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Davie Selke wird nicht zu Werder Bremen zurückkehren.

Rückholaktion zu Werder Bremen gescheitert

Deal geplatzt: Baumann macht Selke traurig

Bremen - Die Wiedervereinigung fällt aus, die von Werder Bremen geplante Rückholaktion von Davie Selke ist gescheitert. Der Stürmer von RB Leipzig war laut Sportchef Frank Baumann schlicht zu teuer.

Update (16.05 Uhr): Der Selke-Transfer zu Hertha BSC ist vollzogen. Das bestätigte der Club aus der Hauptstadt am Donnerstagnachmittag.

Nun steht Selke unmittelbar vor der Vertragsunterschrift bei Hertha BSC. Die Berliner zahlen laut „Sky“ eine Ablöse im niedrigen zweistelligen Millionenbereich für den 22-Jährigen und statten ihn mit einem Fünfjahresvertrag aus.

Bei diesen Parametern waren für Werder die Grenzen definitiv erreicht, die Bremer stellten die Bemühungen schon in der vorigen Woche von sich aus ein. Sportchef Frank Baumann erklärt, wieso: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass der Transfer von Davie Selke eine große finanzielle Herausforderung und eigentlich für uns nicht machbar ist. Das hat sich jetzt bestätigt – auch wenn wir uns in den Gesprächen mit RB Leipzig angenähert hatten.“

Baumann: „Keine Aussicht auf Einigung mit RB“

Doch es blieb eine Kluft, und diese Kluft war zu groß, als dass Werder sie hätte überwinden können. „Es gab nicht die Aussicht, dass wir uns noch mit RB Leipzig geeinigt hätten. Deshalb haben wir Davie letzte Woche mitgeteilt, dass ein Transfer nicht zustande kommen wird. Er wird nicht zurückkehren“, so Baumann.

Werder hatte den U21-Nationalspieler vor zwei Jahren für acht Millionen Euro an den damaligen Zweitligisten RB Leipzig verkauft – durch den sofortigen Aufstieg der Sachsen in Liga eins soll sich die Summe auf bis zu zehn Millionen Euro erhöht haben. Wenig verwunderlich, dass sich die aktuelle Forderung der Leipziger noch jenseits dieser Größenordnung bewegte – Selke ist in ihren Augen schließlich besser und nicht schlechter geworden. Aber Werder hat sich nicht auf Summen in den alten Größenordnungen und darüber hinaus eingelassen. Baumann: „Fakt ist, dass wir nicht das zahlen wollten und konnten, was wir damals bekommen haben.“

Davie Selke im Spiel gegen Werder Bremen

GER, 1.FBL, Werder Bremen vs RB Leipzig
Davie Selke im Spiel gegen Werder Bremen am 18. März 2017 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs RB Leipzig
Davie Selke im Spiel gegen Werder Bremen am 18. März 2017 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs RB Leipzig
Davie Selke im Spiel gegen Werder Bremen am 18. März 2017 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs RB Leipzig
Davie Selke im Spiel gegen Werder Bremen am 18. März 2017 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs RB Leipzig
Davie Selke im Spiel gegen Werder Bremen am 18. März 2017 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs RB Leipzig
Davie Selke im Spiel gegen Werder Bremen am 18. März 2017 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs RB Leipzig
Davie Selke im Spiel gegen Werder Bremen am 18. März 2017 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs RB Leipzig
Davie Selke im Spiel gegen Werder Bremen am 18. März 2017 © nordphoto

Mit Selke selbst hätte es indes keine Probleme gegeben. In allen Punkten waren sich Club und Spieler zwar noch nicht einig, „aber da hätten wir eine Lösung gefunden. Davie hätte das sehr gerne mit uns gemacht.“ Er sei bei der Absage sogar ein bisschen traurig gewesen. Hertha reichte ihm aber tröstend das Taschentuch – in Form des Fünfjahresvertrages.

Und was macht Werder jetzt? Den Wunschstürmer gibt es nicht, Planungen und Suche beginnen deshalb jedoch nicht bei null, behauptet Frank Baumann: „Es ist immer unsere Aufgabe, nicht nur auf eine Karte zu setzen. Wir schauen uns da weiter um.“ Denn ein zentraler Stürmer soll auf jeden Fall verpflichtet werden, „wenn es sportlich, finanziell und menschlich passt“, sagt der Manager. Ob Andre Hahn (Borussia Mönchengladbach), der angeblich ebenfalls vor einem Wechsel zu Hertha steht, durch die Selke-Verpflichtung eventuell doch wieder auf den Markt kommt und für Werder ein Thema wird, ist derzeit nur Spekulation.

Sportchef setzt Stürmersuche im Geheimen fort

Frank Baumann will die Stürmersuche im Geheimen fortsetzen – was sich aber nicht verheimlichen lässt, ist, dass Werder schon jetzt reichlich Stürmer im Angebot hat. Max Kruse, Fin Bartels, Claudio Pizarro, Serge Gnabry, Aron Johannsson, Johannes Eggestein, Ousman Manneh, Justin Eilers – acht Angreifer tummeln sich im Kader. „Das ist dann auch zu viel“, meint Baumann.

Ausdünnung ist angesagt – und längst ist nicht mehr auszuschließend, dass Gnabry den Bremern verloren geht. Die Personalien Pizarro und Johannsson sind derweil laut Baumann „unmittelbar verknüpft“ mit der Verpflichtung eines neuen zentralen Angreifers. Heißt: Kommt einer, wird es für Alt-Star Pizarro (Vertrag läuft aus) und Bankdrücker Johannsson (bis 2019) noch enger als ohnehin schon. Baumann: „Dass es Veränderungen geben wird, ist klar.“

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