Ob der SV Werder Bremen in der kommenden Saison wieder in einem ausverkauften Weserstadion wird spielen dürfen, ist noch unklar. Trotzdem soll nun der Dauerkarten-Verkauf anlaufen.
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Ob der SV Werder Bremen in der kommenden Saison wieder in einem ausverkauften Weserstadion wird spielen dürfen, ist noch unklar. Trotzdem soll nun der Dauerkarten-Verkauf anlaufen.

Losverfahren entscheidet über Stadionbesuch

Aktion Dauerlos: So plant Werder Bremen wieder mit Fans im Weserstadion

Bremen – Noch ist überhaupt nicht klar, ob in der kommenden Saison wieder Zuschauer in die Bundesliga-Stadien dürfen. Und wenn ja, wie viele. Dessen ungeachtet startet Werder Bremen in Kürze mit dem Verkauf von Dauerkarten für die neue Spielzeit.

Wobei: „Dauerkarte“ ist in diesem Fall der nicht mehr ganz richtige Begriff. „Dauerlos“ trifft es besser. Denn wer bei Wiederöffnung der Stadien tatsächlich ein Zutrittsrecht bekommt, will Werder Bremen per Glücksziehung ermitteln. 

Hintergrund ist der, dass die Deutsche Fußball-Liga derzeit an einem Plan bastelt, wie in der ersten Saisonhälfte wieder Spiele vor Zuschauern stattfinden können. Ganz sicher nicht in vollbesetzten Stadien, aber immerhin vor teilbesetzten Rängen. Dazu heißt es bei der DFL, dass die Gesundheitsbehörden vor Ort sowie die Hygiene-Konzepte der Clubs darüber entscheiden, welche Auslastung für das jeweilige Stadion zugelassen werden kann. Auszugehen ist jedoch davon, dass der Saisonstart am Wochenende 18. bis 20. September noch vor Geisterkulissen ausgetragen wird. Im Verlaufe des Herbsts könnte sich das aber – abhängig vom Infektionsgeschehen nach den Sommerferien – wieder ändern. Jedenfalls zum Teil.

Werder Bremen: „Spiele mit Teilzuschauern wohl machbar“

Werder Bremen arbeitet natürlich längst an einem Plan, wie wieder Zuschauer ins Weserstadion kommen dürfen. Sehr ausgegoren ist der Plan jedoch noch nicht. „Wir gehen aber davon aus, dass Spiele mit Teilzuschauern machbar sein werden“, sagt Geschäftsführer Klaus Filbry. Eine Chance hat dann aber nur, wer vorher eine Dauerkarte für die komplette Saison gekauft hat. Tagestickets wird es nicht geben. Filbry: „Die Fans, die dann ins Stadion kommen dürfen, werden unter den Dauerkarteninhabern verlost. Das wird ein faires Verfahren sein.“

Clever ist es obendrein. So motiviert der Club schon jetzt seine Anhänger, sich ihre Chance auf Live-Spiele zu sichern. Dadurch kommt Geld in die Werder-Kasse – es fließt aber auch für alle, die nicht ausgelost werden, sofort wieder heraus. Klaus Filbry verspricht: „Fans, die nicht zum Zug gekommen sind, haben sofort die Möglichkeit, ihr Geld über die Spieltagsticketbörse zurückzubekommen – oder es nach der Saison unaufgefordert zurückzuerhalten. Ich glaube, das ist eine faire, transparente Lösung.“

Werder Bremen: Dauerkarten-Verkauf soll zeitnah starten

Das Konzept des SV Werder Bremen sieht vor, dass für Spiel A ausgeloste Ticketbesitzer für Spiel B nicht mehr in den Lostopf kommen, sondern erst zu Spiel C, D oder E wieder eine Chance bekommen. Die Tickets sollen übrigens blockweise verlost werden – das verhindert, dass ein Block zu stark und ein anderer zu wenig besetzt wird. Heißt auch: Wer eine Dauerkarte für die Nordtribüne kauft, wird nicht in der Westkurve landen – umgekehrt auch nicht. Zu den noch zu klärenden Punkten gehört, was mit zusammenhängen Dauerkartenplätzen geschehen soll.

Das Losverfahren wird freilich nur dann nötig, wenn Werder für die einzelnen Stadionbereiche mehr Dauerkarten verkauft, als letztlich an Zuschauern zugelassen werden. Noch ist keine spezielle Corona-Kapazität errechnet und abgesegnet worden. 42.100 Personen fasst das Weserstadion maximal, 25.000 Dauerkarten hat der Verein vor Beginn der abgelaufenen Saison ausgegeben. Bei dieser Zahl wird es auch bleiben – ebenso bei den Preisen. „Wir werden keine Erhöhung vornehmen – aber wir werden die Reduzierung der Mehrwertsteuer inkludieren“, sagt Klaus Filbry. Der Verkauf solle nun „zeitnah“ starten. (csa)

Zur letzten Meldung vom 26. Juni 2019:

Dauerkarten-Preise: Werder Bremen belegt Platz fünf

Der SV Werder Bremen findet sich im Ranking der Dauerkarten-Preise für einen Stehplatz in der oberen Tabellenhälfte wieder. Mit 195 Euro bleibt der Preis für eine Saison zwar konstant, im Bundesliga-Vergleich belegen die Grün-Weißen aber immerhin den fünften Platz.

Auf dem Sieger-Treppchen ganz oben steht der SC Paderborn (225 Euro, Saison 2018/19 195 Euro), Platz zwei belegt Borussia Dortmund  (219 Euro, Saison 2018/19 215 Euro), den dritten Platz teilen sich Hertha BSC (199 Euro, Saison 2018/19 199 Euro) und der FC Augsburg (199 Euro, Saison 2018/19 199 Euro). 

Werder Bremen hat 25.000 Dauerkarten-Besitzer

Was des einen Freud ist, ist des anderen Leid. Während Werder Bremen sich über einen neuen Rekordwert beim Dauerkarten-Verkauf freuen darf, schauen viele Fans der Grün-Weißen in die Röhre.

99,9 Prozent der 25.000 Dauerkarten-Besitzer der vergangenen Saison machten auch für die kommende Saison von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch - Rekord!

Höher ist die Nachfrage an den begehrten Jahrestickets von Werder Bremen bisher nie gewesen, obwohl bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten mit 99 Prozent (2017/18) und 99,5 Prozent (2018/19) ein beachtliches fortgesetztes Interesse herrschte.

Werder Bremen: Über 8.000 Bewerber auf 25 Dauerkarten

Aber: Für Werder-Fans, die bislang keine Dauerkarte für das Weserstadion hatten, aber gerne eine bekommen hätten, ist das natürlich eine schlechte Nachricht. Denn fast alle der knapp 8.000 Werder-Fans, die sich in den vergangenen Wochen für eine Dauerkarte beworben hatten, gehen leer aus. Zumal die Werder-Mitglieder unter den Bewerbern ein Vorzugsrecht auf die 25 übrig gebliebenen Dauerkarten genießen. 

Als „normaler Fan“ ist es also ausgeschlossen, eines der begehrten Saisontickets zu ergattern. Alle Mitglieder, denen per Losentscheid eine Dauerkarte zugeteilt wurde, werden in Kürze vom Verein schriftlich per Mail benachrichtigt. 

Unterdessen hat Florian Kohfeldt gegenüber der DeichStube dementiert, seinen Vertrag bei Werder Bremen bereits verlängert zu haben.

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