Davie Selke bejubelt sein Tor für Werder Bremen gegen Hertha BSC - und zieht eine ganz schöne Grimasse.
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Davie Selke bejubelt energisch sein Tor für Werder Bremen gegen Hertha BSC.

Selke meint: Trotz Fehlstart nicht alles schlecht bei Werder Bremen

Davie Selke netzt endlich und kritisiert das Werder-Bashing

Bremen – Die Erleichterung von Davie Selke über sein erstes Bundesliga-Tor seit seiner Rückkehr zu Werder Bremen im Januar war am Samstagnachmittag nicht zu übersehen. Der Angreifer bejubelte das zwischenzeitliche 1:3 bei der 1:4-Heimpleite gegen Hertha BSC fast so ausgelassen wie einen Siegtreffer. Wenngleich er das später ganz anders darstellte. Und auch mit der öffentlichen Wahrnehmung des enttäuschenden Bremer Auftritts war Selke so gar nicht einverstanden und wehrte sich gegen ein Werder-Bashing.

„Das ist absoluter Blödsinn“, konterte Davie Selke direkt nach dem Spiel die Feststellung eines Sky-Reportes, es habe sich nach dem Fast-Abstieg nichts beim SV Werder Bremen verändert. Am Tag danach legte Selke im vereinseigenen Werder-TV noch nach. „Wir lassen uns nicht schlechtreden, was wir uns aufgebaut haben. Wir kommen aus einer guten Vorbereitung, wir sind im Pokal eine Runde weitergekommen. Das sind alles positive Erlebnisse für uns. Wir haben jetzt ein Spiel nicht gewinnen können, aber es kommen noch viele Spiele.“

Werder Bremen-Stürmer Davie Selke: Nach Pleite gegen Hertha BSC nicht alles schlechtreden!

Es gebe auch einige Punkte, die trotz der Niederlage gegen Hertha BSC positiv gewesen seien. „Ich fand, die ersten 40 Minuten waren wir im Spiel, da war es ein offenes Spiel“, urteilte der 25-Jährige und merkte zudem an: „Die Gegentore dürfen uns nicht passieren. Aber wir haben nie aufgesteckt und aufgegeben. Das ist ein gutes Zeichen, das können wir mitnehmen.“ Und zwar mit nach Gelsenkirchen. Dort steht am Samstagabend das nächste Spiel an. Gegen einen FC Schalke 04, der zu Saisonbeginn beim 0:8 gegen den FC Bayern München noch schlimmer als Werder Bremen unter die Räder gekommen war. „Wir werden Schalke deshalb gewiss nicht unterschätzen. Das wird noch ganz anderen Mannschaft in München passieren“, betonte Davie Selke.

Der Angreifer, der noch für ein Jahr von Hertha BSC ausgeliehen ist, wirkte zwar angefressen, aber nicht verzweifelt. Sein Tor hatte ihm ganz offensichtlich gutgetan. Was schon auf dem Platz zu sehen gewesen war. Doch Davie Selke spielte seinen großen Torjubel in der 69. Minute lieber runter: „Wer mich kennt, weiß, dass ich normalerweise ausgelassener jubel.“ Wie schon so oft in der Vergangenheit hatte er mal wieder gegen einen Ex-Club getroffen. Doch das interessierte ihn nicht. Ganz nüchtern gestand er nur, dass es als Stürmer immer schön sei, ein Tor zu machen. Doch Selkes Ankündigung im Sommer-Interview mit der DeichStube („Ich will es allen zeigen“) lässt erahnen, wie wichtig ihm dieser Premieren-Treffer bei Werder Bremen sein dürfte. (kni)

Letzte Meldung vom 19. September 2020:

Werder Bremen-Stürmer Davie Selke warnt Ex-Kollegen: „Das wird Hertha spüren“

In der Rückrunde der vergangenen Saison durfte er nicht: Eine Klausel im Leihvertrag des Stürmers des SV Werder Bremen verhinderte damals, dass Davie Selke gegen Hertha BSC auflaufen konnte. Nun sieht es anders aus, und der 25-Jährige brennt förmlich darauf, am Samstag ab 15.30 Uhr gegen seinen alten Verein anzutreten.

„Für mich geht es darum, dass ich gut in die Saison starten will, egal, wie viele Minuten ich auf dem Platz stehe. Ich will Präsenz zeigen, natürlich treffen und ein gutes Spiel machen“, sagte Davie Selke in einem Interview mit dem „Berliner Kurier“. Kurz: Der Stürmer will es besser machen als in seinem ersten halben Jahr nach der Rückkehr zu Werder Bremen.

Werder Bremen gegen Hertha BSC live im Live-Ticker!

Im vergangenen Winter hatten die Bremer Selke von der Hertha BSC ausgeliehen - ein Geschäft, das bis Sommer 2021 läuft, durchaus verheißungsvoll begann, sich bisher aber nicht ausgezahlt hat. Nach seinem Tor direkt beim Debüt während des DFB-Pokal-Achtelfinals gegen Dortmund (3:2) war Selke bis Saisonende nicht mehr erfolgreich. Am letzten Spieltag und in der Relegation verzichtete Trainer Florian Kohfeldt sogar komplett auf ihn.

Werder Bremen: Davie Selke schiebt extra Schichten mit Personal-Trainer

„Ich war in der Rückrunde einfach nicht in der körperlichen Verfassung, um die Impulse zu setzen, für die ich eigentlich stehe. Ich konnte die Defensivarbeit, die zu meinem Spiel gehört und die ich auch mag, nicht zu 100 Prozent leisten und hatte deswegen auch keine Kraft nach vorne“, erklärt Selke. Während der Sommerpause hat er deshalb Extra-Schichten mit einem Personal-Trainer geschoben. „Ich merke, dass ich jetzt wieder Kraft und Luft habe und die Wege gehen kann. Ich bin mir sehr sicher, dass man das sehen wird.“

Und von noch etwas ist Davie Selke überzeugt - nämlich davon, dass die Rückkehr der Fans ins Weserstadion für Werder Bremen am Samstag zum wichtigen Faktor wird. 8500 Zuschauer sind für die Partie zugelassen, und die „werden auch richtig für Furore sorgen. Das wird gut, und das wird auch Hertha spüren.“ (dco) Die Bremer haben allerdings einen Fehlstart hingelegt. Irgendetwas läuft beim SV Werder Bremen gewaltig schief - ein Kommentar der DeichStube.

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