Ende in Richtung Saisonstart verschieben“, sagte der Ex-Profi am Freitag - und befeuerte damit eine lang anhaltende Debatte.

Seit einigen Jahren schon wird in der Branche darüber diskutiert, ob das Transferfenster nicht bereits vor dem Saisonstart geschlossen werden sollte. Der Grund dafür: Für viele Vereine ist es ein Ärgernis, wenn Leistungsträger nach dem ersten Pflichtspiel noch gehen, was freilich auch in der laufenden Serie wieder passiert ist.

Werder Bremen: Clemens Fritz plädiert für eine Verkürzung des Sommer-Transferfensters

Anthony Modeste wechselte vom 1. FC Köln zu Borussia Dortmund, und Filip Kostic verließ Werder Bremens kommenden Gegner Eintracht Frankfurt in Richtung Juventus Turin, um an dieser Stelle nur zwei Beispiele zu nennen. Fredi Bobic, der Manager von Hertha BSC, sagte über die finale Phase des laufenden Transfer-Sommers am Donnerstag: „Es ist eine verrückte Zeit, die ich gern auf den 1. August verkürzen würde.“

Verrückt deshalb, weil kurz vor Schluss oft noch jede Menge Bewegung in den Transfermarkt kommt, was auch mit den späten Qualifikationsrunden für die internationalen Wettbewerbe zu tun hat. „Wenn du international spielst, brauchst du vielleicht die eine oder andere Personalie im Kader, die du nicht brauchst, wenn du nicht international spielst“, weiß Fritz. Erst wenn die Vereine Klarheit haben, ob sie in den europäischen Wettbewerben dabei sind, werden sie zum Teil nochmal auf dem Markt aktiv - entweder, um Verstärkungen zu holen, oder um zu teure Profis loszuwerden.

Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz: „Von mir aus könnte man die Transferphase etwas verkürzen“

Bereits 2017 forderte der damalige Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL) Reinhard Rauball einen Transferschluss vor dem 1. Spieltag. „In diesem Jahr hat es einen Rein- und Raus-Tourismus gegeben, der nicht mehr vertretbar ist. Deshalb muss da ein Pflock eingehauen werden“, sagte er damals. Passiert ist das allerdings bis heute nicht, weil die Clubs die internationale Konkurrenz fürchteten. Die Sorge: Sollten eigene Spieler abgeworben werden von Clubs aus Ländern, deren Transferfenster noch geöffnet ist, könnte möglicherweise kein Ersatz mehr verpflichtet werden. Es müsste also eine einheitliche Regelung zumindest der fünf Top-Ligen Europas (Deutschland, England, Spanien, Italien, Frankreich) her. Entsprechende Gespräche blieben 2019 ohne Ergebnis. 

Bereits 2018 hatten England und Italien ihre Transferfenster eigenständig verkürzt, die Neuerung wegen nachteiliger Effekte auf die Vereine aber schnell wieder abgeschafft. Italien kehrte 2019 zum alten Modell zurück, England 2020. (dco) Schon gelesen? Neue Transfers bei Werder Bremen? Trainer Ole Werner will den Teamgeist nicht gefährden!

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