Werder Bremens Cheftrainer Ole Werner ist kein großer Freund von den XXL-Nachspielzeiten bei der WM in Katar.
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Werder Bremens Cheftrainer Ole Werner ist kein großer Freund von den XXL-Nachspielzeiten bei der WM in Katar.

Werder-Coach ist gegen Veränderungen

Was Werder-Trainer Ole Werner über die XXL-Nachspielzeiten bei der WM in Katar denkt

Bremen - Es ist ein Trend, der sich bereits im Eröffnungsspiel zwischen WM-Gastgeber Katar und Ecuador zeigte und sich seitdem konsequent fortgesetzt hat: Bei der laufenden Weltmeisterschaft wird ungewöhnlich lange nachgespielt. Stolze 100 Minuten und 18 Sekunden lang war die erste Partie, es folgten andere in der Gruppenphase, die beispielsweise über 104 Minuten und 34 Sekunden (USA gegen Wales) oder gar 117 Minuten und 16 Sekunden (England gegen den Iran) liefen. Die Schiedsrichter sind von der Fifa angehalten, mit dem XXL-Nachschlag dafür zu sorgen, dass die Netto-Spielzeit möglichst 90 Minuten beträgt. Werder Bremens Trainer Ole Werner ist kein uneingeschränkter Freund dieses Modells - und würde dessen Einführung in der Bundesliga skeptisch sehen.

„Die große Frage ist doch: Hat es uns bislang gestört, dass die Nettospielzeit nicht immer 90 Minuten lang war“, sagt der 34-Jährige - und lässt seine Antwort direkt folgen: „Ich hätte die langen Nachspielzeiten nicht gebraucht.“ Etwas anderes sei es, wenn es darum gehe, „bewusstes Zeitspiel konsequent nachspielen zu lassen“, sagt Werner. In so einem Fall sei eine satte zeitliche Zugabe durchaus sinnvoll. „Da führt eine Mannschaft mit 2:1, die Spieler liegen in den letzten zehn Minuten aber fast nur noch auf dem Boden, und es werden noch drei, vier Verletzungspausen genommen. Es gibt ja Mannschaften, die das zu ihrem Stilmittel auserkoren haben“, hält der Coach des SV Werder Bremen fest. Jede einzelne VAR-Unterbrechung sowie sämtliche Torjubel aber minutiös aufzuaddieren, hält Ole Werner für unnötig. Genau das ist allerdings der Plan der Fifa während der WM in Katar.

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Werder Bremen-Trainer Ole Werner über lange Nachspielzeiten bei der WM: „Ich hätte sie nicht gebraucht“

Vor dem Turnier hatte der Weltverband die vierten Offiziellen dazu aufgefordert, die verloren gegangene Zeit zu erfassen, damit sie am Ende kompensiert werden kann. Während der WM in Russland im Jahr 2018 waren die Fifa-Schiedsrichter schon ähnlich verfahren. In Katar sollte die Regelung nun strenger umgesetzt werden, was tatsächlich der Fall ist. 
 
Ole Werner ist grundsätzlich kein Freund davon, allzu sehr am Regelwerk des Spiels herumzuschrauben. „Ich fand es bisher in Ordnung, so wie es war und kann mit dem Fußball, wie er jetzt ist, ganz gut leben“, betont der Trainer des SV Werder Bremen. Und weiter: „Ich glaube auch, dass er ganz gut angenommen wird. Da braucht man also nicht immer Veränderungen.“ (dco)

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